Der Stellvertreter

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Was macht so ein Stellvertreter eigentlich?

Also die 46 Wochen im Jahr,
wo er Kollege ist?

Noch interessanter:
Was macht der Stellvertreter, wenn er sechs Wochen im Jahr Chef ist?

Angenommen, der stellvertretende Teamleiter sieht, wie sein Mitarbeiter (sonst sein Kollege) die Rauchpause nicht ausstempelt.

Kann der Stellvertreter die disziplinarische Maßnahme (Abmahnung, da Arbeitszeitvergehen) durchführen?

Wird er sie durchführen?

Er wird sie nicht durchführen, da er Morgen wieder Kollege ist.

 

Der alte Chef geht in den wohlverdienten Ruhestand. Wer wird Nachfolger?

Wird es der Stellvertreter?

Falls „ja“: Dann haben Sie soeben einen ehemaligen Kollegen zum Vorgesetzten gemacht. Schwierig für beide Seiten.

Sie haben eventuell nicht die beste Führungskraft genommen, sondern jemanden der vor vielen Jahren aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen Stellvertreter geworden ist.

Falls „nein“: Dann haben Sie den Stellvertreter soeben dauerhaft demotiviert.

Vermeiden Sie beides:

Lassen Sie Stellvertretungen nie über Hierarchieebenen zu.

Die Führungskräfte einer Ebene vertreten sich gegenseitig und haben das auch selbst zu organisieren.

  1. So werden die Teams selbständiger
  2. Stellvertreter nicht demotiviert
  3. Disziplinarische Maßnahmen auch bei Abwesenheit des direkten Vorgesetzten durchgeführt

 

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