Akkordbrecher oder Drückeberger; was sind Sie?

Werkstudenten sind eine Plage! Zwei Sorten stellt unsere Personalabteilung immer ein: Akkordbrecher und Drückeberger!

Die Akkordbrecher kommen hierher und arbeiten, als gäbe es kein Morgen! Den letzten haben wir uns zu Dritt zur Brust genommen.

„Junge“, haben wir ihm gesagt, „Du bist nur drei Wochen hier, wir noch 30 Jahre“ Ließ sich aber nicht einschüchtern. Wir haben ihm dann die ganzen schlechten Rohteile untergeschoben. Nach zwei Tagen war der geheilt!“

Die Drückeberger kommen einfach nicht auf Leistung. Mit denen haben wir mehr Arbeit als Entlastung. Und solche Typen meinen dann die gleichen Pausen in Anspruch nehmen zu können, wie wir. Unfassbar, oder? Solche brauch uns der Chef nicht mehr schicken.

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Selbst wenn eine Leistungssteigerung mit finanziellen Vorteilen verbunden ist, entwickeln sich in Gruppen Vorstellungen über eine faire Tagesleistung. Die Einhaltung dieser Norm findet ihren Niederschlag in zwei Verhaltensweisen:

1. Man darf nicht zu viel leisten, sonst ist man ein Akkordbrecher
2. Man darf nicht zu wenig leisten, sonst ist man ein Drückeberger

Das Ergebnis einer Gruppe wird stark durch die sozialen Normen in der Gruppe bestimmt. Mitarbeiter agieren dabei häufig nicht als Individuen, sondern als Mitglied „ihrer“ Gruppe.

Setzen Sie als Führungskraft einen hohen Leistungsstandard.

Stellen Sie klar, das null Fehltage im Jahr der Normalfall ist und Krankheit die Ausnahme. Stellen Sie klar, dass Sie Erster werden und nicht nur mitlaufen wollen.

Es liegt an Ihnen!

Ressourcen:

[1] Ulich, E. (2011). Arbeitspsychologie. 7. Auflage, S. 41. Schöffer-Poeschel Verlag: Stuttgart

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