Mit Prämien Fehlzeiten reduzieren?

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Um die Fehlzeitenquote zu senken, schreibt die Personalabteilung folgende Prämie aus: Jeder Mitarbeiter der im Jahr weniger als vier Tage krankheitsbedingt fehlt, bekommt mit der Dezember-Abrechnung eine Prämie von 200,00€.

Was meinen Sie? Senkt die Prämie die Fehlzeiten dauerhaft?

Nein, denn:

  1. Welche Auswirkungen hat die Prämie auf einen Mitarbeiter der die 3 Tage nicht mehr schafft? Vielleicht denkt er sich: “die Prämie ist futsch, jetzt ist es egal, dann steht mir der vierte oder fünfte Tag auch zu”.
  2. Wer kann sein Verhalten an der Prämie ausrichten? Der Mitarbeiter der mit hohem Fieber im Bett liegt – darf gar nicht zur Arbeit kommen. Die Prämie wirkt wie ein Misstrauensbeweis. Sie signalisiert der Belegschaft, dass sie blau macht. Denn nur dann kann man die Bettkantenentscheidung aufgrund der Prämie beeinflussen.

Und übrigens, kann man von einem Mitarbeiter erwarten, dass er, wenn er arbeitsfähig auch arbeitet? Ja, natürlich. Dafür zahlen Sie ihm pünktlich sein Entgelt. Wozu noch eine Extra-Prämie?

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Erneut Borussia Dortmund, erneut nicht Bayern München

Foto: Florian K., Stuttgart 15.7.2005. Wikipedia Auszug: 22.4.2012

Was macht Borussia Dortmund besser als Bayern München?

Am 7. Spieltag schien der BVB noch alles falsch zu machen. Acht Punkte hinter Bayern, nicht einmal mehr auf einem Euro-League Qualifikations-Platz. Doch statt auf Aktionismus setzte der BVB auf die Nachhaltigkeit der eigenen Saat – mit Erfolg.

Der eigenen Einschätzung nach spielte die Borussia diese Saison nicht nur Hurrafußball, sondern mit klarem Plan und klarer Strategie (Michael Zorc).

Also was können wir lernen?

  • Haben Sie einen klaren Plan, wohin Sie wollen?
  • Haben Sie Strategien zur Umsetzung Ihres Plans?
  • Sind Sie bereit durchzuhalten?
  • Sind Sie bereit bei Aktionismus auch mal nein zu sagen?

“Aber das macht Bayern München doch auch alles!” empören sich an dieser Stelle viele Leser.

Stimmt nicht

Dortmund hat fokussiert, einen nationalen Titel erworben und den zweiten fest im Visier. Bayern hat lange auf drei Hochzeiten getanzt und verliert am Ende vielleicht alles.

Lernen Sie daraus!

PS:
Im Sinne des deutschen Fußballs drücke ich den Bayern natürlich die Daumen, dass es Mittwoch gegen Real reicht.

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Zeit oder Leistung

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Wie teuer sind zwei Stunden Zugfahrt?

Um von Karlsruhe nach Reutlingen zu fahren, muss ich die Bahn zwei Stunden lang nutzen. Dafür zahle ich 27€. Diese Woche musste ich nach Köln – wieder habe ich die Bahn zwei Stunden genutzt. Nur was war der Preis?

Für die zwei Stunden nach Köln muss ich 85 € zahlen. Verrückt oder?

Ich nehme die Dienstleistung der Bahn, egal ob nach Reutlingen oder nach Köln, für zwei Stunden in Anspruch, zahle aber nach Köln den dreifachen Preis.

Finden Sie das fair?

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Ist “Nein” sagen erlaubt?

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Der Endtermin des Hollywood-Projekts war nach dem letzten Telefonat nicht mehr zu halten, das Projekt auf rot. Brüggel rief seine Vorgesetzte Frau Jäckler an.

“Wir können das Projekt unmöglich von grün auf rot setzen”, bekam es Frau Jäckler mit der Angst. “Ist es okay für Sie, wenn ich jetzt erst einmal ein dunkelgelb nach oben melde?”

“Das Projekt ist aber im roten Bereich”, jammerte Brüggel.

“Wir würden zeigen, dass wir die Risiken vorher falsch eingeschätzt haben. Wollen Sie das Brüggel?”

Keine Antwort war in diesem Falle auch eine Antwort.

Frau Jäckler stand bei Nörzig im Büro und erklärte, dass das Projekt auf gelb zu setzen sei. Dieser bedankte sich für die rechtzeitige Information und machte sich auf, in das Büro des Vice-Präsidenten.

