Urlaubserfahrungen

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Am Strand sind alle gleich. Badehose, nackter Oberkörper, manche mit muskulöser Brust, manche mit mehr Bauchmuskeln.

Chef, Arbeiter, Angestellter, ich weiß es nicht. Daher ist es interessant, wie sich Menschen über ihren Beruf auslassen, besonders beim Abendessen nach dem einen oder anderen Getränk.

Dieses Jahr traf ich den Maschinenführer eines Weltmarktführers. Das inhabergeführte Unternehmen ist in seiner Branche europaweit bekannt.

Der Maschinenführer, ca. 30 Jahre alt, sprach loyal und begeistert über den Inhaber und „sein“ Unternehmen.

Dabei zeige er auch für unpopuläre Maßnahmen großes Verständnis, wie z. B. dem Einsatz von Leiharbeitern oder dem konsequente Umgang mit Schlechtleistern.

Auch der zuständige Meister, ein älterer erfahrener Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, wurde gelobt.

Der Spaß endete beim Vorarbeiter, der von allen Mitarbeitern gehasst wurde und wohl auch reichlich Anlass dazu gab. Die negativen Beispiele über das merkwürdige Verhalten des Vorarbeiters wollten nicht enden.

Ich wunderte mich, warum der Meister den Vorarbeiter nicht in den Griff bekommt und fragte, wie viele Vorarbeiter dieser Meister hatte.

„Einen.“

Da wunderte mich nichts mehr.

Wer solche Organisationsstrukturen zulässt, darf sich über Kompetenzgerangel nicht wundern. Dabei ist der Vorarbeiter sogar ein armer Kerl, denn was soll er anderes tun, als ständig zu versuchen eine Daseinsberechtigung für sich und seine Stelle zu suchen.

Wir Führungskräfte sollten uns zwei Dinge auf die Fahne schreiben:

  1. Gestalten Sie sinnvolle Organisationsstrukturen.
  2. Mitarbeiter sind sehr loyal gegenüber ihrem Unternehmen. Wenn sie es verlassen, dann verlassen sie meistens den Vorgesetzten. Lassen Sie schlechte Führung nicht zu!
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