Wie Sie Konflikte lösen:

Es gibt tatsächlich mehr, als eine Möglichkeit Konflikte zu lösen.

Die schnellste und häufigste Methode ist der Kompromiss.

Der Nachteil am Kompromiss: beide bekommen nicht das, was sie wollen.

Die Königsdisziplin ist der Konsens, der versucht die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut zu bekommen.

In der beruflichen Praxis finden sich aber häufig auch drei andere Lösungen:

Wenn zwei Mitarbeiter sich nicht über den Urlaubsplan einigen können, wird der Vorgesetzte gefragt. Wenn Betriebsrat und Geschäftsleitung sich nicht einigen können, wird die Einigungsstelle angerufen.

Die Delegation an Dritte für die Betroffenen bequem, löst aber nicht das tatsächliche Problem der Beteiligten. In Zukunft darf der Vorgesetze immer die Urlaubsentscheidung treffen, Betriebsrat und Geschäftsleitung treffen sich regelmäßig vor der Einigungsstelle.

Zu Nachteilen für Unternehmen und Mitarbeiter kommen die letzten zwei Methoden:

Bei der Unterordnung der einen Konfliktpartei gehen wertvolle Ideen verloren. “Ober sticht Unter” ist in der Regel der Anfang vom Ende, denn ein Chef allein weiß nicht alles und kann nicht alles. Unterdrückte Mitarbeiter leisten nicht 120% sondern maximal 80%.

Und selbst der schlechtesten Form der Konfliktbewältigung begegnen wir täglich in den Unternehmen. Die Flucht. Die Versetzung wird gerne benutzt, um sich eines Problems zu entledigen. Leider gilt der Grundsatz: “und sie tun es wieder” und in der neuen Abteilung treten mit dem Mitarbeiter die gleichen Probleme auf oder der gleiche Vorgesetzte hat mit dem nächsten Mitarbeiter ein Problem.

Sie fragen sich, was die Lösung ist. In einem Konflikts muss immer der Grundsatz gelten: “Wir reden miteinander, nicht übereinander.”

Wie Sie als Führungskraft gut mit Mitarbeitern sprechen, zeigen wir sehr gerne in unserem Seminar: “Führen, der schnelle Einstieg”

Konflikte lassen sich dauerhaft nur lösen, wenn die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden. Das heißt, Sie müssen nicht verstehen, was jemand will, sondern warum er etwas will.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

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Lassen sich Ihre Mitarbeiter Home-Office wieder wegnehmen?

© PantherMedia / AndrewLozovyi

Probieren Sie es aus! 😉

Die Idee des Home-Office wabert seit Jahren durch die Unternehmen. Doch die meisten Unternehmen haben mehr Kraft in die Suche nach Gründen für die Ablehnung, als in die Umsetzung gesteckt. Häufig war es die Angst bis hin zur blanken Panik vor dem drohenden Kontrollverlust, die die Idee des Home-Office auf die Tabuliste setzte. Unternehmensleitungen und Vorgesetzte fürchteten Produktivitätsverluste, wenn die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten würden.
Und dann schwappte im Februar 2020 der C-Virus nach Deutschland. Der Virus stellte nicht nur viele Abläufe, sondern auch viele unserer Glaubensätze auf den Kopf. Der Virus ließ uns keine Zeit für weitere Diskussionen zum Für und Wider von Home-Office. Der Virus zwang uns ins Tun. Über Nacht schickten wir so viele Mitarbeiter wie möglich ins Home-Office.

Die Mitarbeiter wurden ins kalte Wasser geworden. Teilweise geschah dies sogar gegen ihren Willen. Entsprechend ruckelte es am Anfang. Die Mitarbeiter mussten die Organisation zu Hause lernen, sich mit ihren Mitbewohnern abstimmen und vor allem lernen, mit Online-Konferenz-Systemen zu arbeiten. Aber die Lernkurve war steil. Und der befürchtete Produktivitätsverlust blieb in vielen Bereichen aus. Verbunden mit der Hoffnung, dass wir das Covid-Schlamassel in den kommenden Monaten hinter uns lassen, häufen sich bei uns die Anfragen, wie man die Mitarbeiter wieder zurück ins Großraumbüro bekommt.