“Es gibt eine Gefährdung des Termins”, flüsterte Nörzig seinem Vorgesetzten zu, während dieser mit einem wichtigen Kunden in den USA telefonierte.

“Dramatisch?” kritzelte der Vice-Präsident auf einen Schmierzettel. Nörzig notierte: “Wir haben alles im Griff.” Der Vice-Präsident nickte Nörzig zu und deutete diesem wortlos an, den Raum zu verlassen.

Beim Mittagessen erkundigt sich der Vorstand beim Vice-Präsidenten nach dem Hollywood-Projekt.

“Alles im grünen Bereich, die üblichen Problemchen, aber wir haben selbstverständlich alles unter Kontrolle.”

“Da bin ich aber froh”, freute sich der Vorstand. “Bei dem Kunden können wir uns keinen Fehler mehr erlauben. Zum Glück haben wir inzwischen unser ausgeklügeltes Reporting und Eskalationskonzept.”

“Eine gutes Konzept, was Sie da durchgesetzt haben”, lobte der Vice-Präsident seinen Vorstand.

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Haben Sie ein Nachtflugverbot?

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„Keine neue Landebahn ohne Nachtflugverbot, kein Nachtflugverbot ohne neue Landebahn” – versprach einst Roland Koch den Anwohnern [1]. Das Versprechen sorgte zunächst für Ruhe. Später wurde dieses Verbot kreativer gedeutet. Es sollten 17 reguläre Flüge zwischen 23:00 und 05:00 Uhr ermöglicht werden. Das Ergebnis: Viele Anwohner tobten, Gerichte haben schließlich Nachtruhe befohlen und jetzt verzweifeln die Fluggesellschaften.

Egal wie man zum Nachtflugverbot steht – viele Betroffene haben den Prozess nicht als fair empfunden. Sie hatten die ursprüngliche Aussage zum Nachtflugverbot anders verstanden, als es später umgesetzt werden sollte.

In einem Führungstraining fragte ein Mitarbeiter seinem Chef: „Was muss ich tun, damit ich dein Stellvertreter werden?“ Der Chef antwortete: „Dazu musst du erst noch deine SAP-Kenntnisse vertiefen.“

In der nächsten Pause fragte ich den Chef: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Ihr Mitarbeiter Stellvertreter wird?“ Verwundert über meine Frage antwortete er: „Er ist als Stellvertreter nicht geeignet.“

Nur was hat der Mitarbeiter im Gespräch verstanden? Da hatte sich die Führungskraft ihr eigenes Nachtflugverbot gebastelt.

Ressourcen:
[1] Kirchstein, Gisela (2007): Koch bricht Versprechen zum Nachtflugverbot, Welt – Online  (abgerufen am 11.04.2012)

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Können Sie mir helfen?

Neulich am Kiosk:

Ein älterer Kunde fragt die Verkäuferin, was “Zeitschrift” auf Englisch heißt.

Unsicher schaut mich die Verkäuferin, die ich persönlich kenne, an: “Sprechen Sie Englisch?”

“Ja”, sag ich ein wenig stolz, immerhin habe ich fast ein Jahr in den USA gelebt.

“Wissen Sie, was Zeitschrift auf Englisch heißt?”

“Newspaper” gebe ich blitzschnell zurück und freue mich, dass ich helfen konnte.

Der ältere Herr schaut mich bemitleidenswert an: “Nicht Zeitung, Zeitschrift.”

Ich ärgere mich, dass ich Zeitung übersetzt hatte, nicht Zeitschrift. Ich ärgere mich aber auch, weil ich um Hilfe gefragt wurde und nun vorgeführt werde.

Nur nichts anmerken lassen. Endlich fällt mir das richtige Wort ein: “Journal. Klar, es muss Journal heißen.”

Enttäuscht schaut der ältere Herr an mir herab. “Journal ist auch falsch! Es gibt ein anderes Wort für Zeitschrift, es fällt mir nur nicht ein.”

Ich fühle, dass ich aus dem Geschäft raus muss, lege mehr Geld als nötig auf den Tresen, klemme mein Harvard Business Magazine unter den Arm und verlasse grußlos den Kiosk.

Neulich beim Chef:

“Können Sie mir helfen, meine Präsentation zu verbessern?”, fragt mein Chef.

“Gerne”, antworte ich und schaue auf die erste Folie mit zu vielen bunten Bildern und Schriftgröße 12.

“Die Schrift würde ich größer machen…”

Mein Chef unterbricht: “Das geht nicht, sonst passt der Text nicht mehr auf die Folie.”

