Interne Stellenausschreibungen sind geil

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Die Stelle eines Gruppenleiters ist ausgeschrieben. Von den zehn Mitarbeitern der Gruppe bewerben sich zehn.

Es ist egal, für wen sich das Unternehmen entscheidet, der Auserwählte hat bereits verloren. Denn die verbleibenden neun denken, dass sie es besser können, als der neue Chef. Sonst hätten sie sich nicht beworben.

Und sie werden es dem neuen Chef beweisen, dass er die falsche Wahl war.

Es dauert nicht lange, dann wirft der neue Chef hin. Er kündigt oder bewirbt sich auf die nächste Stellenausschreibung in einer anderen Abteilung.

Die Stelle wird wieder ausgeschrieben.

Es bewerben sich neun von neun Mitarbeitern.

Machen Sie es besser: für die Auswahl neuer Führungskräfte eignen sich interne Stellenausschreibungen nicht.

Einigen Sie sich mit dem Betriebsrat, dass sie Stellen nur dann intern ausschreiben, wenn sich einen Vorteil für die Mitarbeiter und das Unternehmen ergeben.

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Eine Antwort auf Interne Stellenausschreibungen sind geil

  1. anonym sagt:

    Dem kann ich nur beipflichten.

    Aber Firmen wollen eher Geld sparen, die Anzeigenschaltung ist aus Ihrer kurzfristigen Sicht billiger, wie wenn man einen Menschen aus den eigenen Reihen rekrutiert. Die Vorteile liegen ja auch auf der Hand, dieser Mensch kennt alle Abläufe im Betrieb und kann somit ohne große Investition Dinge vorantreiben.
    Dass dieser Mensch es aber keinem recht machen kann, da wie von Ihnen Beschrieben der Neidfaktor und die Beweisabtretung der Kollegen, dass Sie die bessere Wahl gewesen wären in Gang setzen. Das ist den Vorgesetzten wohl nicht bewusst. Scheitert der neue Vorgesetzte dann, wird das nicht als eigener Führungsfehler gesehen, sondern dem „Gescheiterten“. Dabei sind es ganz andere Gründe gewesen, die das Scheitern hervorriefen.
    Aber es geht noch besser, Sie müssen den alten Vorgesetzten den Posten entziehen, monetär zurückstufen und alle Dinge abnehmen. Dies setzen Sie aber nicht konsequent um, sondern lassen das den neuen Vorgesetzten machen. Dann setzen Sie ihn auf einen Posten in der Abteilung, in der er Vorgesetzter war und überlassen dem neuen Chef die Aufgabe diesen hochmotivierten Menschen wieder gute Leistungen zu bringen. Eine Aufgabe die nicht erfolgreich enden kann.

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