Trennen Sie Sache und Person

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Sie wollen einem Menschen Feedback geben. Da ist die Sache um die es geht und die Person. Schlaue Menschen sagen: trenne doch die Sache und die Person. Aber wie?

Machen Sie es bildlich. Machen Sie es anfassbar.

Der Fall: Ihre Tochter hat mal wieder ihr dreckiges Geschirr auf die Spüle gestellt. Sie wollen ihrer Tochter Feedback geben, damit sie in Zukunft das Geschirr kurz abwäscht und in die Spülmaschine räumt.

Ein gutes Feedback beinhaltet die Situation, das Verhalten der Person und die Auswirkung auf Sie (S-V-A Methode). Sie sagen:

„Liebe Caroline, gestern Abend hast Du dein Geschirr aus deinem Zimmer auf die Küchen-Spüle gestellt. Für mich bedeutet es mehr Arbeit die eingetrockneten Essensreste zu entfernen und dein Geschirr in die Spülmaschine zu räumen.

Antwort von Caroline: „Du bist scheiße, Mama.“

Caroline trennt Sache und Person nicht.

Sie sagen: „Du auch.“

Es hat genau einer Antwort der Tochter bedurft, das Sie die Contenance verlieren.

Besser: stellen Sie das Geschirr zwischen sich und Ihrer Tochter auf und sagen Sie: „Nicht ich bin das Problem, hier steht das Problem.“ So haben Sie das Gespräch zurück von Ihrer Person auf die Sache gelenkt.

Caroline: „Ja und?“

Sie: „Wie können wir das Problem zwischen uns beseitigen?“

Indem Sie das Problem anfassbar und sichtbar machen, haben Sie immer die Möglichkeit das Gespräch zurück auf die Sache zu führen.

Und wie kann eine Führungskraft diese Methode in den Führungsalltag einbauen?

Genauso, indem sie das Problem anfassbar oder sichtbar macht.

Nehmen wir das unangenehme Gespräch über beeinflussbare Fehlzeiten mit einem Mitarbeiter und Ihnen in der Rolle des Vorgesetzten. Starten Sie (gemäß UH38) mit der Beschreibung der Fehlzeiten:

„Du bist hier, weil Du in den letzten zwölf Monaten sechsmal zwei Tage gefehlt hast.“

Mitarbeiter platzt: „Willst Du sagen, dass ich blau gemacht habe?“

Sie: „Nein. Ich habe gesagt, dass Du in den letzten zwölf Monaten sechsmal zwei Tage gefehlt hast“ und legen den Arbeitskalender der Mitarbeiters aus dem letzten Jahr zwischen sich und den Mitarbeitern. Darauf haben Sie die Tage der Arbeitsunfähigkeiten mit Textmarker markiert.

Jetzt können Sie jederzeit das Gespräch von sich als Person auf das Problem zwischen Ihnen und dem Mitarbeiter lenken.

Probieren Sie es aus.

Viel Erfolg bei der Umsetzung wünschen

Thomas Hochgeschurtz und Enrico Briegert

Die besten Führungstipps gibt es im Frühling wieder bei uns in Stuttgart:

Für junge Führungskräfte empfehlen wir unser Seminar „Führen, der schnelle Einstieg.

09.07.18 – 10.07.18 in Stuttgart

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Wir freuen uns auf Sie

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