Leserfrage: Profitieren auch Dienstleister vom Nicht-Technischen-Training (NTT)?

Ja, mit dem Nicht-Technischen-Training verbessern auch Dienstleister ihre Ergebnisse und die Motivation ihrer Mitarbeiter.

Denn unabhängig von der Branche gilt, dass jeder Mitarbeiter nur so gut ist, wie er die Erwartungen seiner Vorgesetzten erfüllt. Wenn der Mitarbeiter die Erwartungen nicht kennt, muss er sich die Erwartungen seines Vorgesetzten selbst erarbeiten. Dieser Weg ist aus Sicht des Mitarbeiters frustrierend und damit demotivierend. Denn wenn der Mitarbeiter die Erwartungen seines Vorgesetzten nicht kennt, dann droht überraschend negatives Feedback. Der Mitarbeiter findet diese Kritik ungerechtfertigt, da er ja gar nicht wusste, was der Vorgesetzte will.
Das Nicht-Technische-Training beugt der Frustration vor, indem der Vorgesetzte mit seinen Mitarbeitern seine Erwartungen bespricht. Damit wird Demotivation vermieden. Unabhängig von der Branche gilt: Das Verhalten des perfekten Chefs ist vorhersagbar und transparent. 

Des Weiteren zielt das Nicht-Technische-Training auf das Verhalten der Mitarbeiter. Es geht darum die Ergebnisse durch nicht-technische Lösungen zu verbessern, also durch richtiges Verhalten der Mitarbeiter. Indem man mit den Mitarbeitern seine Erwartungen bespricht, kann man Mitarbeitern Handlungsspielräume und Freiheitsgrade bei der Arbeitsausführung übertragen.
Der Klassiker: Die Geschäftsführung fürchtet, dass die Produktivität oder hier das Serviceniveau leidet, wenn die Mitarbeiter zu oft Rauchpausen machen. Die häufig – und leider auch schlechte Lösung? Mitarbeiter müssen ihre Rauchpausen abstempeln. Dafür werden komplexe Betriebsvereinbarungen mit dem Betriebsrat verhandelt. Diese Betriebsvereinbarung  ist letztlich eine technisch-organisatorische Lösung für ein Verhaltensproblem. So entsteht in vielen Unternehmen Überregulierung und Bürokratie. Der Ausweg: Verzicht auf die Regelung von Rauchpausen und Übertragung von Verantwortung für Arbeitsergebnisse.
Es ist besser Prozessergebnisse zu kontrollieren (Serviceniveau) und nicht das Verhalten der Mitarbeiter (Rauchpausen).

Nicht-Technisches-Training als offenes Seminar:

Ihr nächster Termin der 21. & 22. November 2017. Weitere Infos und Anmeldung: http://www.briegert-hochgeschurtz.com/der-perfekte-chef-ihr-ntt/ntt-intensiv/

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„Wie motiviere ich meine Mitarbeiter, wenn wir jedes Jahr die Arbeit verdichten?“

Auf Nachfrage erklärt der Fragesteller: „Wir reduzieren jedes Jahr um einen Mitarbeiter bei gleicher Arbeitsmenge mit steigender Komplexität. Wie kann ich meine Mitarbeiter dazu motivieren?“

Antwort: „Gar nicht!“

Schlagen Sie einer Fussball-Bundesliga Mannschaft mal vor, jedes Jahr mit einem Spieler weniger aufzulaufen. Aber sie sollen bitte die gleichen Ergebnisse erzielen!?

Aber was tun, in Zeiten von Arbeitsverdichtung?

Die Lösung ist: die Spielregeln ändern.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern Handlungsspielräume – geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit mit neuen Spielregeln ihre Arbeit anders zu gestalten.

Erhöhen Sie die Produktivität nicht durch Reduzierung von Personal, sondern durch die Erhöhung des Motivationspotenzials von Arbeit.

