08: Wer oder was treibt Sandy zur Arbeit? Oder ist Desillusion ein Motivator?

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Pfingsten hatte Sandy keinen Bock mehr auf ihren Job. Desillusioniert hatte sie ihren Kumpel um Rat gebeten. Im August war Sandy wieder relaxt. Sie hatte für sich den nötigen emotionalen Abstand gefunden zum Job gefunden. Jetzt konnten sie ihren Job wieder besser ertragen. Sie flog im Love-it-Modus durch den Arbeitstag. Anerkennung und Hinterlassenschaft? Im Job Fehlanzeige, aber dafür hat sie ihren alten Bauernhof.

Sandys Chef war auch desillusioniert. Von wegen Handlungsspielraum und Hinterlassenschaft. Seine Mitarbeiter – und vor allem Sandy – motivieren nur Geld zur Arbeit.  Sandys Chef lag mit seiner Analyse gar nicht schlecht. Was er jedoch nicht ahnte – er war auch Ursache. Für seine Mitarbeiter wurde Entgelt zu Schmerzensgeld.

Wir mussten uns trotzdem um Sandy keine Sorgen machen. Sie war mit ihrer Situation zufrieden. Psychologen nennen den Zustand: desillusionierte Zufriedenheit.

Sandys Chef wollte die Situation ändern. Er wollte Handlungsspielraum und Verantwortung übertragen um den Job motivierender zu gestalten. Nur damit biss er bei Sandy auf Granit. Sandy hatte keinen Grund ihre Arbeitsweise zu ändern – sie war inzwischen zufrieden. Ihr Chef war jetzt endgültig desillusioniert. Dabei bräuchte er nur Zeit. Es hat ja auch Zeit gedauert, um Leistungsbereitschaft abzutrainieren…

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