Wie werde ich ein echtes Hindernis?

© panthermedia.net Peter Teuchert

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Peter Teuchert

Mein Sohn ist 17. Die Zeit des Erziehens ist vorbei. In letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass mich mein Sohn mehr erzieht als ich Ihn.

Wie ich darauf komme?

Ich fahre seit Neustem unter Einhaltung, aller, aber auch wirklich aller Verkehrsregeln.

„Warum das denn?“, fragen Sie sich?

Weil mein Sohn gerade den Führerschein macht, aber nicht irgendeinen, sondern den BF17.

BF17 = Begleitetes Fahren mit 17 Jahren.

Da ich der Beifahrer sein soll, habe ich ein entsprechendes Formular ausgefüllt. Im Kleingedruckten las ich die Voraussetzungen für die Beifahrer beim BF17:

Maximal 3 Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg.

Wenn ich also aktuell zu schnell durch zwei Radarfallen fahren würde und vier Punkte sammle, bestrafe ich nicht mich (ich könnte ja fröhlich weiterfahren), sondern meinen Sohn, der dann seinen Beifahrer verliert.

Daher halte ich mich aktuell an alle Verkehrsregeln.

Nur, wozu führt das? Zu Lebensgefahr!

Dank meiner konsequenten Fahrweise werde ich inzwischen in Autobahnbaustellen von LKWs angehupt, bedrängt und sogar überholt.

So fahre ich nur noch Landstraße. Doch dort traf es mich jetzt noch härter:

Vor zwei Tagen fahre ich die vorgegebenen 50 km/h auf der Bundesstraße stadtauswärts. Früher war hier 100 km/h erlaubt, jetzt schleichen die Blechlawinen im Schneckentempo.

Hinter mir erkannte ich in einem VW Golf einen ganz jungen Fahrer und einen älteren Beifahrer, weil ich Dank meines selbst auferlegten Tempo-Gelübdes inzwischen mehr in den Rückspiegel schaue, als nach vorne.

Irgenwann wurde es dem Golf-Fahrer zu bunt. Zügig überholte mich der junge Mann.

Eine Fahrschule!

Die Fahrschule meines Sohns!

Moment!? Kam mir der Fahrer nicht irgendwie bekannt vor!?

Egal wie hart es Sie trifft. Bleiben Sie konsequent! Nur wer sich vorbildlich verhält, überzeugt!

 

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