Und was ist Ihr Seminar Feedback?

© vianch - Fotolia.comDas Umfeld war traumhaft schön: kristallklare Luft, die Sonne spiegelte sich im unruhigen Wasser des Fjords, während der alte Bollerofen das über 100 Jahre alte rote Holzhaus mollig warm hielt.

Die Aufgabe war herausfordernd: Ein komplettes Nicht-Technisches-Training in englischer Sprache. Das NTT lebt ja von der Kommunikation und Interaktion zwischen Referenten und Teilnehmern.

Schnell war das Eis gebrochen, die Stimmung gut und die Teilnahme rege. Speziell der Personalleiter und die Geschäftsführerin nutzten die Gelegenheit, ihre Erwartungen deutlich zu machen.

Am Ende des Tages bat ich die Teilnehmer um ein persönliches Feedback. Ich fragte zuerst die ruhigeren Kollegen, damit die Geschäftsführerin die restlichen Meinungen nicht zu stark beeinflusst.

“I didn’t understand anything”, antwortete der Erste. “You were asking and talking too fast”, kam es vom Zweiten.

Feedbackregel Nr.1: Keine Rechtfertigung!

Ich könnte an dieser Stelle ausführen, was der Trainer hätte besser machen können (und glauben Sie mir, der Trainer hat sich Gedanken gemacht;-).

Was hätten aus Ihrer Sicht die zwei Teilnehmer besser machen können?

Ist es nicht verrückt, acht Stunden in einem Training zu sitzen, nichts zu verstehen und nicht einmal zu erwähnen, dass der Trainer zu schnell spricht?

Ich würde nicht darüber berichten, wenn ich nicht vor kurzem ein Déjà-vu gehabt hätte.

Acht Stunden Training bei einem deutschen Dienstleistungsunternehmen: In der Feedbackrunde nur Lob, kein Verbesserungspotenzial und alle Seminarbewertungen bei der besten oder zweitbesten Bewertung.

Einen Tag später bekomme ich vom Personalleiter des Kunden die Beschwerdemail eines Teilnehmers weitergeleitet, der Inhalt und Ausführung detailliert bemängelt.

Feedbackregel Nr.1: Keine Rechtfertigung!

Machen Sie es besser:

Love it, change it or leave it!

Wenn Sie in einem schlechten Meeting oder schlechten Seminar sitzen:

  1. Lernen Sie es lieben
  2. Ändern Sie etwas, sofort! Sagen Sie, warum Ihre Erwartungen nicht erfüllt werden
  3. Gehen Sie. Ihre Zeit ist zu wertvoll
  4. Kommen Sie zu einem unserer Seminare
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Nur wenn jeder Mitarbeiter die Erwartungen seines Vorgesetzten kennt, kann er gute Leistungen bringen. Nutzen Sie unser offenes Seminar vom 15.3.-16.3.12 um das NTT kennenzulernen.

Weitere Info und Anmeldung unter: www.briegert-hochgeschurtz.com. Wir freuen uns auf Sie!

Publiziert am von Enrico Briegert | Hinterlasse einen Kommentar

Unterliegen Ihre Umsetzungsblogger dem Not-Invented-Here-Syndrom?

© Panthermedia.net

Erinnern Sie sich an den Blog vom Montag? Das Not-Invented-Here-Phänomen führt dazu, dass man  unbewusst eigene Ideen bevorzugt.

Wie können wir nun überprüfen, ob wir Umsetzungsblogger auch dem Not-Invented-Here-Syndrom unterliegen?

Wir haben uns selbst überprüft:

Im Rahmen des Jahresrückblicks haben Hochgeschurtz und Briegert in den letzten beiden Jahren jeweils die aus individueller Sicht besten fünf Beiträge (Monat für Monat abwechselnd) zusammengefasst.

In Monaten mit einem Gästebeitrag haben wir unbewusst jeweils den Gästebeitrag und zwei Beiträge jedes Autors als TOP5 ausgewählt.

In 16 Monaten hatten wir jedoch keinen Gästebeitrag, folglich mussten wir bei der Wahl der TOP5 uns für einen “besseren” Autor entscheiden. Wie haben wir uns entschieden?

Für 12 der 16 Monate haben wir jeweils drei eigene Beiträge in die TOP5 und nur zwei des Co-Bloggers gewählt. Für 75% der zusammengefassten Monate waren also – tatsächlich unbewusst – die eigenen Beiträge im Rückblick die besseren.

Zufall oder Not-Invented-Here-Syndrom?

Was können wir daraus lernen?

