Verschlafen oder krank sein. Was ist einfacher?

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7:00 Uhr – die Kirchenglocken wecken mich. Dumm nur, dass ich Frühschicht habe.

Die Kollegen schaffen jetzt schon eine Stunde für mich mit.

Aber vermisst hat mich anscheinend auch niemand, sonst hätte die Firma doch angerufen?

Was tun?

Mein Kopf brummt ein wenig – bin ich etwa krank?

Als ich das letzte Mal verschlafen habe, hat mich der Chef vor der ganzen Gruppe runter gemacht. Das scheint mehr als ein einfacher Kopfschmerz zu sein.

Ich glaube ich habe etwas Temperatur. Dann rufe ich mal in der Firma an und melde mich krank.

Was läuft hier schief?

Wenn Unternehmen den Verstoß gegen die Informationspflicht aus dem Lohnfortzahlungsgesetz nicht ahnden, dürfen sie sich über Vorgänge, wie oben nicht wundern.

Wer die verspätete Information bei Arbeitsunfähigkeit („vor Arbeitsbeginn dem Arbeitgeber zugänglich machen“) konsequent ahndet, wird einen unangenehmen Nebeneffekt ernten.

Die Verspätungen werden mehr 🙂

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4 Antworten auf Verschlafen oder krank sein. Was ist einfacher?

  1. Daniel Link sagt:

    Hallo ihr zwei,

    an der Stelle möchte ich mich noch mal für das Super „NTT“ Seminar in Frankfurt bedanken.
    Ich kann Sagen es hat mir doch wesentliche Impulse gegeben die in der Täglichen- Umsetzung helfen.
    Euer Blog unterstützt ebenso. Danke dafür!
    Den aktuellen Eintrag finde ich jedoch etwas unklar geschrieben.
    Bei mir kommt es widersprüchlich an, was es mit Sicherheit nicht ist, aber so wie ich es verstehe eben schon.
    Ich würde insofern nochmal um Aufklärung für mich bitten wie ihr es verstanden haben wollt.

    Beste Grüße aus der Wetterau,
    Daniel Link

  2. In §5 Abs. 1 Lohnfortzahlungsgesetz heißt es: „Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer
    unverzüglich mitzuteilen.“
    Tut er diese nicht, kann er durch das Unternehmen abgemahnt werden. Im Beitrag hat der Mitarbeiter verschlafen. Wird die Nichterfüllung der Informationspflicht durch das Unternehmen nicht verfolgt, könnte der Mitarbeiter sich lieber „krank“ melden, als verspätet zur Arbeit zu erscheinen. Bei „krank“ melden erntet er eventuell noch Mitleid, wenn er zu spät zur Arbeit kommt, gibt es einen „Anschiß.“
    Dieses Phänomen verhindern Vorgesetzte, in dem sie konsequent die Nichterfüllung der Informationspflicht (die oben in der Geschichte vorliegt) ahnden.

  3. Rainer Viesel sagt:

    it works!

    • Ein größeres Lob können Sie einem Umsetzungshelfer nicht aussprechen 🙂 Leider verzichten immer noch viele Unternehmen auf die gesetzliche Mindestverpflichtung zur rechtzeitigen Krankmeldung und demotivieren damit die Mitarbeiter, die sich stets sehr engagiert und korrekt verhalten. Zu meiner Beruhigung gibt es aber auch Vorgesetzte wie Sie!

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