Menschen verstehen relative Häufigkeiten besser als Prozentangaben

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Welche Angabe verstehen Sie intuitiv?
a) 20% der Kunden kaufen Produkt A.
b) 2 von 10 Kunden kaufen Produkt A.
Die meisten Menschen sind eher in der Lage Zahlen zu verarbeiten, wenn sie in Form von relativen Häufigkeiten statt als Prozent angeboten werden. Das liegt daran, dass wir im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte die Verarbeitung von Häufigkeiten gelernt haben. Das Verstehen von Prozentangaben erfordert einen höheren kognitiven Aufwand. Falls Sie möchten, testen Sie es in Ihrem Freundeskreis.

Fragen Sie was die Angabe 30% Regenwahrscheinlichkeit bedeutet. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie sehr verschiedene Interpretationen erhalten. Würde man die Prozent Regenwahrscheinlichkeit in relative Häufigkeiten übersetzen, dann wird es sofort klarer. Statt 30% Regenwahrscheinlichkeit heißt es dann: An drei von 10 Tagen mit dieser Wetterlage regnet es.

Sie verbessern Ihre Kommunikation, indem Sie Ihre Prozent- und Wahrscheinlichkeitsangaben in relative Häufigkeiten übersetzen. Statt bei 0,001% der Astra-Impfungen kommt es zu Thrombosen, heißt es dann: Bei einem vom 100.000 geimpften Personen treten Thrombosen auf.

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