“Dann teilen Sie den Text doch auf zwei Folien auf.”

“Den Text kann man nicht auseinander reißen.”

Ich wechsle das Thema: “Also mir sind die Bilder zu bunt…”

Mein Chef unterbricht: “Die sind absichtlich so gewählt.”

Ich blättere die restlichen Folien schnell durch und sage: “Sonst alles gut.”

Fazit:

Wer angefragte Hilfe nicht annimmt, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann keine Hilfe mehr bekommt.

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Haben Ihre Mitarbeiter eine Chance gut zu sein?

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 Jeder Mitarbeiter ist nur so gut, wie er die Erwartungen seines Vorgesetzten erfüllt!

Nur kennen Ihre Mitarbeiter Ihre Erwartungen? Wenn Sie sich nicht sicher sind, Umsetzungshilfe Nr. 33 hilft Ihnen  über Ihre Erwartungen mit Ihren Mitarbeitern zu sprechen. Mehr auf www.briegert-hochgeschurtz.com.

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tesa klebt nicht nur ausgezeichnet

tesa ködert ganz offenbar auch.” So die Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner beim 25. Informations- und Gedankenaustausch zwischen Politik und Wirtschaft, in Bezug auf die Rekordanmeldezahl von rund 150 Interessierten.

Für das tesa Werk Offenburg nahmen Werksleiter Torsten Sandgathe, Personalleiterin Nadja Prinz und Betriebsrat Matthias Locher (v. l. n. r.) die Auszeichnung als „Great Place to Work“ entgegen. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen den Sonderpreis „Betriebliche Gesundheitsförderung“.

Aber was macht tesa als Arbeitgeber so attraktiv?

Torsten Sandgathe, Geschäftsführer des tesa Werk Offenburg formulierte es kurz und knapp: “Wir haben hier 420 Erfolgsfaktoren, keine Kostenstellen.”[1]

Das besondere am tesa Werk Offenburg:

Schon vor einigen Jahren hat das Unternehmen die Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensurlaub eingeführt.

Sicherlich zwei der Gründe, warum das tesa Werk in Offenburg Ende März in den erlauchten Kreis der 100 besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt wurde.

Bereits in der Vergangenheit erhielt das tesa Werk in Offenburg diverse Preise, zum Beispiel 2008 sowohl die Auszeichnung „Top-Arbeitgeber“ als auch „Fabrik des Jahres“.

tesa  schreibt auf seiner homepage:
“Innovative Maßnahmen hinsichtlich Arbeitszeit und Mitarbeiterförderung, hohe Eigenverantwortung und flache Hierarchien tragen ebenso zur hohen Zufriedenheit bei wie ein vorbildliches Altersteilzeit-Modell und das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Der Krankenstand liegt derzeit unterhalb von zwei Prozent. Dies ist ein herausragender Wert für einen produzierenden Betrieb mit vielen gewerblichen Mitarbeitern. [2]“

Briegert + Hochgeschurtz Partnerschaft gratulieren!

Ressourcen:
[1] Offenblatt (Amtsblatt). Ausgabe März 2012
[2] tesa Pressportal. Auszug 20.3.2012
[3] Bild: tesa SE. Alle Rechte vorbehalten.

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Henne oder Ei?

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Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen -
wohl die Henne, wohl das Ei!
Wäre das so schwer zu lösen -
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen -
darum hat´s  der Has` gebracht!

von
Eduard Mörike

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern.

Ihre Umsetzungsblogger
Enrico Briegert & Thomas Hochgeschurtz

 

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Priorisieren Sie noch – oder streichen Sie schon?

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Frau Jäcklers Tage werden länger – doch ihre Liste wird nicht kürzer. Frau Jäckler kämpft, aber der Chef motzt. Denn Frau Jäckler war heute in der Besprechung nicht vorbereitet. Sie hat es gestern nicht mehr geschafft. Frustriert sitzt sie im Büro.

Nörzig muntert Frau Jäckler auf. „Es wird schon. Du musst künftig mehr priorisieren.

Nörzigs Tipp ist gut gemeint, aber nicht gut. Frau Jäckler kann ihre Liste priorisieren, kürzer wird sie davon nicht. Kürzen gelingt nur durch streichen überflüssiger Aufgaben. Welche Aufgaben sind überflüssig?

Aufgaben für die Sie

  • Ihr Kunde nicht bezahlt,
  • oder mit denen Sie Ihre Mitarbeiter nicht verbessern,
  • oder mit denen Sie Ihren Wettbewerb nicht schlagen
  • oder die nicht zu besseren Lieferanten führen.
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