Produzieren Sie strategisch?

© panthermedia.net Dimitris Skordopoulos

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Dimitris Skordopoulos

Sie produzieren strategisch, wenn Sie die Wettbewerbsstrategie des Unternehmens unterstützen.

Welche Wettbewerbsstrategie verfolgt Ihr Unternehmen?

Auf der Basis von Kostenvorteilen? Sie bieten dann – ein zum Wettbewerb vergleichbares Produkt – zu einem niedrigeren Preis an. Niedrigere Kosten in Einkauf, Produktion aber auch niedrigere Marketing- und Entwicklungsbudgets sind Voraussetzung für niedrigere Verkaufspreise.

 Auf der Basis von Differenzierung? Ihr Angebot unterscheidet sich dann vom Wettbewerb derart, dass der Kunde bereit ist, einen höheren Preis zu bezahlen. Differenzierung ist zum Beispiel möglich durch die Verwendung einer besonders geschätzten Marke, Produktinnovation, aber auch durch Dienstleistung wie kundenspezifische Logistik oder weltweiter Kundenservice.

Untersuchungen zeigen, dass sich besonders profitable Unternehmen klar für eine der beiden Strategien entschieden haben. Die klare Entscheidung für eine dieser beiden Strategien ist den Misch-Strategien aus Kostenfokus und Differenzierung (sogen. hybride Strategien) überlegen. Ein trauriges Beispiel für hybride Strategien ist seit Jahren Air Berlin.

Wie Sie Ihre Produktionsstrategie anpassen können, lesen Sie in der Umsetzungshilfe Nr. 9: Ausrichtung der Produktionsstrategie.

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2 Antworten auf Produzieren Sie strategisch?

  1. Urs Eberle sagt:

    Wie wahr, wie wahr!
    Besonders gut gefällt mir das dazu passende Bild. Sehr viele Unternehmen agieren ähnlich dem Männchen. Ohne „echt“ zu untersuchen warum es im Unternehmen nicht richtig läuft, wird in blindem Aktionismus ein neues Geschäftsfeld (meist mit phantastischen Prognosen) für teures Geld erschlossen. „Echtes Untersuchen“ bedeutet, dass man bereit ist das Ergebnis zu erkennen, zu akzeptieren und daraus Schlussfolgerungen und Maßnahmen abzuleiten (nicht Schuldige suchen). Um in Ihrem Bild zu bleiben: In der Ausgangssituation blockieren die Zahnräder sich gegenseitig (einen Situation, die jeder aus dem Unternehmenskontext kennt). Statt aber zu erkennen, dass „nur“ die beiden Zahnräder auf der mittleren Ebene nach außen versetzt werden müssen um das System in perfekter Harmonie laufen zu lassen, wird versucht ein weiteres Zahnrad einzusetzen, das den Fehler im System aber nicht beheben kann sondern nur „weiteren Sand ins Getriebe bringt“.
    Während ich dies schreibe fällt mir noch eine weitere Analogie zu Ihrem Bild ein. Die beiden Zahnräder in der mittleren Ebene könnte man auch als Kollegen in einer Matrix-Organisation interpretieren (Diener zweier Herren). Wie so oft ist bei nicht klar definierten Matrixorganisationen kein Synergieeffekt sondern eher ein Blockieren festzustellen.
    Vielen Dank für die Wochenendinspiration,
    Urs Eberle

  2. Vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich wünsche Ihnen eine sonniges und entspanntes Wochenende. LG, Enrico Briegert

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