Arbeitet bei Ihnen TINA?

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„Wir arbeiten jetzt nach dem TINA-Prinzip!“ so die E-Mail eines guten Freundes. Ich stand auf dem Schlauch. TINA kenne ich nicht. Aber Google hilft:  „TINA = There Is No Alternative – es gibt keine Alternativen“. Geht wohl auf Margaret Thatcher zurück, die auf diese Art und Weise ihre Politik durchboxte.

Mein Freund meinte jedoch nicht Durchsetzungsstärke – sondern Blockaden und Stau auf der Straße der Ideen. Wenn jemand eine Idee vorschlägt, bekommt man in TINA-Unternehmen nicht Ermunterung, Freiräume und Unterstützung, sondern Phrasen wie:

  • Das machen wir schon immer so.
  • Das geht nicht anders.
  • Wir sind zertifiziert und die Norm verlangt das so. Die vermutlich am häufigsten verwendete Killerphrase in zertifizierten Unternehmen schlechthin.

Auf Deutsch: „Wir brauchen deine Gedanken nicht – wir wollen nichts ändern!“ oder „Deine Ideen zählen bei uns nicht!“ Zähe Mitarbeiter werden noch einige Versuche starten, schließlich irgendwann resignieren. Leidtragende sind aber nicht die Mitarbeiter. Die kreativen Fachkräfte finden auch hier eine Lösung: a) Flucht zu einem anderen Arbeitgeber oder b) innere Kündigung, d.h. den Arbeitstag im Sparmodus überstehen. (Und wer nicht weiß wohin mit seiner Energie, der kann sich auch ein Problem kaufen. Bei needaproblem.com zahlen Sie 1€ für triviale Probleme und 5.000€ für unlösbare Probleme.)

Arbeitet TINA in Ihrem Unternehmen, in Ihrem Team? Dann wechseln Sie aus. Setzen Sie auf TATA = There Are Thousands of Alternatives – es gibt Tausende Alternativen.

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