Guten Tag, flexible Arbeitszeiten! Gute Nacht, Kontrolle?

Laut einer Studie der Personalmanagement-Beratung Hewitt bevorzugen 79% der Frauen und 68% der Männer flexible Arbeitszeiten. So erleichtern flexible Arbeitszeiten z. B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dramatisch.

  • Warum ist der Anteil von Unternehmen mit flexiblen Arbeitszeiten, auch ohne Kernzeiten, trotzdem weiterhin so gering?

Die augenscheinlichste Antwort sind betriebliche Belange. Schließlich müssen Kunden betreut und Maschinen 24h am Tag bedient werden.  Dieses Dilemma lässt sich jedoch einfach auflösen, indem die Verantwortung für eine ausreichende Leistungserbringung dem jeweiligen Team übertragen wird. Das Team wird sich selbständig so organisieren, dass keine Verschlechterung des Servicegrades oder der Leistungserbringung erfolgt, auch wenn das vielleicht einen kurzfristigen  Wechsel eines Mitarbeiters von Früh- in die Spätschicht bedeutet. Das Team organisiert den Schichttausch des Mitarbeiters alleine, d.h. ohne Abstimmung mit dem Vorgesetzten.

  • Gibt es weitere Gründe für die geringe Verbreitung von flexiblen Arbeitszeiten?

Laut Hewitt ja. 61% der befragten Unternehmen befürchten, dass sich durch Arbeitszeitflexibilisierung das Arbeitsvolumen der Mitarbeiter reduziert. Der entscheidende Grund für die zu geringe Verbreitung von flexiblen Arbeitszeitmodellen, ist demnach die Angst, die Kontrolle über die Mitarbeiter zu verlieren.

  • Was benötigen die Kunden?

Die Kunden benötigen nur in den seltensten Fällen, z. B. in der Fußball-Bundesliga,  die Anwesenheit eines bestimmten Mitarbeiters. Stets benötigen sie hingegen eine hohe Service- und Produktqualität. Bieten Sie Ihren Kunden nicht Anwesenheitszeiten, sondern Leistung, Qualität und Service!

  • Fazit: Kontrollieren Sie Ihre Prozesse, aber nicht Ihre Mitarbeiter

Ressourcen: Hewitt: HR Trends 2010 (weiter)!

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

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