Wie lautet Ihr persönliches Geschäftsmodell?

How will you measure your life? So der Titel eines im Juli 2010 erschienenen Artikels in der Harvard Business Review. Dieser vom Prof. Christensen verfasste Artikel wurde von McKinsey zum bahnbrechendste Harvard Business – Artikel 2010 gewählt. Da mir diese Wahl sehr aus dem Herzen spricht, eine Zusammenfassung des Artikels:

Clayton Christensen regt durch 3 Fragen an, über sein privates Geschäftsmodell nachzudenken:

1. Wie stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihrer beruflichen Karriere glücklich werden?

2. Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Beziehung mit Ihrem Ehepartner und Ihrer Familie eine Quelle dauerhaften Glücks wird?

3. Wie stellen Sie sicher, dass Sie niemals im Gefängnis landen?

Beantworten Sie bitte diese 3 Fragen für sich, bevor Sie weiter lesen. Seine Anregungen zu den Fragen sind:

zu 1: Laut Herzberg motiviert nicht Geld, sondern die Möglichkeit zu lernen oder Verantwortung zu übernehmen. Typischerweise verbinden viele Studenten mit einer erfolgreichen Karriere Tätigkeiten wie verkaufen, kaufen oder investieren. Bedauerlicherweise, denn diese Aktivitäten führen niemals zur selben inneren Befriedigung, wie das Entwickeln von Mitarbeitern. (Anmerkung: siehe Blog vom 08.04.11: Ohne empfundene innere Befriedigung droht Burnout. Wenn Sie Ihre aktuelle Tätigkeit nur des Geldes wegen ausführen und dabei keine innere Befriedigung empfinden, gehören Sie zur Burnout-Risikogruppe. Nicht die Arbeitslast macht krank, sondern der fehlende Inhalt!)

zu 2: Eine steigende Anzahl seiner ehemaligen Studenten sind bei späteren Treffen geschieden und leben von ihren Kindern getrennt. Überlegen Sie, wie Sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen. Finden Sie für sich eine Antwort so früh wie möglich, je später desto geringer die Handlungsalternativen. Häufig reduzieren ein aufgenommener Immobilienkredit oder vorhandene Verantwortung für Kinder mögliche Alternativen.

Was machen aber ergebnisorientierte Manager mit einer zusätzlichen halben Stunde? Häufig investieren sie diese in Tätigkeiten, die ein sofort messbares Ergebnis ermöglichen. Deshalb werden überwiegend berufliche  Tätigkeiten bevorzugt. Das Erstellen einer Präsentation oder der Verkauf eines Produktes sind sofort sichtbar. Wenn diese Zeit mit der Familie verbracht wird, dann ist das Ergebnis nicht messbar. Vernachlässigung wird erst über einen längeren Zeitraum bestraft.

zu 3: Es ist einfacher sich zu 100% an eigene Regeln zu halten, als nur zu 98%. Wenn man mit Ausnahmen anfängt, dann ist es schwer wieder auf den Pfad der Tugend zurück zu finden. Nur das eine Mal etwas an der Bilanz „korrigieren…“

Meine Bitte: Helfen Sie Ihren Mitarbeitern! Geben Sie Ihren neuen Führungskräften in der Einarbeitung diese 3 Fragen mit auf den Weg. Sie sichern dadurch die nachhaltige Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter.

Ressourcen:

Christensen, Clayton M. (2010): How Will You Measure Your  Life?, Harvard Business Review, July-August. Link zum Online-Artikel

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