  1. Helfen Sie uns: Schreiben Sie mehr Gästebeiträge, dann wird die Auswirkung des Not-Invented-Here-Syndroms nicht mehr so offensichtlich:-)
  2. Wenn Sie Veränderungsprojekte in Ihren Unternehmen initiieren, machen Sie die Betroffenen zu Beteiligte. Wenn man selber an einer Lösung mitarbeiten darf, wird man sie später leidenschaftlicher umsetzen und sogar verteidigen.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu | Hinterlasse einen Kommentar

Recruiting der Zukunft

Der demographische Wandel zwingt die Personalleiter zur Überprüfung ihrer Einstellungsstrategien.

Da Einstellungsstrategien oft keine Kernkompetenz von Unternehmen und Personalleitern sind, werden die früher erfolgreichen Strategien verwendet und lediglich die Frequenz erhöht. Getreu dem Motto:

„Viel hilft viel!“

Doch reicht eine Erhöhung der Präsenz am Anzeigenmarkt?

Schon einmal von Kununu.com gehört?

Das Internet verändert auch den Recruitingmarkt und der Fachkräftemangel tut sein übriges dazu.

Die Mitarbeiter von Morgen können sich die Firma aussuchen. Und sie verfügen über eine nie dagewesene Informationsbasis.

Die Unternehmen können in ihren zahllosen Anzeigen schreiben was sie wollen. Drei schlechte Mitarbeiterkommentare auf Kununu.com und das Unternehmen ist entlarvt.

So wie die Unternehmen die Bewerber googeln, müssen die Unternehmen lernen, dass die Bewerber sie googeln.

Einfach da sein wird nicht mehr reichen. Bewerber, Menschen und Mitarbeiter als Humankapital zu behandeln wird nicht mehr reichen.

Ein tadelloser Ruf, herausfordernde Aufgaben, schnelle Entwicklungschancen, interessante Produkte und ein modernes Arbeitsumfeld sind notwendige Kriterien für ein volles Bewerbereingangspostfach.

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Droht am Ende der elektrische Stuhl?

© Panthermedia.net

Thomas Edison – der Erfinder der Glühlampe – war von der Überlegenheit des Gleichstroms zweifellos überzeugt. Der Gleichstrom war “seine” Technologie.  Doch eines Tages störte ein gewisser Nikola Tesla die Idylle. Tesla entwickelte als Mitarbeiter Edisons die Idee des Wechselstroms. Edison hätte damit die Wechselstromtechnik für sich patentieren lassen können.

Aber Edison dachte gar nicht dran! Er sah im Wechselstrom eine Gefahr für “sein Baby”, den Gleichstrom.

Edison wertete Wechselstrom als viel zu gefährlich ab.

Mit einer großen PR-Kampagne gegen Wechselstrom versuchte er die rivalisierende Technik aus den Köpfen zu verbannen. Er demonstrierte die Gefährlichkeit indem er Katzen und Hunde mit Wechsel-Stromschlägen tötete. Schließlich finanzierte Edison sogar die Entwicklung eines mit Wechselstrom betriebenen elektrischen Stuhls als Hinrichtungsmaschine.

Der von seinem Mitarbeiter Brown entwickelte elektrische Stuhl wurde dann tatsächlich  im Jahr 1890 erstmals zur Vollstreckung der Todesstrafe eingesetzt.

Warum war Edison so weit gegangen? War es Neid oder Missgunst?

Edison unterlag dem menschlichen “not-invented-here” Syndrom.

“Not-invented-here-Syndrom” bedeutet, dass wir bei der Bewertung von Ideen emotional belastet sind. Wir bewerten dabei eigene Ideen besser, als die anderer Personen. Deren Ideen nehmen wir als konkurrierend war.

Am Ende ging es Edison nicht um eine objektive Bewertung, sondern um die (subjektive) Verteidigung der eigenen Idee.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie die Idee eines Kollegen oder einer Kollegin hören?

Ressourcen:

Ariely. D. (2010): Fühlen nützt nichts, hilft aber. Warum wir uns immer wieder unvernünftig verhalten, Droehmer Verlag, München.

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | 1 Comment

Wer keinen Stress hat, ist entweder langweilig oder nicht wichtig genug.

„Heutzutage wird fast jede Tätigkeit mit Stress verbunden.

Stress dient dabei als Erklärung für eine Vielzahl von seelischen und körperlichen Situationen.

Es gibt Stress bei der Arbeit, Stress in der Freizeit, Stress im Studium und der Schule, aber auch Weihnachtsstress, Stress im Urlaub oder Stress mit dem Partner.

Aber woher kommt dieser anscheinend allgegenwärtige Stress?

Zum einen ist Stress eine Modekrankheit. Wer keinen Stress hat, ist entweder langweilig oder nicht wichtig genug.

