Halb voll oder halb leer?

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Der größte Kunde hat vor mehr als einem Jahr überraschend seinen Vertrag nicht mehr verlängert. Über Nacht sind mehr als 40% der Mengen weggebrochen. Katerstimmung bei Belegschaft und Führungsmannschaft. Inzwischen konnten erste neue Kunden akquiriert werden. Der Werksleiter hat seine Truppe zur Lagebesprechung eingeladen.

Es geht heiß her. Die Deutung der aktuellen Situation führt zu endlosen Debatten. Die optimistische Fraktion sagt: „Wir haben schon wieder 50% des Mengenverlustes aufgeholt. Es fehlen nur noch 20% der ursprünglichen Menge.“ Die pessimistische Fraktion hält gegen: „50% des Mengenverlustes bestehen immer noch. Es fehlen immer noch 20% der Ausgangsmenge zur Vollauslastung.“ Beide Seiten debattieren weltanschaulich darüber, wohin sich das Trendbarometer Auslastung entwickeln wird.

Was würden Sie tun?

Pragmatisch betrachtet – ist es egal – wie die Auslastungssituation vor mehr als einem Jahr war. Aktuell fährt das Werk nicht in Vollauslastung – es sind noch freie Kapazitäten für mindestens 25% Wachstum vorhanden. Planung überführt Zufall nur in Irrtum. Deshalb sind langfristige Prognosen unsicher. Anstelle zu debattieren, sollte das Werksleitungsteam nach Wegen suchen, damit der Betrieb zukünftig flexibel sowohl auf schnelles Wachstum, aber auch auf mögliche Einbrüche reagieren kann. Tipps zur Umsetzung bietet die UMSETZUNGSHILFE.de | Nr. 18. Seit heute auf Umsetzungshilfe.de.

Übrigens Benjamin Franklin spottete bereits im 18. Jahrhundert: „Im Leben ist nichts sicher, außer der Tod und die Steuer.“

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