Was wollen Ihre Mitarbeiter? Wollen sie künftig auf Home-Office verzichten? Sie werden unterschiedliche Antworten bekommen. Home-Office verbunden mit drei Kindern im Home-Schooling ist nicht sexy. Einige können sich im Büro besser konzentrieren als zu Hause. Einigen fehlt zu Hause die Infrastruktur. Und andere empfinden den eingesparten täglichen Arbeitsweg als Steigerung ihrer Lebensqualität. Diese Mitarbeiter wünschen sich auch für die Nach-Covid-Zeit unbürokratische Home-Office-Regeln. Hier brauchen Sie klare und aus Sicht des Mitarbeiters nachvollziehbare Gründe, wenn Sie Home-Office drastisch einschränken oder gar wieder einstampfen möchten.

Bedenken Sie: Es ist leichter einem Hund den Knochen wieder wegzunehmen, als neu gewonnene Freiheiten einzustampfen. Ihnen droht die Kündigung Ihrer Mitarbeiter. Unklar ist nur, ob sie innerlich kündigen oder sich sogar einen neuen Arbeitgeber suchen.

Weitere Umsetzungshilfen für Ihre Führung im Home-Office

Ihre Umsetzungshilfe Nr. 85: Wie führen Sie Ihre Mitarbeiter im Home-Office.
Ihr Online-Workshop: Führen im Home-Office am 25. Februar 2021

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Auftritt im Homeoffice

(C) 2021: Das Homeoffice erobert die Wohnzimmer

Sind Sie schon einmal mit Ihrem Schlafanzug zum Kunden gegangen? Gehen Sie regelmäßig mit dem Nachthemd ins Büro?

Auf die Idee kämen Sie nicht. Warum machen das Menschen im Homeoffice?

Wer gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten professionell auftreten will, kleidet sich entsprechend. Mir hat man mal beigebracht: “Lieber over-dressed, als under-dressed.

Soweit will ich heute nicht gehen, dass Sie mit Kostüm oder Anzug vor dem Laptop sitzen müssen. Aber bemühen Sie sich Ihrem Gegenüber zuliebe so viel, dass Sie wertschätzend und professionell wirken.

Unsere Umsetzungshilfen für die ONLINE Video-Session daheim:

  1. Kleiden Sie sich so, wie Sie es tun, wenn Sie die Person in Präsenz treffen würden. Ich trage bei meinen Seminaren stets ein Hemd mit wenig Kontrast. Für die Kamera ist ein weißes Hemd übrigens Gift.
  2. Das gleiche gilt für die Körperhygiene. Es ist erlaubt, im Homeoffice rasiert vor die Kamera zu treten und die Haare nach dem Duschen geföhnt zu haben.
  3. Ton und Bild sind das Herz der ONLINE Arbeit, also benutzen Sie ein ordentliches Headset. Selbst mein “digital native” Sohn hat ein kabelgebundenes Headset. Bluetooth ist cool aber macht immer wieder Probleme zu Zeitpunkten, wo Sie es nicht gebrauchen können.
  4. Geschlossene Gaming-Headsets führen dazu, dass Sie sich selbst nicht mehr richtig hören und dadurch zu laut sprechen. Das ermüdet sehr schnell die Stimmbänder.
  5. Wenn Sie die Laptop Kamera benutzen, stellen Sie diese so hoch, dass Sie waagerecht in die Kamera schauen. Könige sitzen auf einem Thron, damit die Untertanen von unten nach oben schauen müssen. Das wollen Sie Ihrem Gegenüber nicht zumuten.
  6. Vermeiden Sie elektronische Hintergründe. Zum einen sehen diese unnatürlich aus und es wirkt oft so, als hätten Sie etwas zu verbergen. Ein Firmenaufsteller hinter Ihnen wirkt professionell und trennt daheim Beruf von Privat.
  7. Viele Menschen beklagen durch Homeoffice den Verlust der persönlichen Kontakte und Bindung. Nutzen Sie Ihren Bildhintergrund um ein Stück Ihrer Persönlichkeit preis zu geben. Sie entscheiden, was der Gegenüber von Ihnen sieht. Nutzen Sie diesen Vorteil.
  8. Professionelles Licht (Softbox) muss es nicht sein, aber vermeiden Sie Gegenlicht. Entweder Sie verdunkeln Ihren Arbeitsbereich oder nutzen den oben erwähnten Firmenaufsteller, den Sie nach Feierabend schnell wieder einrollen.