Stress ist nahezu ein stolzer Begriff geworden, um seinem sozialen Umfeld Anerkennung und Respekt abzuverlangen. [1]“

Hat nur der Respekt verdient, der mit Schweiß und Blut Ergebnisse erringt?

Ist es Neid, der uns Leistung ohne Stress verleidet?

Was tun, wenn ein Mitarbeiter Spaß an der Arbeit hat und dafür auch noch ein hohes Entgelt bekommen? Darf ich Spaß haben und dafür Entgelt erhalten?

Stellen Sie sich vor, Sie kommen abends von der Arbeit und sagen Ihrem Partner, dass die Arbeit heute richtig Spaß gemacht hat. Keine 147 Mails gecheckt, keine Welt gerettet. Was soll Ihr Partner aus dieser Information für Schlüssen ziehen?

Sie können nur langweilig und unwichtig sein!

Machen Sie es besser:

Täuschen Sie keinen Stress vor, machen Sie sich welchen.

Beschaffen Sie sich ein Smartphone mit Mailfunktion. Beantworten Sie jede Mail innerhalb von 15 Minuten. Haben Sie nach 15 Minuten keine Antwort erhalten, rufen Sie den Empfänger an und fragen, ob er Ihre Mail nicht erhalten hat.

Nach drei Wochen haben Sie es geschafft.

Sie sitzen mit Ihrem Partner beim Italiener und Ihr Smartphone klingelt bereits das vierte Mal. Die anderen Gäste drehen sich zu Ihnen um:

Sie sind nicht mehr langweilig und Sie müssen wichtig sein!

[1] Jungblut, P., Kannappel J. (2012): Gesundheit im Unternehmen, Praktische Arbeit im Fach Synchrone Produktion an der Universität Offenburg

[2] Foto: © Cmon – Fotolia.com

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Weg mit den Rauchpausen?

© Panthermedia.net

Herr Wullf konnte in der letzten Woche kurz durchatmen. Die Rauchpause stand an der Spitze der medialen Aufmerksamkeit. Der Tenor: “Rauchpausen kosten den Firmen bares Geld. Bei täglich drei Zigaretten-Pausen entstehen jährliche Mehrkosten von 2.000 pro Mitarbeiter.”

Ja, es gibt viele Gründe mit dem Rauchen zu brechen. Nur was ist an dieser Diskussion irritierend? Sie dreht sich um Arbeitszeit und nicht um Arbeitsleistung.

Egal ob Raucher oder Kaffeetrinker – entscheidend ist das Ergebnis.

Lassen Sie sich nicht ablenken. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern eine faire Leistungserwartung. Und wenn Sie Leistung messen – statt Zeit erfassen, spielt die Rauchpause keine Rolle mehr.

Zur Diskussion passt auch unsere Umsetzungshilfe Nr. 30: “Fünf Gründe gegen Zeiterfassung”?

 

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Demographie besiegt – Deutschland wächst wieder

Erstmals seit acht Jahren ist die Bevölkerung in Deutschland wieder angestiegen. Das Zuzugssaldo betrug 2011 ca. 240.000 Menschen, die höchste Zahl seit zehn Jahren.

Im Vorjahr waren es nur 128.000 Menschen. Die Demographie scheint besiegt, oder?

Viele Unternehmen übersehen, dass wir uns immer noch in der Phase des Kohortenwechsels befinden. Bis 2020 stehen in Deutschland ca. 50.000.000 Erwerbsfähige zur Verfügung. Erst dann verlieren wir 5.000.000 Erwerbsfähige in zehn Jahren.

Zehn Prozent der gesamten Workforce im Land!

Setzen Sie Ihr Demographie-Projekt jetzt auf. Stellen Sie sich folgende Fragen:

Sind Ihre Führungskräfte in der Lage altersgerecht zu führen?

Bilden Sie selber über Bedarf aus?

Haben Sie ein geeignetes Altersteilzeitmodell, was die Arbeit Älterer nicht teurer macht?

Sind Ihre Arbeitsplätze demographiegerecht? Die schlechten Arbeitsplätze von heute sind die teuren Arbeitsplätze von Morgen.

Es ist Zeit zum Handeln – die Uhr tickt.

Ressourcen:

[1] Berliner Morgenpost Online (2012): Deutschland wächst wieder. Abzug 15.1.2012

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu | Hinterlasse einen Kommentar

Ist Ihr Chef ein Mikromanager? – Auswege

© Panthermedia.net

Mikromanagende Chefs nerven und halten von der Arbeit ab. Sie möchten über jedes Detail der Arbeit ihrer Mitarbeiter informiert sein und vor allem auch immer mitreden. Freiraum für eigene Entscheidungen? Lässt ein mikromanagender Chef nicht zu.

