Ihre Umsetzungshilfe Nr. 80: Warum Anwesenheitsprämien scheitern

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Wenn Sie bereits am Praxis-Seminar: Fehlzeiten reduzieren – Mitarbeiter motivieren teilgenommen haben, dann kennen Sie unsere Meinung zum Sinn und Unsinn von Anwesenheitsprämien. Falls Sie es bisher noch nicht geschafft haben, dann finden Sie die sieben Gründe des Scheiterns in Ihrer neuen Umsetzungshilfe Nr. 80: Warum Anwesenheitsprämien scheitern.

Die 7 Gründe des Scheiterns:

  1. Wer prämiert unterstellt Mitarbeitern Blau machen.
  2. Eine bestimmte Anzahl von Fehltagen wird legitimiert (Tarif-Grippe).
  3. Wer die Grenze ohne eigenes Verschulden reißt, holt sich die Prämie zurück.
  4. Arbeitsunfähige Mitarbeiter schleppen sich zur Arbeit.
  5. Prämien erzeugen Präsentismus, aber keine Leistung.
  6. Arbeitsunfähige stecken Arbeitsfähige an.
  7. Wenn etwas extra gezahlt wird, dann muss es etwas Besonders sein.

Zu Ihrer Umsetzungshilfe: www.umsetzungshilfe.de/80

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Welche Trojaner lähmen Ihr Unternehmen?

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wjarek

Um Unternehmen zu lähmen, Entscheidungswege zu verlängern und Mitarbeiter mit sinnlosen Prozessen zu quälen, werden die folgenden drei Trojaner am häufigsten eingesetzt:

1. Versicherungstechnische Gründe: Eine Reisegenehmigung ist erforderlich, damit man auf seiner Dienstreise durch die Berufsgenossenschaft versichert ist. Füllen also jeden Morgen hunderttausende Handwerker eine Reisegenehmigung aus, bevor sie zur Baustelle fahren? Nein machen sie nicht, denn sie haben hierfür keine Zeit. Und sie wissen auch, dass man bei beruflich veranlassten Reisen automatisch über die Berufsgenossenschaft versichert ist. Egal ob Reisegenehmigung oder nicht.

2. Es steht so in der Norm: Sie fragen sich in welcher? Ist eigentlich egal. Hauptsache in einer Norm. Die Einhaltung der Norm wird schließlich auditiert. Und wenn die Norm eine zweistufige 100%-Kontrolle vorschreibt? Lassen Sie sich dann die entsprechende Norm zeigen. In der Regel fordert die Norm, dass sie 100% Qualität sichern. Wie Sie es tun, ist selten vorgeschrieben.

3. SAP kann es nicht anders: Wenn man mit 1. oder 2. nicht durchkommt, dann kommt der Joker zum Einsatz. Eines der am häufigsten sozial akzeptierte Ausreden, um bürokratische und sinnlose Prozesse zu begründen. Nur sollte nicht das ERP-System das Unternehmen unterstützen?

Immer öfter hören wir inzwischen vom Trojaner Compliance. In einem Unternehmen hat man die Reisegenehmigung gar mit dem Sarbanes-Oxley Act begründet.

Mit welchen Trojanern dürfen Sie sich rumschlagen?

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Umwege erhöhen die Ortskenntnis

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nmcandre

„Eine gute Idee, aber …“

Ist es eine gute Idee?

Meistens „nein“. Trotzdem benutzen wir häufig diese Floskel. Wir wollen die Idee wertschätzen, aber nicht umsetzen.

Ihr Gesprächspartner hingegen fühlt sich nicht wertgeschätzt, da seine Idee nicht umgesetzt wird.

Fortschritt entsteht durch ausprobieren.

Und was ist, wenn es schief geht? Dann haben Sie sogar etwas gewonnen.

Sie haben den Mitarbeiter gewonnen, da dieser seine Idee ausprobieren konnte. Jetzt geht er auch gerne Ihren Weg mit.

Und Sie haben etwas gelernt und kennen sich nun besser aus.

Freuen Sie sich auf Umwege, denn Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

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Feedback ist nicht verhandelbar!

(c) Fotolia 2013

Gutes Feedback besteht aus vier Bausteinen:

S – V – A und E.

S=Situation. Sie geben Feedback immer zu einer spezifischen Situation. Sie müssen die Situation beschreiben. Vermeiden Sie jede Art der Bewertung.

V=Verhalten. Sie beschreiben das konkrete Verhalten der Person, der Sie Feedback geben. Auch dabei müssen Sie jede Bewertung vermeiden. Geht es um eine Aussage einer Person, müssen Sie diese wörtlich wiedergeben.

