Meine Mitarbeiter motiviert nur Geld

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Meine Mitarbeiter motiviert nur Geld!“ – antwortet  Sandys Chef, als wir ihn fragten, was seine Mitarbeiter wirklich motiviert.

Geld ist doch kein Motivator.“ – oder doch? Was meinen Sie – ist Geld ein Motivator?

Was ist Motivation? Vereinfacht: Die Antwort auf die Frage: „Warum handle ich?“ Was würde unsere Sandy auf die Frage antworten: Warum gehst du jeden Tag zur Arbeit?

Weil ich das Geld brauche!

Da Sandy aus ihrer Arbeit keine Erfüllung zieht, hat sie sich für „Love-it“ entschieden.

Sie ist zur Bewohnerin geworden. Der einzige Grund täglich zur Arbeit zu gehen ist die Entschädigung durch Entgelt.

Heißt das, dass Sandy nur durch Geld motiviert wird? Zur Erfüllung ihres Arbeitsvertrages ja – für ihr Leben nein. Ihr Job liefert das Geld und ihr privates Projekt (der alte Bauernhof) Erfüllung und Anerkennung.

Damit hatte Sandys Chef Recht. Nur was ist die Ursache?

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4 Antworten auf Meine Mitarbeiter motiviert nur Geld

  1. Rainer Viesel sagt:

    …„und ihr privates Projekt (der alte Bauernhof) Erfüllung und Anerkennung.“
    Lösung: Der Job muss zum Projekt werden.
    Ich habe nach Sandy etwas weiter geklickt um die Problematik besser zu verstehen und den Begriff „erlernte Hilflosigkeit“ gefunden. Wir zwingen täglich unsere Mitarbeiter in Standards die wir als effektiv erarbeitet haben und danach am liebsten ein leben lang umsetzten würden. Beispiele sind Ausbildungs-, Rüst-, Produktionsstandards genau so wie Computermasken in denen wir uns für jeden Auftrag durch vorgegebene Masken hacken. Dies ist auch wichtig und richtig, aber nur für heute. Schon morgen muss selbst diese Perfektion weiter angepasst werden usw. usw. Da dies eine stetiger Prozess ist muss er auch stetig geführt werden und zwar täglich und nicht in einmaligen Projekten wenn mal wieder die Konkurrenz davon läuft.
    Projekt Job bedeutet, mein VG ist nicht mit mir zufrieden wenn ich meine „erlernte Hilflosigkeit“ perfektioniert habe und alle Standards 8+X Std. am Tag herunterackere, sondern er ist unzufrieden wenn ich ihn nicht regelmäßig mit einer neuen Idee beglücke. Nicht nach dem Motto: Das nervt mich, überlegen sie sich mal was! Sondern: Ich habe mir was überlegt, das ist der Vorteil für uns, und wenn sie einverstanden sind probiere ich es gleich ab morgen aus.
    Noch einen Tipp: glaubt nicht an die zahlreichen Zuschaueranrufe in dem oft gehörten Radiosender die immer behaupten:“ Ohne S..3 wäre die Arbeit so langweilig, und ohne S..3 könnte ich die Arbeitswoche – Arbeitstag nicht überstehen usw. usw. Ein Sender der glaubt alle 10 Minuten für sich selbst Werbung machen zu müssen bezweckt nur eines. Andere (Beruf) schlechter machen damit man selbst eine Legimitation hat. Dies hat noch nie nachhaltig gewirkt.
    Wenn mir der Teppich zu Hause nicht mehr gefällt, dann raus damit und neuen Schwung auf den Boden, und wenn mir mein Arbeitsablauf nicht gefällt, dann… Projekt Job !!!

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar. Hilflos sehe ich Sandy nicht – im Gegenteil sie hat einen Weg gefunden sich zu arrangieren. Kohle auf Arbeit – Erfüllung & Anerkennung auf ihrem Bauernhof.
      Hätte es für Sandy auch einen anderen Weg gegeben? Sie zeigen eine Alternative auf. Nur Frustrationstoleranz ist unterschiedlich ausgeprägt. Und vor allem wie lautet die Erwartung ihres Chefs?

      PS: Der Begriff erlernte Hilflosigkeit geht auf die Psychologen Seligman und Maier zurück. Siehe Blog vom 11.02.11: http://umsetzungsblog.de/2011/02/11/chefs-erzeugen-ihre-eigenen-versager-teil-1/

  2. Rainer Viesel sagt:

    Dann versuche ich mich nochmal. Egal wie hoch Sandys Frustationstoleranz (auch ein schönes Wort) ist, sie kann sie auf Dauer nicht durchhalten. Sie braucht das Projekt Job. Also change it. Sie benötigt ein Ziel, Entscheidungsspielräume, Ressourcen und damit eine deutlich wahrgenommene Mitverantwortung für den Erfolg des Unternehmens um ihren anfänglichen Elan wieder zu bekommen. Und leider wird sie nicht darum herum kommen dies bei ihrem Chef einzufordern. Bei dem sieht die Sache schwieriger aus. Seine bisheriges Verhalten wird in einer teueren Gehaltsspirale mit Auswirkungen auf seine ganze Abteilung enden. Ich würde ihm ein NTT Seminar empfehlen. Damit dürfte ich meinen Kopf aus dieser Schlinge gezogen haben. Aber ernsthaft, genau die oben genannten Erwartungen sollte er kommunizieren sonst leave it, bin aber auf die weitere Geschichte von Sandy gespannt.

  3. Danke für die Tipps zur Wiederbelebung der Leistungsbereitschaft. „Sie benötigt ein Ziel, Entscheidungsspielräume, Ressourcen und damit eine deutlich wahrgenommene Mitverantwortung für den Erfolg des Unternehmens um ihren anfänglichen Elan wieder zu bekommen.“ Damit weiß Sandys Chef jetzt wie es geht.

    Und Sandy? Ist sie mit ihrer Arbeit zufrieden? Ideen dazu am Mittwoch im Blog ;-).

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