Wochenendblog 04

  • Sind Sie gut ins Wochenende gekommen?
  • Wie wäre Ihr Start in das Wochenende gewesen, wenn gestern mal wieder die Bahn oder die Lufthansa gestreikt hätten?

Gerade Wochenendpendler möchten über dieses Szenario vermutlich nicht wirklich nachdenken. Wenn die Lockführer für höhere Gehälter oder bessere Arbeitsbedingungen streiken, beginnt für viele Wochenendpendler ihr wohlverdientes Wochenende deutlich weniger entspannt.

Schnell stellt sich dann die Frage der Verhältnismäßigkeit. Ist es gerechtfertigt und verhältnismäßig, dass Millionen von Reisenden unter den – durchaus auch berechtigten – Forderungen der Lockführer oder Piloten leiden müssen?

Wie können negative Streik-Auswirkungen für Wochenendpendler vermieden werden?

Aus Sicht der Wochenendpendler sind folgende Lösungen denkbar:

  1. Streiks sind nur noch von Di-Do erlaubt. Dann kann man am Freitag und Sonntag/Montag weiter bequem pendeln.
  2. Streiks werden bei der Deutschen Bahn und bei der Lufthansa zukünftig verboten.

Lösung 1 hilft vielleicht den Wochenendpendlern, ist jedoch für viele Geschäftsreisende nur ein schwacher Trost. Lösung 2 hilft ist da schon deutlich komfortabler. Nur wie können jetzt Lockführer oder Piloten noch ihre Forderungen durchsetzen? Sind sie jetzt einfach nur noch auf den guten Willen der Arbeitgeber angewiesen?

  • Wie können Sie beide Ziele verknüpfen? Die Reisenden sollen pünktlich an ihr Ziel kommen und die Lockführer und Piloten sollen eine Möglichkeit haben, ihre Interessen durchzusetzen.

1999 wurde bei der zweitgrößten italienischen Fluggesellschaft Meridiana gestreikt. Allerdings mussten die Reisenden während des Streiks keine Flugausfälle hinnehmen. Es war nämlich ein virtueller Streik. Die Mitarbeiter von Meridiana-Airline haben wie üblich ihre Arbeit verrichtet und in der Phase des virtuellen Streiks auf ihr Entgelt verzichtet. Im Gegenzug hat die Fluggesellschaft sämtliche Einnahmen an eine gemeinnützige Einrichtungen gespendet.

  • Wie funktioniert ein virtueller Streik?

Bei einem herkömmlichen Streik verlieren sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Geld. Die Arbeitnehmer werden bei Streik nicht mehr vom Arbeitgeber bezahlt, dadurch entstehen Einkommenseinbußen. Den Arbeitgebern entgehen während des Streiks Einnahmen. Dadurch erhöht sich für beide Seiten mit zunehmender Streikdauer der Einigungsdruck. Im virtuellen Streik a la Meridiana entsteht dieser Einigungsdruck auch. Die Arbeitnehmer erhalten für die Dauer des virtuellen Streiks kein Entgelt und der Arbeitnehmer spendet für diesen Zeitraum sämtliche Einnahmen an Wohltätigkeitsorganisationen.

Fazit 1: Durch virtuellen Streik können die Mitarbeiter ohne größere volkswirtschaftliche Schäden ihre legitimen Interessen durchsetzen.

Fazit 2: Zeigen Sie Bereitschaft bestehende Prozesse und Abläufe kritisch zu hinterfragen. W-Fragen helfen neue und innovativere Wege zu finden. (Beispiel: Warum legen Arbeitnehmer beim Streik die Arbeit nieder?)

Genießen Sie Ihr Wochenende, damit Sie in der kommenden Woche besonders erfolgreich sein können.

Ein schönes Wochenende wünschen Ihnen Ihre Umsetzungsblogger.

Ressourcen:

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.