Droht am Ende der elektrische Stuhl?

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Thomas Edison – der Erfinder der Glühlampe – war von der Überlegenheit des Gleichstroms zweifellos überzeugt. Der Gleichstrom war „seine“ Technologie.  Doch eines Tages störte ein gewisser Nikola Tesla die Idylle. Tesla entwickelte als Mitarbeiter Edisons die Idee des Wechselstroms. Edison hätte damit die Wechselstromtechnik für sich patentieren lassen können.

Aber Edison dachte gar nicht dran! Er sah im Wechselstrom eine Gefahr für „sein Baby“, den Gleichstrom.

Edison wertete Wechselstrom als viel zu gefährlich ab.

Mit einer großen PR-Kampagne gegen Wechselstrom versuchte er die rivalisierende Technik aus den Köpfen zu verbannen. Er demonstrierte die Gefährlichkeit indem er Katzen und Hunde mit Wechsel-Stromschlägen tötete. Schließlich finanzierte Edison sogar die Entwicklung eines mit Wechselstrom betriebenen elektrischen Stuhls als Hinrichtungsmaschine.

Der von seinem Mitarbeiter Brown entwickelte elektrische Stuhl wurde dann tatsächlich  im Jahr 1890 erstmals zur Vollstreckung der Todesstrafe eingesetzt.

Warum war Edison so weit gegangen? War es Neid oder Missgunst?

Edison unterlag dem menschlichen „not-invented-here“ Syndrom.

„Not-invented-here-Syndrom“ bedeutet, dass wir bei der Bewertung von Ideen emotional belastet sind. Wir bewerten dabei eigene Ideen besser, als die anderer Personen. Deren Ideen nehmen wir als konkurrierend war.

Am Ende ging es Edison nicht um eine objektive Bewertung, sondern um die (subjektive) Verteidigung der eigenen Idee.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie die Idee eines Kollegen oder einer Kollegin hören?

Ressourcen:

Ariely. D. (2010): Fühlen nützt nichts, hilft aber. Warum wir uns immer wieder unvernünftig verhalten, Droehmer Verlag, München.

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