Ist Ihr Chef ein Mikromanager? – Auswege

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Mikromanagende Chefs nerven und halten von der Arbeit ab. Sie möchten über jedes Detail der Arbeit ihrer Mitarbeiter informiert sein und vor allem auch immer mitreden. Freiraum für eigene Entscheidungen? Lässt ein mikromanagender Chef nicht zu.

Wenn Sie die Situation für sich verbessern möchten, versuchen Sie die Beweggründe Ihres Chefs zu verstehen. Warum mischt sich Ihr Vorgesetzter selbst in die kleinsten Details Ihrer Arbeit ein?

Mögliche Gründe sind:

  1. Ihr Chef hat zu Ihnen kein Vertrauen.
  2. Ihr Chef hat einen Vorgesetzten der von ihm erwartet, dass er stets jedes Detail in seinem Laden kennt.
  3. Ihr Chef ist generell misstrauisch, d.h. ihm fällt Vertrauen schwer.

Mögliche Auswege:

Zu 1: Kennen Sie die Erwartungen Ihres Vorgesetzten? Sie sind sich nicht sicher? Dann finden Sie sie heraus. Im Idealfall können Sie nachfragen. Wenn Sie zukünftig die Erwartungen Ihres Vorgesetzten erfüllen, wird sich mit der Zeit auch Vertrauen entwickeln. Vertrauen ist das Ergebnis positiver Erfahrung und entsteht mit der Zeit.

Zu 2: Helfen Sie Ihrem Vorgesetzten. Finden Sie einen geeigneten Weg, damit er stets auf die nervenden Fragen seines Chefs vorbereitet ist. Zeigen Sie Ihrem Chef, dass er sich auf Sie verlassen kann, d.h. dass er zukünftig alle relevanten Informationen von Ihnen ohne Nachfrage erhalten wird.

Zu 3: Hier sind Auswege schwierig. Die Veranlagung jemandem leicht oder schwer zu vertrauen (sogenanntes Ur-Vertrauen) wird im frühen Kindesalter entwickelt. Dieses Urvertrauen ist überwiegend das Ergebnis der Interaktion mit den eigenen Eltern. Diese generelle Vertrauensneigung gilt als sehr stabile Eigenschaft [1]. Menschen mit geringer Vertrauensneigung fällt es vergleichsweise schwer, anderen Menschen zu vertrauen. Hier haben Sie nur die Optionen sich mit der Situation abzufinden oder sie zu verlassen. (Diese Möglichkeit haben Sie auch bei 1. und 2. ;-)).

Welche Tipps haben Sie zum Umgang mit mikromanagenden Chefs?

Zum Thema:

Ressourcen:

[1] Erikson, E.H. (1968): Identity, youth and crisis, New York.

 

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