Fall der Woche (28.05.2019)

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Ein Mitarbeiter meldet sich montags vor Arbeitsbeginn beim Vorgesetzten für drei Tage arbeitsunfähig (A.U.).

Am Tag der Rückkehr (Donnerstag) fragt der Vorgesetzte, ob der Mitarbeiter für die krankheitsbedingte Fehlzeit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) hat.

Der Mitarbeiter bestätigt dies und verspricht dem Vorgesetzten diese am Freitag mitzubringen.

Am Freitag erinnert der Vorgesetzte den Mitarbeiter. Der sagt, dass er die AUB Montag mitbringt.

Montag schaut der Vorgesetzte in die Daten der elektronischen Zeiterfassung und stellt fest, dass der Mitarbeiter für die drei Krankheitstage beim Zeitbeauftragten Urlaub hat eintragen lassen.

Was würden Sie tun?

Der Vorgesetzte fragte, was rechtlich möglich ist?

Hat der Mitarbeiter hat die Informationspflicht bei Arbeitsunfähigkeit eingehalten? Diese Frage ist mit „ja“ zu beantworten.

Hat der Mitarbeiter die Nachweispflicht eingehalten? Diese Frage ist mit „ja“ zu beantworten, da die Arbeitsunfähigkeit nicht länger als drei Tage war.

Wurde der Urlaub korrekt genehmigt? Die nachträgliche Änderung in Urlaub ist eine Selbstbeurlaubung. Der Urlaub wird in der Regel vom Vorgesetzten gewährt. Mit der Änderung von „Arbeitsunfähigkeit“ in „Urlaub“ hat der Mitarbeiter einen nicht gewährten Urlaub angetreten.

Im ersten Augenblick könnte man annehmen, dem Unternehmen sei kein Schaden entstanden. Im Gegenteil, der Mitarbeiter hat seinem Unternehmen etwas Gutes getan.

Trotzdem darf der Vorgesetzte den Fall nicht als Bagatelle behandeln.

Eventuell hatte der Mitarbeiter schon am Freitag vor der A.U. Meldung erkannt, dass er am Montag keinen Urlaub gewährt bekommen würde. So hätte er sich einen Vorteil verschafft.

In diesem Fall wäre eine Gespräch mit schriftlicher Gesprächsnotiz angemessen.

Wenn Sie Ihren Fall mit uns diskutieren wollen, schicken Sie uns einfach eine Mail.

Oder diskutieren Sie live mit uns: Di. 02.07.2019 “Fehlzeiten reduzieren, Mitarbeiter motivieren” in Stuttgart.

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