Chefs erzeugen ihre eigenen Versager (Teil 2)

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Wie führt ein Vorgesetzter, der seinen Mitarbeitern mangelnde Projektmanagementfähigkeiten unterstellt? Er wird seine Mitarbeiter in Manndeckung nehmen. Sie müssen in kurzen Intervallen zum Rapport antreten und bekommen vom Chef gratis noch einige „Tipps und Vorschläge“.  Wenn in der Tat jetzt noch was schief geht – was natürlich nicht am Tipp des Chefs liegt –  fühlt sich der Chef in seiner Annahme, die Mitarbeiter sind unfähig Projekte zu managen bestätigt. Er lässt es seinen Untergebenen spüren.

Erinnern Sie sich? Der Hund B lag winselnd in der Ecke, da er den Zusammenhang zwischen Belohnung und Bestrafung nicht erkannte. Dem Mitarbeiter geht es mit der Zeit ähnlich – der sitzt frustriert an seinem Schreibtisch. Da er permanent die Rückmeldung bekommt, seine Projektmanagementfähigkeiten reichen nicht, nähert sich dessen Leistungsfähigkeit in der Tat den Erwartungen des Vorgesetzten. Der Mitarbeiter hat gelernt, egal was er tut, beim Vorgesetzten hat er schlechte Karten.

2 Umsetzungshilfen für leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter:

  1. An die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter glauben. Das Prinzip der erlernten Hilflosigkeit funktioniert auch in die andere Richtung. Männer und Frauen wachsen an ihren Aufgaben und Projekten. Herausfordernde Projekte, Unterstützung vom Chef und positive Rückmeldung steigern das Selbstbewusstsein und damit die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.
  2. Erörtern Sie Ihre eigenen Erwartungen. Teilen Sie Ihren Mitarbeitern am Anfang der Zusammenarbeit mit, welches Verhalten Sie honorieren und welches Verhalten Sie sanktionieren. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Belohnung und Bestrafung.
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