Armes Deutschland, lerne endlich Dienstleistung

Kanzler Schröder glaubte noch an die Industrienation Deutschland. Nachdem sogar Kanzlerin Merkel von der  Opel-Rettung abgelassen hat, dürfte jedem klar sein, dass auch der deutsche Weg langfristig in Richtung Dienstleistung führen müsste. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung in Deutschland liegt seit Jahren gerade noch bei ca. 21% (mit Vorleistungen 29%)[1]. Wo sonst soll der Weg hinführen?

Aber wer investiert eigentlich in Deutschland, Dienstleister oder die verpönte Industrie?

Das verarbeitende Gewerbe steht zwar nur für 21% der Bruttowertschöpfung, aber für unglaubliche 90% aller Forschungsaufwendungen[1]!

Es ist nicht die exorbitante Exportquote, die uns an das verarbeitende Gewerbe fesselt, sondern deren gigantische Zukunftsinvestitionen. FORSCHUNG ist eine Domäne der Industrie, nicht der Dienstleister!

Wenn wir uns als Wissensgesellschaft sehen, und das ist sicher der einzig erfolgversprechende Weg in die nahe Zukunft (Bodenschätze haben wir immer noch keine),  brauchen wir neben einem hervorragenden Bildungssystem vor allem die Investitionen der Industrie, ohne diese wird Deutschland und seine Unternehmen im internationalen Wettbewerb unterliegen. Investieren Sie in neue Technologien, neue Produkte und Ihre Mitarbeiter!

Quelle: [1] Stifterverband für die deutsche Wirtschaft, IW Köln

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