Erstes Atomopfer in Deutschland

 

Angesichts des Leids der Menschen in Japan, mag ich in Deutschland nicht wirklich von Opfern sprechen.

Herr Mappus sieht sich vielleicht trotzdem als erstes Atomopfer in Deutschland, hat er doch höchst wahrscheinlich seinen Job verloren. Dabei haben wir Ihn gewarnt: Im Beitrag „Mach den Mappus“ vom 10.1.2011, zeigten wir schon die unstrategischen Handlungsweisen der alten Landesregierung, die sich mit Aktienkäufen der EnBW auf das Gebiet der Aktienspekulation begab:

Das Land zahlte mit 41,40 Euro pro Aktie deutlich mehr, als die Aktien vor der Bekanntgabe der Übernahme am 7.12.2010 wert waren (okay, ein Schelm wer denkt, dass das mit der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zusammen hing). Der Kurs der EnBW-Aktien lag zu dem Zeitpunkt bei lediglich 36 Euro.

Nun hat Fukushima dem Deal den Gar ausgemacht. Die Atomkraftdebatte hat zur Abwahl des Herrn Mappus geführt und der Kaufkurs der EnBW ist nun nicht mehr zu rechtfertigen. Ob die EnBW, im Zeichen der Stilllegung ihrer Kernkraftwerke, in den nächsten Jahren überhaupt noch einen Gewinn abwirft, ist fraglich.

Da der Kauf der EnBW kreditfinanziert ist (über eine BW-Anleihe), dürften somit mal wieder die Steuerzahler herhalten.

Machen Sie es besser. Arbeiten Sie an den Themen, die für Sie strategisch sind. Und wenn Sie nicht wirklich sicher sind, machen Sie eine marktbezogene Prozessanalyse.

Was das ist? Die eine Hälfte haben sie im Beitrag „Umsetzungsblog wird Mode-Label“ kennen gelernt, die andere Hälfte im Beitrag „Suboptima lass grüßen“.

Das komplette Tool gibt es am 24. Mai 2011.

Ressourcen:
[1] EnBW-Anteile gehen an Baden-Württemberg
[2] Foto oben: Japanisches Fernsehen
[3] Foto unten: Mod-Label umsetzungsblog

 

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

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