Wer ist hier der „schlechte“ Mitarbeiter?

„Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Ich habe alles getan, was Sie uns heute erzählt haben und es hat sich nichts verändert. In der Praxis funktioniert das alles nicht.“

Diese Meinung hörte ich während eines Seminars von einer Führungskraft. Es ging um seinen jungen Mitarbeiter, der mehr für seine fußballerischen Fähigkeiten beim lokalen Verein bekannt war, als für seine Arbeitsleistung im Unternehmen. Auffällig waren lediglich seine krankheitsbedingten Fehlzeiten nach Wochenenden.

„Okay, dann gehen wir zwei jetzt in die Personalabteilung und schauen in die Personalakte des Mitarbeiters. Was finden wir da?“

„Nichts.“

Keine Gesprächsnotiz, keine Abmahnung, stattdessen regelmäßige Gehaltserhöhungen und Beurteilungen die von einem Mitarbeiter zeugten, der die Erwartungen des Unternehmens stets erfüllte.

 „Wer ist hier der schlechte Mitarbeiter? Der Fußballer, oder derjenige, der dem Fußballler nie deutlich gemacht hat, dass dieser ein Defizit hat?“ fragte ich.

Machen Sie es besser. Seien Sie ehrlich zu Ihren Mitarbeitern. Wie soll sich jemand verbessern, wenn er nicht weiß, dass seine Leistung für verbesserungswürdig gehalten wird. „Nicht Feedback geben ist Diebstahl“.

In der Praxis scheuen viele Vorgesetzte nicht die Theorie, sondern den Konflikt mit den eigenen Mitarbeitern.

Wie Sie erfolgreich Verhalten mittels Feedback beeinflussen, lernen Sie übrigens am Besten in unserem Führungsseminar: „Führen, der schnelle Einstieg“ am 14. und 15.11.2018 in Stuttgart

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