Wollen Sie wissen, wie Mobbing richtig geht?

  1. Bitten Sie Ihr Mobbingopfer, nennen wir es Lothar, um einen Gefallen. Sobald Lothar mit der Durchführung angefangen hat, bitten Sie ihn um einen weiteren Gefallen. Da Lothar nicht beide Dinge gleichzeitig erledigen kann, haben Sie ihn in der Zwickmühle.Will Lothar zunächst den ersten Wunsch beenden, beklagen Sie seine mangelnde Flexibilität. Fängt Lothar mit der zweiten Aufgabe an, beklagen Sie sich, dass die erste Bitte nicht erfüllt wird. Lothar wird auf Grund Ihrer Vorgehensweise ärgerlich.
    Nun zeigen Sie sich gekränkt und klagen, dass er in letzter Zeit launisch und unausgeglichen ist.
  2. Sagen Sie zu Lothar etwas Ironisches, aber lassen Sie offen, ob Sie es ironisch meinen, oder ernst.
    Je nach Reaktion beschuldigen Sie Lothar nun, die Ironie nicht erkannt zu haben, oder bei ironischer Auffassung Lothars Blick für den Ernst der Lage zu vermissen.
  3. Werfen Sie Lothar vor, er würde die Manipulationstechniken aus 1. & 2. Ihnen gegenüber verwenden, nachdem Sie diese einige Male gegen ihn eingesetzt haben.
    In dem unwahrscheinlichen Fall, dass Lothar Ihnen Recht gibt, haben Sie den Beweis von Mobbing gegen Ihre Person.

    © panthermedia.net Marco Bertram

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    Marco Bertram

    In dem wahrscheinlichen Fall, dass Lothar die Vorwürfe von sich weist, treiben Sie in mit folgender Aussage zur Weißglut:

    „Siehst Du, Du tust es schon wieder. Wenn ich deine Manipulationen schweigend hinnehme, machst Du so weiter. Spreche ich deine Manipulationen an, manipulierst Du mich in dem Du behauptest, mich nicht zu manipulieren!“

Natürlich wollen Sie niemanden mobben. Oder?! Warum haben Sie dann bis hierher gelesen? Ja, klar. Weil Sie die Verhaltensweisen Ihres Chefs wieder erkannt haben?

  1. Sie geben anderen Personen nie mehrere verschiedene Aufgaben?
  2. Sie drücken sich immer klar aus und nehmen kommunikative Missverständnisse auf Ihre Kappe?
  3. Sie bemängeln bei anderen Personen nie Verhaltensweisen, die Sie vielleicht selbst zeigen?

Ressourcen

Paul Watzlawik (2007). Anleitung zum Unglücklichsein. Piper Verlag, München.

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