Nach Hackman und Oldham hängt die Motivation an den folgenden fünf Merkmalen:

  1. Vielseitigkeit der Aufgabe
  2. Ganzheitlichkeit der Aufgabe
  3. Bedeutsamkeit der Aufgabe
  4. Handlungsspielraum
  5. Rückmeldung

Nutzen Sie unsere UH53: Wie motivierend empfinden Mitarbeiter ihre Arbeit

Die reine Verdichtung von Arbeit führt zu Demotivation und reduziert mittelfristig die Produktivität. Bayern München und Borussia Dortmund spielen ja auch nicht mit zehn Spielern um die Lohnkosten zu reduzieren.

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Rauch- oder Kaffeepause?

© panthermedia.net /
ddcoral

Rauchpausen nerven. Anstatt zu arbeiten verkrümeln sich die Mitarbeiter in die Raucherecke. Die Produktivität leidet! Nichtraucher fühlen sich benachteiligt. Nur was tun?
Die einfache Lösung: Ausstempeln! Jeder Raucher muss seine Rauchpause ausstempeln. Damit ist das Unternehmen gerettet und Gerechtigkeit wiederhergestellt.
Vielen meinen, jetzt sind alle Probleme gelöst, dabei übersehen sie, dass die Probleme jetzt erst losgehen.

Falls Ihre Mitarbeiter in drei Schichten arbeiten, vergleichen Sie die ausgestempelten Zeiten in der Nachtschicht mit denen in der Frühschicht. Wenn Sie da signifikante Unterschiede sehen, dann müssten Sie jetzt handeln. Oder wollen Sie akzeptieren, dass Sie betrogen werden?
Letztens war ich in einem Unternehmen, indem man vor einem Jahr das Abstempeln der Rauchpause eingeführt hatte. Kaffeepausen hingegen werden nicht abgestempelt. Das Ergebnis? Früher haben die Mitarbeiter zu ihrer Zigarette auch einen Kaffee getrunken. Jetzt: Erst ausgestempelt rauchen, dann wieder anstempeln und Kaffee trinken.

Jedes Unternehmen hat die Mitarbeiter die es verdient. Erfolgreiche Unternehmen verzichten auf Rauchpausenregelungen und konzentrieren sich auf Ergebnisse. Sie verzichten auf organisatorische Lösungen bei Fehlverhalten.

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Wie viele krankheitsbedingte Fehltage sind normal?

Entschuldigung, nur Ihre Antwort ist gar nicht entscheidend. Fragen Sie besser Ihre Mitarbeiter, Welche Zahlen werden Sie hören?
Je öfter Ihre Mitarbeiter eine Zahl größer Null nennen, desto stärker ist in Ihrem Unternehmen eine Fehlzeitenkultur etabliert. Für Ihre Mitarbeiter ist es also normal, dass man mal krankheitsbedingt fehlt.

Unsere Antwort finden Sie in Ihrem Umsetzungsvideo: Null ist normal (http://www.briegert-hochgeschurtz.com/videos/0-ist-normal/)

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Umsetzungshilfe „Meetingkultur“ mit Selbsttest

© panthermedia.net /
Andriy Popov

Am 19.9. kam sie heraus, die neue Umsetzungshilfe 81, Meeting-Kultur.

Kultur bezeichnet laut Wikipedia im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Also ist die Meeting-Kultur eines Unternehmens selbst gestaltet. Sie ist nicht das, was in den Meeting-Regeln steht, sondern das, was jeder einzelne im Meeting lebt.

Und da gibt es Verbesserungspotenzial…

Wie ist die Kultur bei Ihnen im Unternehmen? Handys auf dem Tisch oder ständig in der Hand, Laptops aufgeschlagen? Wurde bereits alles gesagt, nur nicht von jedem?