An dieser Stelle ist es von großem Nutzen, wenn Sie den Feedbacknehmer fragen, ob Situation und Verhalten so richtig beschrieben sind. Einigen sie sich bei verschiedenen Sichtweisen auf eine Darstellung. Wenn Sie sich geeinigt haben, dürfen Sie zu Baustein drei übergehen:

A=Auswirkung. Nun sagen Sie, wie Sie sich in der Situation durch das Verhalten gefühlt haben. Das darf sehr deutlich sein. Wenn Sie die Auswirkung auf Kollegen beschreiben, verlieren Sie. Denn das sind reine Vermutungen von Ihnen. Sie dürfen über die Auswirkung auf genau eine Person berichten, die Auswirkung auf Sie.

Damit ist Feedback nicht verhandelbar!

Denn, wie etwas auf Sie wirkt, kann nur ein Mensch sagen. Sie selbst. Alle Rechtfertigungen des Gegenübers sind unangebracht.

E=Erwartung. Wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben, erklären Sie Ihre Erwartungen für die Zukunft. So hat der Feedbacknehmer die Chance, sein Verhalten so zu verändern, dass die Auswirkungen auf Sie nicht mehr eintreten.

Gutes Feedback geben ist erlernbar!

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Tauschen wir Krankheit gegen Urlaub? Ihre neue Umsetzungshife

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Robert Kneschke

Montag-Morgen, Sie sitzen am Schreibtisch und das Telefon klingelt. Sie nehmen ab und Ihr Mitarbeiter hustet durch das Telefon: „Chef, mir geht es gar nicht gut. Aber ich habe noch so viel Resturlaub – trag mir doch einen Tag Urlaub ein!“

Wie Sie mit diesem Anruf professionell umgehen, lernen Sie in Ihrer neuen Umsetzungshilfe Nr. 79: Tauschen wir Krankheit gegen Urlaub?

Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen,
Enrico Briegert & Thomas Hochgeschurtz

Wie Sie krankheitsbedingte Fehlzeiten dauerhaft reduzieren, lernen Sie in Ihrem Seminar:
Fehlzeiten reduzieren – Mitarbeiter motivieren.

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Wege optimieren: die Rauchpause

(c) Fotolia 2013

In Zeiten harten, weltweiten Wettbewerbs müssen sich Unternehmen stärker auf die zentralen Fragen der Unternehmensführung konzentrieren.

Diese sind zum Beispiel:

  1. Müssen zusätzliche Pausen zum Rauchen ausgestempelt werden?
  2. Müssen zusätzliche Pausen zum Kaffee holen ausgestempelt werden?

In paritätischer Gremienarbeit mit dem Betriebsrat wurde ausgehandelt:

  1. Zusätzliche Rauchpausen werden ausgestempelt
  2. Zusätzliche Pausen zum Kaffee holen sind Arbeitszeit.

Die Maßnahme war ein voller Erfolg. Für den Automatenaufsteller. Denn seit der Entscheidung hat sich der Kaffeeverbrauch am Kaffeeautomaten neben dem Raucherplatz verdoppelt.

Aber es hat sich auch für das Unternehmen gelohnt, denn seit der Entscheidung sind auch die ausgestempelten Rauchpausen dramatisch zurückgegangen.

Machen Sie es besser: Denken Sie nicht in Arbeitszeit, sondern in Arbeitsleistung.

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Wie wohl fühlen sich Ihre Kunden in Ihren Händen?

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Leonid Andronov

Heute Morgen: Ich kann mein Glück kaum fassen, denn ich habe einen Sitzplatz ergattert. Zwei Konkurrenten konnte ich ausstechen. Der eine hat bei den kostenfreien Zeitschriften eine halbe Sekunde gezögert, die ich zu einem Überholmanöver nutzen konnte. Ich musste ihm zwar meinen Trolley in den Rücken rammen, aber mein Koffer hält sowas aus.

Die Stelle ist im ICE aber auch immer eine Engstelle; dort, wo der Großraumwagen in die Abteile übergeht.

Und ich schaffe es zeitgleich mit dem zweispurigen Gegenverkehr an ein Abteil. Die Pole-Position des Gegenverkehrs, Managertyp mit kleinem Koffer aber großer Laptop-Tasche, blickt auf die Reservierungstafel – meine Chance.

Ich schiebe mein Knie, so in die Tür, dass er mir mit seinem Koffer die Kniescheibe brechen müsste, um noch vor mir in das Abteil zu kommen. Keine gute Idee.

Er versucht seinen Koffer noch vor mir in das Abteil zu schieben, aber das Knie hält.

Nun brauche ich auch einen Sitzplatz, denn stehen kann ich mit dem Knie nicht mehr.

Im Abteil saßen nun sechs ausgewachsene Männer. Hatte ich bereits erwähnt, dass es sich um eine Bahnfahrt 1. Klasse handelte?

Endlich konnte ich mein Frühstück zu mir nehmen, eine Butterbretzel in einer Bäckereitüte. Beim Öffnen der Tüte wurde ich zu Recht gewiesen, dass es sich um ein Ruheabteil handelte. Nun konnte ich die Tüte auch nicht mehr schließen. An Beißen und Kauen wagte ich nicht zu denken.

