Darf ein Mitarbeiter von Coca-Cola in der Mittagspause eine Pepsi trinken?

© Bildagentur PantherMedia. Markus Graf

Können „ja“, aber ist es ratsam?

Vor einigen Jahren verwährte ein großer Automobilhersteller seinen Mitarbeitern den Weg ins unternehmenseigene Parkhaus, falls sie mit einem markenfremden Fahrzeug vorfuhren.

„Darf der Arbeitgeber das?“, werden Sie sich fragen. Rechtlich ist diese Vorgehensweise sicherlich bedenklich.

Muss ein Michelin-Mitarbeiter Michelin Reifen fahren? Muss ein Edeka-Mitarbeiter bei Edeka einkaufen? Muss ein Allianz-Mitarbeiter sein Auto bei der Allianz-Versicherung versichern?

Pauschal kann man die Frage nicht beantworten.

Die Büroaushilfe bei Daimler wird sich trotz Firmenrabatt in der Regel keinen Daimler leisten. Der alleinerziehende Monteur bei Miele wird sich vielleicht doch für eine IKEA Spülmaschine entscheiden.

Was aber bei ausreichend hohem Entgelt? Was ist mit leitenden Angestellten?

Wenn ein Mitarbeiter leitender Angestellter wird und von der Arbeitnehmerseite auf die Arbeitsgeberseite wechselt, ist die Antwort wohl eine andere:

Die Leitenden sind Vorbild für alle Mitarbeiter und somit auch dem Produkt verpflichtet. Nun muss ein Krauss-Maffei Mitarbeiter keinen Leopard Panzer fahren, aber in einem Großteil der Betriebe wäre es möglich, dass Mitarbeiter die Produkte des Unternehmens nutzen.

Und als leitender Angestellter wird man in der Regel so entlohnt, dass die Preisdifferenz zu einem Wettbewerbsprodukt verschmerzbar ist.

Wie ich auf diese Fragestellung komme?

Ich wurden von einem Geschäftsführer eines erfolgreichen Unternehmens gefragt, ob er erwarten darf, dass seine leitenden Angestellten die Produkte (gängige Dienstleistungen, die fast jeder nutzt) des eigenen Unternehmens kaufen.

Und hier zeigt sich wieder die Kraft von Erwartungen. Es mag rechtlich nicht durchsetzbar sein, die eigenen leitenden Angestellten zur Nutzung der eigenen Produkte zu zwingen. Aber Sie als Vorgesetzter können es erwarten.

Das wichtigste dürfen Sie allerdings nicht vergessen – mit Ihren Mitarbeitern über Ihre Erwartungen zu sprechen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie man das macht, bzw. Sie nicht sicher sind, was geeignete Erwartungen sind um Kennzahlen zu beeinflussen, zeigen wir Ihnen das im Nicht-Technischen-Training.

Viel Erfolg bei der Umsetzung wünschen

Thomas Hochgeschurtz und Enrico Briegert

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