Machen Sie den Selbsttest im nächsten Meeting:

  1. Alle Teilnehmer sind pünktlich da (1 Punkt)
  2. Es gibt eine Agenda für das Meeting (1 Punkt)
  3. Es gibt ein messbares Ziel für das Meeting (1 Punkt)
  4. Zwischenergebnisse werden visualisiert (1 Punkt)
  5. Alle Teilnehmer bleiben bis zum Ende des Meetings (1 Punkt)
  6. Es gibt am Ende eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse des Meetings (1 Punkt)
  7. Es ist klar, wer nach dem Meeting was zu tun hat (1 Punkt)
  8. Es lag kein Smartphone auf dem Tisch (1 Punkt)
  9. Es wurde während des Meetings kein Smartphone benutzt* (1 Punkt)
  10. Es wurde während des Meetings kein Laptop/Tablet benutzt* (1 Punkt)

*Wenn die Nutzung für das Meeting geplant war, dürfen Sie den Punkt geben.

Auswertung:

0 Punkte: Machen Sie weiter so. Nutzen Sie Ihr Smartphone selber mehr. Suchen Sie sich eine neue Stelle, denn Ihr Unternehmen hat keine Zukunft.

1-3 Punkte: Sie können die neue Umsetzungshilfe lesen und verteilen, aber ich befürchte, es wird Ihrem Unternehmen nicht mehr helfen. Immerhin haben Sie sich weiter entwickelt.

4-6 Punkte: Nutzen Sie die neue Umsetzungshilfe und verteilen diese an Ihre Meeting-Kollegen. Sie haben das Potenzial deutlich besser zu werden.

7-9 Punkte: Sie sind schon gut. Optimale Voraussetzungen noch besser zu werden. Verteilen Sie unbedingt die neue Umsetzungshilfe.

10 Punkte: Bitte schreiben Sie die nächste Umsetzungshilfe!

Um keine neue Umsetzungshilfe zu verpassen, lohnt es sich übrigens, diese zu abonnieren. Nutzen Sie unser Kontaktformular zum Abonnieren oder abbestellen. Es ist ganz einfach.

Alles was die moderne Führungskraft heute braucht, zeigen wir am 28.11. – 29.11.17 in Offenburg bei unserem nächsten Seminar: Führen, der schnelle Einstieg. Reservieren Sie sich oder Ihren Mitarbeitern einen der letzten Plätze in Ihrem Führungsseminar.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

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Hybrid-Carrier doch abgestürzt

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Jürgen Hüls

Wie lautet Ihre Wettbewerbsstrategie? Differenzierung über Leistung (zum Beispiel Kundennähe oder Innovation) oder haben Sie im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern Kostenvorteile?

In unseren Workshops hören wir häufig: „Wir machen beides!“
Air Berlin hatte es auch versucht. Sie wollten ein Hybridcarrier sein, also eine Mischung aus Kostenführer und Serviceführer (siehe: Hybrid-Carrier absturzgefährdet). Sie landeten in der Todeszone Mittelmaß und mussten im August Insolvenz beantragen.

Natürlich kann der Service- oder Innovationsführer nicht jeden Preisen verlangen und muss  seine Kosten im Griff haben. Nur die Frage ist, von welcher Seite denke ich mein Geschäft.
Der Kostenführer setzt möglichst nur einen Flugzeugtyp ein um Ausbildungskosten zu sparen. Die Höhe der Flughafengebühr ist entscheidend bei der Auswahl der Flughäfen. Die Gepäckaufgabe kostet extra, damit die Kunden möglichst auf aufzugebenes Gepäck verzichten. Wartezeiten am Boden sind zu vermeiden. Verpflegung an Bord ist überflüssig.

Der Serviceführer hingegen fliegt direkt nach London oder Venedig. Er bietet ein abgestimmtes Netzwerk an Routen. Er bietet unterschiedliche Flugzeuge für unterschiedliche Routen und verpflegt seine Gäste. Seinen Stammkunden bietet er darüber hinaus auch Lounges.

Beide Geschäftsmodelle haben ihre Berechtigung. Wichtig ist, dass der Kunde vorher weiß, was er da bucht. Air Berlin hat den Mittelweg versucht.