Wenn Sie mehr über das Arbeiten im Homeoffice erfahren möchten, kommen Sie am 25.02.2021 in unser ONLINE Seminar “Führen im Homeoffice.”

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Sie haben keinen Grund mit Anerkennung zu geizen

© PantherMedia /scanrail

Immer wieder fragen sich Vorgesetzte wie man Ergebnisse richtig belohnt. Was machen wir zum Beispiel mit der Mitarbeiterin, die seit drei Jahren null krankheitsbedingte Fehltage hat? Einige beantworten diese Frage mit Tankgutscheinen, mit Präsentkörben oder gar mit einer Prämie oder Sonderurlaub. Es scheint einfacher Goldbarren zu verteilen, als Zeit in Wertschätzung zu stecken. Ist doch verrückt! Oder?

Präsentkörbe und Prämien sind aus zwei Gründen gefährlich. Zum einen wecken sie Erwartungen für die Zukunft. Wenn künftig der Präsentkorb trotz gleichen Engagements entfällt, dann ruiniert er die Einsatzfreude. Zum anderen entwertet die Prämie vielleicht die Anstrengung, da sie als zu niedrig empfunden wurde. So opfern Sie einen freien Sonntag, um Ihren besten Kumpel beim Umzug zu helfen. Würden Sie meinen Umzug auch stemmen? Ich fürchte, dass ich nicht auf Ihren Einsatz zählen kann. Selbst dann nicht, wenn ich Ihnen 35 Euro zahlen würde. Ihre emotionale Verpflichtung zu Ihrem besten Kumpel zählen mehr als meine 35 Euro.

Machen Sie es besser: Teilen Sie mit Ihren Mitarbeitern Ihren knappsten Rohstoff. Spendieren Sie Ihnen Ihre Wahrnehmung, Zeit und Anerkennung. Dies ist nicht nur der günstigere Weg, um die Motivation Ihrer Mitarbeitern zu halten, sondern hält auch länger an. Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter beim Gut machen. Gehen Sie im obigen Beispiel zur Mitarbeiterin und sagen Sie “Danke für null krankheitsbedingte Fehltage in den letzten drei Jahren.”

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Welche Erwartungen haben Sie an einen Mitarbeiter im Homeoffice?

“Jeder Mitarbeiter ist nur so gut, wie er die Erwartungen des Vorgesetzten erfüllt.”

Wenn das so stimmt, müssen Vorgesetzte ihre Erwartungen offenlegen.

Durch die fehlende Anwesenheit der Mitarbeiter denken Vorgesetzte mitunter, dass sich die Führungsarbeit erledigt hat. Aber in Zeiten des mobilen Arbeitens ist es umso wichtiger, dass die Mitarbeiter wissen, wann Ihr Vorgesetzter mit ihnen zufrieden ist.

Aber was sind geeignete Erwartungen an Mitarbeiter im Homeoffice?

Die Antwort auf diese Frage gibt es am Montag 14.12.21 9-12 Uhr in unserem ONLINE-Seminar “Führen im Homeoffice, Führen auf Distanz”. Es sind noch Plätze frei.

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“Chef, Ich habe Kopfschmerzen!”

