Übertragung des Urlaubs von Langzeitkranken auf 15 Monate befristet

© Panthermedia.net

Urlaub, der wegen langjähriger Erkrankung nicht genommen werden kann, verfällt 15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres – so das Bundesarbeitsgericht (BAG) am 07.08.2012. Damit hat das BAG den Ball des Europäischen Gerichtshofs aufgegriffen, welcher meinte, dass eine Verfallsfrist von 15 Monaten im nationalen Recht mit dem Unionsrecht vereinbar ist.

Das bedeutet: am 31.03.2012 ist der Urlaub aus den Jahren 2010 und früher – der krankheitsbedingt nicht genommen werden konnte verfallen.

Der Fall: Die Klägerin forderte vom Arbeitgeber die Abgeltung von 149 Urlaubstagen für den Zeitraum 2005 bis 2009 mit 18.841 €. Die Vorinstanzen hatten die Beklagte auf eine Zahlung von 13.405 € verpflichtet. Das BAG hat diese Entscheidung gekippt und mit Verweis auf die 15-Monate-Regel die Beklagte auf eine Abgeltung in Höhe von 3.919 € verpflichtet, da ein Teil der Urlaubsansprüche bereits verfallen war.

Ressourcen:

BAG 9 AZR 353/10 vom 07.08.2012 (Link zur Pressemitteilung)

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle zugeordnet zu , . Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.