Wie gefährlich ist Rauchen am Arbeitsplatz wirklich?

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Schnell eine Zigarette und dann zurück an den Arbeitsplatz.

Wie der Teufel es will, rutscht der Raucher im frisch gewischten Treppenflur aus.

Der gebrochene Arm schmerzt, aber zum Glück kommt die Berufsgenossenschaft (BG) für die Folgen des Unfalls auf.

Falsch gedacht!

Wer die Arbeit zum Rauchen unterbricht, ist nicht unfallversichert.

Das Berliner Sozialgericht wies die Klage einer Krankenpflegerin ab, die sich auf dem Rückweg von einer Rauchpause den Arm brach.

Begründung: Die Wege von und zur Rauchpause hängen nicht kausal mit der Tätigkeit der Pflegerin zusammen. Es ist alleine Entscheidung der Pflegerin gewesen, zu rauchen.

Sie denken gerade an Ihren gefährlichen Weg in die Kantine? Keine Sorge, der Gesetzgeber hat Verständnis dafür, dass Sie sich während der Arbeit ernähren.

Wege von und zur Kantine hängen kausal mit der Tätigkeit zusammen, Wege zur Rauchpause nicht.

Guten Appetit 🙂

Ressourcen: Sozialgericht Berlin Aktenzeichen: S 68 U 577/12

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Eine Antwort auf Wie gefährlich ist Rauchen am Arbeitsplatz wirklich?

  1. Mark sagt:

    Interessante Bemerkung! Eine gute Ergänzung zu der Arbeitgebercheckliste rund um das Thema Rauchen: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/strategie-personal/rauchen-am-arbeitsplatz-was-ist-erlaubt/

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