(C) PantherMedia 4886604

Ein Mitarbeiter kommt auf den Chef zu und sagt: “Chef, ich habe Kopfschmerzen.”

Klingt nach einer einfachen, alltäglichen Aufgabe einer Führungskraft.

“Dann geh doch zum Arzt”, sagt der Vorgesetzte.

Wollte der Vorgesetzte, dass der Mitarbeiter zum Arzt geht?

Nein, wollte er nicht. Warum sagt er es dann? Weil er nicht sicher ist, wie er mit solchen Situationen umgehen soll.

Zweithäufigste Antwort in der betrieblichen Praxis: “Wie schlimm ist es denn?”

Jetzt mutiert der Chef zum Dr. Chef. Der Mitarbeiter sagt: “18% mehr Kopfinnendruck als üblich.” Der Chef entscheidet: “Dann geh doch Heim.” Aber wer kann am besten entscheiden, ob jemand seine Tätigkeit noch ausüben kann?”

Tatsächlich muss der Vorgesetzte in solchen Situationen eine Sache herausfinden: ob der Mitarbeiter sich selbst in der Lage sieht, seine Tätigkeit weiter auszuüben. Die Entscheidung über Arbeitsunfähigkeit trifft nicht der Chef und auch nicht der Arzt.

Über Arbeitsunfähigkeit entscheidet in Deutschland allein eine Person, der Mitarbeiter selber.

Haben Sie auch eine Situation, in der Sie nicht sicher sind, wie Sie vorgehen sollen. Dann haben wir DIE LÖSUNG:

Montag 14.12.2020 13:00-16:15 ONLINE Sprechstunde “Führung in schwierigen Zeiten”

Es sind noch ausreichend Plätze frei: melden Sie sich an. Sie erhalten genau zu Ihrem Thema die Antwort der Führungsexperten Enrico Briegert + Thomas Hochgeschurtz.

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Home-Office: Gesetzlicher Rahmen

© PantherMedia / MarianKadlec311

Wenn Ihre Mitarbeiter im Home-Office arbeiten, sollten Sie folgende gesetzliche Regeln berücksichtigen:
Arbeitszeitgesetz: Natürlich gelten auch die Regeln des Arbeitszeitgesetzes. Delegieren Sie die Pflicht zur Dokumentation der Arbeitszeit die über acht Stunden hinaus geht an Ihre Mitarbeiter*innen. (Das Urteil des EuGH zur generellen Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeit ist noch nicht in deutsches Recht umgesetzt.)
Arbeitsstätten-Verordnung: Diese Verordnung gilt nur für Telearbeitsplätze. Ein Telearbeitsplatz liegt dann vor, wenn der Arbeitgeber den Heimarbeitsplatz zusätzlich zum Laptop auch mit Mobiliar ausstattet. Dann ist zum Beispiel eine Gefährdungsbeurteilung zwingend erforderlich.
Haftung bei Unfällen: So lange wie der Mitarbeiter tatsächlich für das Unternehmen arbeitet, gilt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. So ist der Weg zum Drucker versichert, die Kaffeepause hingegen nicht.
Mitbestimmung durch Betriebsrat: Bei der Planung und Umsetzung hat der Betriebsrat umfassende Unterrichtungs- und Mitbestimmungsrechte.

Führen im Home-Office

Weitere Tipps zur Führung im Home-Office finden Sie in Ihrer Umsetzungshilfe Nr. 85: Wie führen Sie Ihre Mitarbeiter im Home-Office. Nutzen Sie auch Ihre halbtägigen Online-Workshop: Führen im Home-Office am 14. Dezember 2020.

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Belohnungen und Drohungen verhindern Einsicht

Verhalten schnell beeinflussen? Am einfachsten geht es mit Belohnungen oder Drohungen. Wer eine gute Idee hat – bekommt eine KVP-Prämie. Wer den Mund-Nasen-Schutz in der Kantine nicht trägt – wird abgemahnt. Führung durch Lust und Pein gilt als sozial akzeptiert, macht Führung scheinbar einfach, ist aber nicht nachhaltig.

