Die 10-Stunden-Regel

§3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG):

„Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.“

Besonders bei Angestellten gehört der Konflikt mit der 10-Stunden-Regel zum Arbeitsalltag. Solange nichts passiert, liegt die heimliche Erwartung vieler Vorgesetzter in der regelmäßigen Verletzung von §3 ArbZG.

Getreu dem kölschen Motto „Et wird schon jut jehen.“ Doch die Wahrheit drückte mein Juraprofessor aus: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.“

Wird Schaden verursacht, stellt sich die Frage, wer dafür aufkommt.

Dabei unterschätzen Mitarbeiter ihr persönliches Haftungsrisiko:
Bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer in der Regel voll, d.h. er haftet auf Ersatz des gesamten Schadens.

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Und grobe Fahrlässigkeit ist schnell erreicht:

  • Zu schnelles Fahren (93 km/h, statt erlaubte 60 km/h)
  • Alkohol am Steuer
  • Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage
  • Überfahren einer roten Ampel

Sind Sie in der Rolle des Mitarbeiters, so halten Sie sich an die gesetzlichen Regeln und Vorschriften. Verstöße gegen gesetzliche Regeln tun Sie nicht für Ihr Unternehmen. Erwarten Sie im Schadensfall keine Dankbarkeit.

Sind Sie in der Rolle des Vorgesetzten, so schauen Sie nicht weg, wenn regelmäßig gegen die 10-Stunden-Regel verstoßen wird.

Helfen Sie Ihren Mitarbeitern die richtige Entscheidung zu treffen: Reden Sie offen über Ihre (fairen) Erwartungen, speziell im Umgang mit so heißen Themen, wie der 10-Stunden-Regel.

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