Wenn Sie die Situation für sich verbessern möchten, versuchen Sie die Beweggründe Ihres Chefs zu verstehen. Warum mischt sich Ihr Vorgesetzter selbst in die kleinsten Details Ihrer Arbeit ein?

Mögliche Gründe sind:

  1. Ihr Chef hat zu Ihnen kein Vertrauen.
  2. Ihr Chef hat einen Vorgesetzten der von ihm erwartet, dass er stets jedes Detail in seinem Laden kennt.
  3. Ihr Chef ist generell misstrauisch, d.h. ihm fällt Vertrauen schwer.

Mögliche Auswege:

Zu 1: Kennen Sie die Erwartungen Ihres Vorgesetzten? Sie sind sich nicht sicher? Dann finden Sie sie heraus. Im Idealfall können Sie nachfragen. Wenn Sie zukünftig die Erwartungen Ihres Vorgesetzten erfüllen, wird sich mit der Zeit auch Vertrauen entwickeln. Vertrauen ist das Ergebnis positiver Erfahrung und entsteht mit der Zeit.

Zu 2: Helfen Sie Ihrem Vorgesetzten. Finden Sie einen geeigneten Weg, damit er stets auf die nervenden Fragen seines Chefs vorbereitet ist. Zeigen Sie Ihrem Chef, dass er sich auf Sie verlassen kann, d.h. dass er zukünftig alle relevanten Informationen von Ihnen ohne Nachfrage erhalten wird.

Zu 3: Hier sind Auswege schwierig. Die Veranlagung jemandem leicht oder schwer zu vertrauen (sogenanntes Ur-Vertrauen) wird im frühen Kindesalter entwickelt. Dieses Urvertrauen ist überwiegend das Ergebnis der Interaktion mit den eigenen Eltern. Diese generelle Vertrauensneigung gilt als sehr stabile Eigenschaft [1]. Menschen mit geringer Vertrauensneigung fällt es vergleichsweise schwer, anderen Menschen zu vertrauen. Hier haben Sie nur die Optionen sich mit der Situation abzufinden oder sie zu verlassen. (Diese Möglichkeit haben Sie auch bei 1. und 2. ;-) ).

Welche Tipps haben Sie zum Umgang mit mikromanagenden Chefs?

Zum Thema:

Ressourcen:

[1] Erikson, E.H. (1968): Identity, youth and crisis, New York.

 

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | Hinterlasse einen Kommentar

Führen: Ja, aber.

Vielleicht, wahrscheinlich, eventuell – ach, die deutsche Sprache hat ein wundervolles Sortiment an Hintertüren in allen Größen und Preisklassen.

Wem ein einzelnes Wort hierfür nicht genügt, der bedient sich weitschweifiger Erklärungen. Er bastelt schwammige Schachtelsätze, die den Ausweg pflastern, auf dem er sich fröhlich ausschreitend aus der Verantwortung stehlen kann.

Funktionierende Kommunikation ist ein Wunder – im Pathos der Unverbindlichkeit jedoch wird wirkliches Verstehen zum ungewollten Nebeneffekt.

Das beliebteste sprachliche Werkzeuge der Unentschlossenen ist eine ebenso harmlose wie unschuldige Wortkombination: das „Ja, aber“.

Beliebt, weil es mit dem rundum positiven „Ja“ so wundervoll startet und gerne noch durch verstärkende Beigaben ergänzt wird.  Das „aber“ suggeriert dann eine nur kleine Kurve auf gerader Strecke. In Wahrheitist es ein vollendeter U-Turn.

Es nimmt den Gesprächspartner als Beifahrer mit in die entgegengesetzte Richtung. In Dialogen, in denen es um nichts geht, mag diese Irrfahrt folgenlos bleiben. Doch sitzt eine Führungskraft am Steuer, ist das Ergebnis verheerend (ebenso übrigens auf dem Standesamt, aber lassen wir das).

Wenn Führen Verhaltensänderung ist, dann ist das „Ja, aber“ das genaue Gegenteil – der Lord Schlüsselbewahrer des Stillstands, der jedem Hin immer ein Her hinzufügt. Ein Schauspiel, das beim Zuschauer bestenfalls Kopfschütteln hervorrufen kann.

Machen Sie es besser: Bleiben Sie konsequent und richtungsweisend. Aber Vorsicht! Schon Pythagoras wusste: „Die kürzesten Wörter, nämlich ‚ja’ und ‚nein’ erfordern das meiste Nachdenken.“

Christiane Döntgen
Kommunikationsexpertin

 

  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • LinkedIn
  • email
  • Google Buzz
  • Add to favorites
  • Print
Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | Hinterlasse einen Kommentar