Nachhaltige Verhaltensbeeinflussung ist nur möglich, wenn wir freiwillig die Maske tragen oder Ideen einbringen. Wir fühlen uns innerlich für unser Verhalten verantwortlich. Dieses Gefühl stellt sich aber nur ein, wenn wir das Verhalten ohne besonderen äußeren Druck ausüben. Dabei wird nicht nur die Strafe als Druck empfunden – sondern auch eine hohe Belohnung. Eine hohe Belohnung bringt uns dazu, bestimmte Dinge zu tun, ohne, dass wir innerlich die Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Ohne erneute Belohnung keine Wiederholung des Verhaltens!

Indem Sie als Führungskraft Ihre meiste Zeit und meiste Kraft in die Erzeugung von Einsicht stecken, geben Sie Ihren Mitarbeitern die Chance das gewünschte Verhalten freiwillig zu zeigen. Verzichten Sie konsequent auf Prämien zur Verhaltensbeeinflussung. Und bei Fehlverhalten reagieren Sie angemessen. Fangen Sie bei den meisten Fehlverhalten mit einem Gespräch oder einem Gespräch mit Notiz an. Und verzichten Sie dabei auf Drohungen wie, beim nächsten Mal hast du ein Gespräch in der Personalabteilung oder beim nächsten Mal mahnen wir dich ab. Es reicht, wenn Sie Ihren Mitarbeiter über das richtige Verhalten aufklären.
Beispiel: “Thomas, du trägst gerade keinen Mund-Nasen-Schutz. Damit verstößt du gegen unserer Hygiene-Regeln. Trage bitte zum Schutz der Kollegen künftig den Mund-Nasen-Schutz beim Betreten der Kantine.”

Übrigens: Ihr Führungstraining ohne Mund-Nasen-Schutz als Online-Seminar am 7. Dezember 2020. Alle Infos finden Sie hier.

Ressourcen: Cialdini, Robert B. (2013): Die Psychologie des Überzeugens, 7. Auflage, Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern.

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Warum mobiles Arbeiten den Krankenstand reduziert

(C) Briegert+Hochgeschurtz 2020.
Die neue Welt: mobiles Arbeiten zu Hause

Die entsprechende These: „Durch den hohen Anteil an mobilem Arbeiten melden sich die Mitarbeiter bei leichter Krankheit nicht mehr arbeitsunfähig.

Außerdem hat sich durch das mobile Arbeiten der Handlungsspielraum der Mitarbeiter signifikant erhöht, was die intrinsische Motivation der Mitarbeiter verbessert hat.“

Die Mitarbeiter möchten die Vorteile des mobilen Arbeitens nicht mehr verlieren. Daher tun sie aktuell alles, um den Zustand beizubehalten. So ist nicht nur die Fehlzeitenquote gering, sondern auch die Produktivität in den meisten Betrieben gestiegen.

Eine Rückkehr zur allgemeinen Präsenzpflicht würde beide Kennzahlen in diesen Betrieben sofort verschlechtern.

Folgende Fragen sind in Zusammenhang mit dem mobilen Arbeiten zu beantworten:

Funktioniert die Technik?

Die Führungskraft muss sicherstellen, dass die Technik beim Mitarbeiter vor Ort funktioniert. Idealerweise hat die Führungskraft selbst (durch Schulung) genug technische Expertise, um 80% der Probleme direkt mit seinem Mitarbeiter zu lösen. Nur 20% der Probleme sollten beim IT-Helpdesk landen.

Wie werden neue Mitarbeiter an Bord geholt?

Die neuen Mitarbeiter müssen mit einem konkreten Einarbeitungsplan mit Präsenzzeiten mit jedem Teammitglied durchlaufen. Das sollte am Unternehmensstandort stattfinden.

Wie erstelle ich eine faire Jahresbeurteilung?

