Kennzahlen verbessern, aber wie?

Die wirtschaftliche Lage verbessert sich und damit steigt auch wieder der Krankenstand in den Unternehmen. Die Reduktion des Krankenstandes ist aber bei vielen Führungskräften eine ungeliebte Aufgabe. Generell möchten Führungskräfte lieber Lob aussprechen und Mitarbeiter auch lieber Lob hören, was für eine Symbiose! Dabei übersehen Führungskräfte häufig die Eigenmotivation von Mitarbeitern an Kennzahlen zu arbeiten.

Im Grunde ist Kennzahlenverbesserung einfach, wenn sich die Führungskraft an 4 Regeln hält:

1. Du bekommst, was Du misst

Wer etwas bekommen will, muss es zunächst einmal messen. Klingt trivial, scheitern aber schon diverse Manager dran. Auf die Frage einer Abteilungsleiterin, die in der Personalabteilung die Abwesenheitsquoten Ihrer Mitarbeiter für die letzten 2 Jahre haben wollte, antwortete die Personalsachbearbeiterin: „Das hat hier noch nie jemand haben wollen!“

2. Zeige, was Dir wichtig ist

Es ist ja nicht so, dass es zu wenige Kennzahlen gibt. Im Gegenteil, häufig hat die Vertriebssachbearbeiterin oder der Produktionsmitarbeiter so viele Kennzahlen, dass diese nicht mehr in der Lage sind, alle gleichzeitig positiv zu beeinflussen. Wenn Ihnen als Führungskraft eine Kennzahl wichtig ist müssen Sie diese deutlich visualisieren. Ein kleines Diagramm an der Teamtafel reicht dafür nicht aus.

3. Rede mit deinen Mitarbeitern

Messen und visualisieren ist schön, aber wirkungslos, wenn wir nicht regelmäßig über den Stand der Zielerreichung informieren. Wenn wir als Vorgesetzte uns die Zeit nehmen, mit unseren Mitarbeitern über eine Kennzahl zu sprechen, wird diese als wichtig erachtet. Denn der Mitarbeiter weiß, es gibt beim Vorgesetzten nur eine limitierte Ressource, „Zeit“.

4. Verfolge die Nichterfüllung

Es gibt drei Dimensionen der Verhaltensänderung: „Vorbild, Einsicht und Konsequenz“. Wenn die Nichterfüllung einer Kennzahl nie Konsequenzen hat, wird die Wertigkeit dieser Kennzahl gegen null sinken. Führung basierend auf Einsicht, ist auf die Dauer nicht wirkungsvoll, da die Uneinsichtigen die Einsichtigen „sauer fahren“.

Wenn Sie sich genau überlegen, was Sie wollen (Führung mit Erwartungen = NTT), die Erfüllung der Erwartungen mit Kennzahlen messen, ständig visualisieren, regelmäßig über den Fortschritt informieren und Nichterfüllung mit Maßnahmen (technischen, organisatorischen, persönlichen) verfolgen, steht Ihrer Kennzahlenentwicklung nichts mehr im Weg.

Befördert werden Sie deswegen trotzdem nicht, dafür müssen Sie alleine die (verborgenen) Erwartungen Ihres Vorgesetzten erfüllen.

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