Eine milde Gabe für den Vorgesetzten?

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Fiktion: Erneute Gehaltsexzesse der selbst ernannten Wirtschaftselite bestimmen die Schlagzeilen. Der Bundestag ändert deshalb die Arbeitsgesetze.

Ab sofort werden sämtliche Gehälter der Vorgesetzten auf die jeweiligen Mitarbeiter verteilt. Vorgesetzte dürfen nicht mehr vom Arbeitgeber bezahlt werden. Sie werden nur noch entlohnt, wenn die eigenen Mitarbeiter freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten.

Frage 1: Könnten Sie als Vorgesetzter dann noch Ihr aktuelles Gehalt realisieren?

Frage 2: Wie begründen Sie Ihre Einschätzung?

Ihre Mitarbeiter werden den Kuchen nur teilen, wenn Sie als Dienstleister wahrgenommen werden. Nur für welche Dienstleistung werden sie eher Geld ausgeben: Kontrolle oder Training? TÜV-Prüfung oder Fitness-Studio? Ich fürchte die wenigsten zahlen lieber für den TÜV. Fitness-Studios hingegen brummen auch ohne gesetzlichen Zwang zur Nutzung.

Sehen Sie sich eher als Trainer oder als Kontrolleur? Natürlich sollen Sie als Vorgesetzter nicht Ihre Mitarbeiter erheitern. Sie müssen Ergebnisse liefern und zwar im Sinne des Managements oder der Eigentümer. Doch hierfür benötigen Sie die Hilfe Ihrer Mitarbeiter. Und im Fußball schießt der Trainer auch nicht die Tore, aber er fliegt, wenn es seine Spieler nicht tun.

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