Liebe Bahnkunden Sie haben Pech gehabt:

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„Im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) wird es Warnstreiks geben. Dazu rufen die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA auf. Diese Warnstreiks werden alle maßgeblichen Unternehmen im SPNV betreffen.“ Laut Transnet sind damit ab 25.Oktober bundesweite Warnstreiks im Bahnregionalverkehr möglich.

Die Bahngewerkschaften wollen damit einen Branchentarifvertrag durchsetzen. Die Bahn-Pendler müssen und wollen weiterhin pünktlich zur Arbeit oder zur Familie kommen. Gibt es einen Kompromiss? Wie können die Interessen der Bahngewerkschaft und der Pendler gleichzeitig berücksichtigt werden?

Erinnern Sie sich noch an den Blog vom 27.03.2010? Streik 2.0- ein virtueller Streik – ist die Lösung. Gewerkschaft und Unternehmen tragen die ökonomischen Folgen eines Streiks – ohne jedoch ihre treue Kundschaft zu verprellen.

Wie könnte so ein virtueller Streik in der Praxis aussehen? Die Züge fahren planmäßig. Die Kunden bezahlen wie gehabt ihre Tickets. Während des Streiks bekommt das Bahnpersonal von den Bahnen jedoch kein Entgelt. Das Unternehmen bezahlt von den Kundeneinnahmen die Betriebskosten für Diesel, Strom und Reinigung. Der Rest wird gespendet.

Mitarbeiter, Gewerkschaften und Arbeitgeber verzichten also für die Dauer des Streiks auf Einnahmen. Dadurch haben sie den selben Einigungsdruck wie bei konventionellen Streiks. Nur die Kunden sind glücklicher und vielleicht in der Zukunft noch loyaler. Zufriedene Kunden wollen Gewerkschaften, Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Es lohnt sich also auch Mal ausgetrampelte Pfade zu verlassen. Trauen Sie sich? Hinterfragen Sie die ungeschriebenen Gesetze.

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