Wir tötet man Verbesserungsvorschläge?

© panthermedia.net Andreas Wolf

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Andreas Wolf

Sollten Sie hin und wieder von Verbesserungsvorschlägen Ihrer Mitarbeiter genervt sein, dann wenden Sie wahlweise die folgenden drei Floskeln an:

1. Die Berufsgenossenschaft erlaubt es nicht.
2. Verbietet die Norm.
3. SAP kann es nicht anders.

Mit diesen drei Floskeln lassen sich die meisten fruchtbaren Diskussionen im Keim ersticken. Notfalls schieben Sie noch hinterher: Ist nicht revisionssicher.

Welche Floskeln sind Ihrer Meinung nach gute Ideenkiller?

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2 Antworten auf Wir tötet man Verbesserungsvorschläge?

  1. Urs Eberle sagt:

    Wie tötet man Verbesserungsvorschläge? Ich rede hier vom „Ideen-Darwinismus“. Ganz wichtig ist nach dem Loben für die Idee das Heben der Idee auf eine höhere Stufe (z.B. „Das könnte auch für den Vertrieb wichtig sein!“). Danach sollte man unbedingt alle möglichen Beteiligten (Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Montage, Einkauf, Logistik, Entwicklung,…) zu einem Konsolidierungsgespräch zusammenbringen. Scheitert es nicht bereits am Nichtzustandekommen dieses Treffens der Abteilungsleiter und Geschäftsführer, sollte zwingend die Unterstützung einer Engpassabteilung (beliebt sind IT oder betrieblicher Muster- und Vorrichtungsbau) angestrebt werden. Ist die Idee so gut, dass sie sogar diese Hürde meistert, muss zwingend ein Projekt angelegt werden um die aus allen betroffenen Bereichen benötigten Kapazitäten besser steuern zu können und ganz exakt auf das Ziel zuarbeiten zu können. Überlebt die Idee auch dieses Evolutionsstadium hat sie es fast geschafft. Jetzt gilt es „nur“ noch den Vorstand zu überzeugen, der Verbesserungsmanagement erst 2001 zur „Chefsache“ erklärt hatte.
    Jetzt hat es die Idee geschafft – Gut, sie hat nicht mehr viel mit der ursprünglichen Idee des Mitarbeiters zu tun (ist ja mittlerweile sogar die Idee des Abteilungsleiters) und die Rahmenbedingungen haben sich vielleicht ebenfalls geändert. Deshalb ist es wichtig als Abschluss einen Lessons-Learned-Workshop zu veranstalten und die Fotodokumentation in den Tiefen des File-Servers zu vergraben.

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