Es ist so weit, heute möchte ich mich outen!

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Die Gerüchte um meine Person sind wahr. Eine jahrelange Last weicht von mir, wenn ich diese Zeilen schreibe:

Es entspricht den Tatsachen, dass ich mich an Verkehrsregeln halte
(hier ist Straßenverkehr gemeint!).

Ich weiß, dass ich mich damit zu einer Randgruppe bekenne, die in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz hat.

Ich kann auch gar nicht mehr so genau erklären, wie es dazu kam. Schon in jungen Jahren spürte ich, dass ich anders bin.

Ein rotes Ampelsignal in meiner Geburtsstadt Köln ist ja nicht einmal eine Empfehlung.

An so einer roten Ampel isolierte ich mich von der Gesellschaft – ich blieb stehen.

Der ständige Hohn und Spott der Rotlicht-Geher trieb mich aber immer weiter in die Schattenwelt der Grauzone. Hier mal eine Geschwindigkeitsüberschreitung, dort mal ein Parkverstoß, gerade so im Bereich der Ordnungswidrigkeit.

Während meine Kollegen auf der Arbeit mit Geldstrafen und Fahrverboten die Frauen nur so abschleppten, blieb ich mit meinen mickrigen 20 Euro Parkknöllchen alleine.

“Was bist Du für ein Mann?”, klagte meine eigene Mutter, die als Taxifahrerin mit allen Wassern der Straßenverkehrsordnung gewaschen war. Selbst die Polizei spricht noch heute in größter Hochachtung von meiner Mutter, während mich niemand erkennt, wenn ich durch das Verkehrsgericht schlendere.

Ich habe versucht, dieser schrecklichen Neigung Einhalt zu gebieten, aber mein Herz fängt an zu rasen und Schweiß läuft mir durchs Gesicht, wenn die Tachonadel an die zulässige Höchstgeschwindigkeit stößt.

Ich kann nicht mehr anders als in diese verrückte Welt hinaus zu rufen:

Das Einhalten von Regeln ist keine Schande!

So, jetzt ist es raus …

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