Der Vorgesetzte muss regelmäßige Feedbackgespräche (auch online) im Laufe des Jahres führen. Die Jahresbeurteilung darf dann nur die Zusammenfassung aller geführten Gespräche sein.

Wie erhalte ich die soziale Bindung im Team?

Jeder Mitarbeiter sollte zwei Kalenderwochen im Jahr am Unternehmensstandort arbeiten. Diese Wochen erhalten die Bindung zwischen Mitarbeiter und Unternehmen.

Es sollten 3-4 Teamevents im Jahr organisiert werden. Diese Termine sind in der Regel freiwillig, da Mitarbeiter mit Vorerkrankungen eventuell das Risiko nicht eingehen wollen.

Wie vermittle ich die neuen Fähigkeiten, die der Mitarbeiter beim mobilen Arbeiten benötigt?

Mobiles Arbeiten benötigt neue Fähigkeiten. Von Selbstorganisation über ein gewisses technisches Verständnis bis hin zur „neuen“ Disziplin bei Video-/Telefonkonferenzen. Führen Sie eine Weiterbildungsbedarfsanalyse durch und statten Sie Ihre Mitarbeiter mit dem notwendigen Handwerkszeug aus.

Mobiles Arbeiten funktioniert aktuell deswegen so gut, weil die sozialen Bindungen im Team aus der Vergangenheit existieren.

Mit fortschreitender Dauer des mobilen Arbeitens und dem Einsatz neuer Mitarbeiter werden diese wichtigen sozialen Bindungen schleichend lockerer werden oder sogar verschwinden. Daher muss die Führungskraft in Zukunft am Erhalt diese sozialen Bindungen aktiv arbeiten.

Viel Erfolg bei der Umsetzung wünschen Enrico Briegert + Thomas Hochgeschurtz

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7 Todsünden im Fehlzeitengespräch (Teil 5/7)

© PantherMedia /
VitalikRadko

Im Fehlzeitengespräch erfahren Sie, dass die Ursache für die erhöhten Fehlzeiten persönlich ist. Dann benötigen Sie eine persönliche Maßnahme.

Das ist die schwierigste Stelle im Fehlzeitengespräch, da die Führungskraft auf eine persönliche Maßnahme pochen muss.

Der Vorgesetzte muss seiner Logik treu bleiben:

Wenn die Ursache persönlich ist, kann nur eine persönliche Maßnahme tatsächlich das Problem der beeinflussbaren Arbeitsunfähigkeit lösen.

Wenn der Mitarbeiter eine Maßnahme nennt, die aus Sicht des Vorgesetzten nicht zum Krankheitsbild passt, soll er diese trotzdem akzeptieren. Ob die Maßnahme zum Krankheitsbild passt oder nicht, ist nicht entscheidend. Die Maßnahme muss nur ein Kriterium erfüllen: Sie muss vom Mitarbeiter genannt werden.

Sobald der Mitarbeiter die Maßnahme genannt hat, darf er danach den Krankenstand senken. Die Maßnahme ist der Türöffner für den Mitarbeiter mit Gesichtswahrung am Krankenstand arbeiten zu können.

Grundsatz 5: Der Schlüssel zum Erfolg ist die persönliche Maßnahme des Mitarbeiters. Bewerten Sie den Vorschlag des Mitarbeiters nicht.

Alle Geheimnisse über das Fehlzeitengespräch können Sie am 08.10.2020 in Stuttgart lernen. Denn dann bieten wir unser Seminar “Gespräche nach Arbeitsunfähigkeit erfolgreich führen” als Präsenzseminar in Stuttgart.

Und unser Basis-Seminar gibt es die kommenden Monate zweimal online und zweimal als Präsenzseminar in Stuttgart: Fehlzeiten reduzieren, Mitarbeiter motivieren.

14.07.2020 in Stuttgart
16.07.2020 Online
16.09.2020 Online
07.10.2020 in Stuttgart

Wir freuen uns auf Sie!

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