Ich ließ die Tüte mit angebissenem Bretzel so lautlos wie möglich in meine Laptoptasche gleiten.

Alle fünf Mitfahrer hielten sich an die Anforderungen eines Ruheabteils und ruhten. Die Szene erinnerte mich an meinen sonntäglichen Saunabesuch, mit dem glücklichen Unterschied, dass meine  Mitfahrer bekleidet waren.

Mit geschlossenen Augen lagen sie in ihren Sitzen und atmeten. Haben Sie schon einmal fünf Männer im Alter zwischen 45 und 60 atmen hören? Wenn sechs Männer atmen, handelt es sich definitiv nicht um ein Ruheabteil.

Mannheim erreichten wir mit 15 Minuten Verspätung. Damit hatte ich meinen Anschlusszug verpasst. Ich blieb einfach sitzen, da ich auf eine vorteilhafte Verbindung in Frankfurt hoffte. Wobei „Hoffnung“ ja nichts anderes ist, als „aufgeschobene Enttäuschung.“

Wie sollte ich meinem Gesprächspartner in Köln die Verspätung erklären?

Da kam mir die Durchsage in der Bahn zur Hilfe:

„Wir haben Mannheim mit 15 Minuten Verspätung verlassen. Der Grund für die Verspätung ist die verspätete Ankunft in Mannheim.“

Das war die Lösung für alle meine  Probleme!

Danke – Deutsche Bahn!

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Danke

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KirillM

Danke für die Zusammenarbeit in 2016! Wir wünschen Ihnen frohe und entspannte Feiertage und einen Guten Rutsch in ein für Sie besonders erfolgreiches Jahr 2017!

Enrico Briegert & Thomas Hochgeschurtz

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Noch kein Weihnachtsgeschenk?

Ein großen Teil der Fehlzeiten beeinflusst der Mitarbeiter durch seine Einstellung

Dann verschenken Sie die neue UH78: Wie viele Tage Arbeitsunfähigkeit pro Jahr sind normal?

Okay, das wir nicht gut ankommen, denn die UH ist sowieso kostenfrei.

Aber wer sagt, dass ein gutes Geschenk etwas kosten muss?

Ist Liebe und Zuneigung, ausgedrückt durch etwas selbst gemachtes vielleicht sogar das bessere Geschenk?

Wir schreiben die Umsetzungshilfen zwar mit Liebe zum Detail und sie sind auch selbst gemacht, aber es bleibt ein Restrisiko, dass Ihre Kinder, Ihr Partner oder die Verwandten sich begrenzt freuen werden.

Denn, die Umsetzungshilfen sind unser Geschenk an Sie, unsere treue Kunden, unsere neuen Kunden und alle die Menschen, die jeden Tag ein Stück besser werden wollen.

Und wenn Sie jetzt immer noch kein Geschenk haben, dann verschenken Sie Konsequent, erhältlich bei uns im Shop.

Frohes Weihnachts-Shopping wünschen

Enrico Briegert + Thomas Hochgeschurtz

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Fragen Sie nach SVA(R)

© panthermedia.net /alphaspirit

Um das Verhalten einer Person vollständig zu verstehen, benötigen Sie die folgenden drei Informationen:

Situation
Verhalten
Auswirkung (Resultat)

Fragen Sie also nach SVA(R):

  1. Fragen Sie nach der konkreten Situation.
  2. Fragen Sie nach dem tatsächlichen Verhalten.
  3. Fragen Sie zuletzt nach der Auswirkung, dem Resultat.

Ein Beispiel:
S
ituation: „Herr Brüggel, wie verlief das gestrige Telefonat mit dem Weihnachtsmann?“ -„Er war außer sich.  Er meinte, dass die versprochene Lieferung noch nicht eingetroffen sei. Deshalb wird er die Kinder nicht termingerecht am 24.12. beschenken können. Ich habe ihm geduldig zugehört. Mir ist klar geworden, dass wir ihm schnellst möglich helfen müssen.“

Verhalten: „Was haben Sie unternommen?“ – „Ich habe dem Weihnachtsmann eine sofortige Lieferung versprochen. Bei unserem Spediteur habe ich bereits die Express-Sendung in Auftrag gegeben. Den Versand habe ich informiert und gebeten die Ware schnellst möglich zu verladen.“

Auswirkung (Resultat): „Und ist die Ware schon auf dem Weg?“ – „Die Ware wurde gestern Abend um 18:00 Uhr verladen. Laut Tracking Code wird sie heute um 18:00 Uhr beim Weihnachtsmann eintreffen. Ich habe ihn bereits informiert. Er hat sich gefreut, denn jetzt kommen die Geschenke pünktlich am 24.12. bei den Kindern an.“

Weitere Umsetzungshilfe:

UH32: Wer richtig fragt, führt. www.umsetzungshilfe.de/32
UH51: Interviewtechnik im Bewerbungsgespräch. www.umsetzungshilfe.de/51

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