Geld punktet nicht!

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Dem Baseball-Team Oakland Athletics gelang in den Jahren 2000 bis 2003 sensationell der Einzug in die Play-Offs. Sensationell, weil die Athletics den anderen Teams finanziell deutlich unterlegen waren.

Über diesen 4-Jahres-Zeitraum, waren die Athletics das zweitbeste Team der Baseball Major League. Bezüglich Lohnhöhe lagen sie von14 Teams nur auf den Plätzen 11 oder 12. Im Jahr 2002 verdienten die Spieler der Athletics weniger als ein Drittel der New York Yankees, haben aber in diesem Jahr mehr Spiele gewonnen.

Warum waren die Athletics trotz finanzieller Unterlegenheit erfolgreich?

Als Billy Beane 1999 das Team der Athletics als Manager übernommen hatte, sicherte er sich die Dienste des Ökonomen Paul DePodesta. Zusammen stellten sie das Team der Athletics nach statistischen Auswertungen zusammen. Dadurch gelang es den Athletics trotz knapper Finanzen ein überaus schlagkräftiges Team in den Wettbewerb zu schicken. Beane und DePodesta haben mit im Baseball typischen Management-Fehlern gebrochen:

1. Eigene Erfahrungen wurden überwertet und als Maßstab für die eigene Arbeitsweise verwendet.

2. Die aktuellen Leistungen der Spieler wurden überbewertet.

3. Manager ließen sich bei der Zusammenstellung des Kaders von eigenen Beobachtungen leiten, obwohl Statistiken vorhanden waren, die sogar abweichende Ergebnisse zeigten.

Die Baseball-Manager waren nicht dumm, sondern menschlich. Denn wir neigen alle dazu, uns selbst bei wichtigen Entscheidungen nur auf Intuition und Erfahrungen zu verlassen, selbst wenn fundierte Informationen verfügbar sind.  Das Unterbewusstsein nimmt nur Informationen auf, die die eigene Intuition und Erfahrung bestätigen.

Was können wir von Billy lernen?

1. Knappe Ressourcen sind kein Grund für Unterlegenheit, wenn es gelingt diese effizienter als der Wettbewerb zu nutzen.

2. Unser Bauchgefühl spielt selbst bei wichtigen Entscheidungen eine große Rolle. Suchen Sie deshalb aktiv nach Beweisen und Gegenbeweisen.

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Ressourcen:

Lewis, M. (2003): The art of winning an unfair game. New York: W.W. Norton & Company.

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