Machen Sie es besser: Besprechen Sie ehrlich mit Ihren Mitarbeitern Ihre Wettbewerbsstrategie. Und denken Sie dabei an Porter: Strategie heißt auch zu sagen, was man nicht machen will.

Weitere Umsetzungshilfe:
UH9: Ausrichtung der Produktionsstrategie: www.umsetzungshilfe.de/9

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Personenbedingte Aufhebungsverträge jetzt ohne Sperrzeit

© Briegert + Hochgeschurtz Partnerschaft

Leider tritt in der Praxis der Fall ein, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich wegen personenbedingter Gründe trennen. Aufhebungsverträge sind dabei eine sinnvolle Alternative zur personenbedingten Kündigung. Leider bergen diese Aufhebungsverträge für den Mitarbeiter das Risiko einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Am 25.01.2017 veröffentlichte die Agentur für Arbeit eine überarbeitete Geschäftsanweisung für ihre Mitarbeiter, die die Handlungsspielräume für den Abschluss von sperrzeitneutralen Aufhebungsverträgen maßgeblich vergrößert. (1)

Voraussetzungen für einen sperrzeitneutralen Aufhebungsvertrag (1):

  1. Der Arbeitgeber hat mit Bestimmtheit ein Kündigung in Aussicht gestellt
  2. Die drohende Arbeitgeberkündigung basiert auf betriebsbedingten oder personenbedingten Gründen (nicht aber auf verhaltensbedingten Gründen)
  3. Das Beschäftigungsverhältnis endet nicht früher als bei einer fristgerechten Arbeitgeberkündigung
  4. Der Arbeitnehmer war nicht unkündbar
  5. Dem Arbeitnehmer wurde eine Abfindung von bis zu 0,5 Bruttomonatsgehälter für jedes Jahr des Arbeitsverhältnisses gezahlt

Die zwei maßgeblichen Veränderungen gegenüber der alten Geschäftsanweisung sind:

  1. Bisher galt die Geschäftsanweisung nur für betriebsbedingte Aufhebungsverträge. Nun gilt sie auch für personenbedingte Aufhebungsverträge
  2. Bisher galt für die Abfindung eine Untergrenze von 0,25 Bruttomonatsgehälter für jedes Jahr des Arbeitsverhältnisses. Diese Untergrenze ist nun weggefallen

Mit dieser neuen Geschäftsanweisung sind nun sperrzeitneutrale Aufhebungsverträge aus personenbedingten Gründen möglich.

Für den Fall, dass der Arbeitsgeber höhere Abfindungen zahlen will, legt man das Ende des Aufhebungsvertrags einfach auf einen späteren Zeitpunkt und stellt den Mitarbeiter unter Fortbezahlung der Bezüge von der Arbeit frei.

Hier noch ein Tipp bezüglich des Beginns der Sperrzeit für den Mitarbeiter:

Bei Aufhebungsverträgen beginnt die Sperrzeit in der Regel mit dem rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses. Wird der Mitarbeiter jedoch „unwiderruflich“ von der Arbeit freigestellt, kann die Sperrzeit ausnahmsweise bereits ab dem ersten Tag der Freistellung greifen (BSG, Urteil vom 17.10.2002. B7 AL92/01 R).

Stellen Sie einen Mitarbeiter also 12 Wochen unwiderruflich von der Arbeit frei, gibt es kein Problem, wenn ihm eine Sperrzeit von 12 Wochen droht. Aber Vorsicht bei länger beschäftigten Mitarbeitern über 50 Jahren: für diese verängert sich der Anspruch auf Arbeitslosengeld und somit auch die drohende Sperrzeit.

Mit der neuen Geschäftsordnung der AfA sind nun auch sperrzeitunschädliche Aufhebungsverträge zur Vermeidung krankheitsbedingter Kündigungen möglich.

Ressourcen:

(1) Dr. Klaus Olbertz (2017). „Aufhebungsverträge und Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld.“ Zeitschrift NWB vom 22.05.2017, Seite 1588-1593. NWB Verlag, Bochum.

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Missverstanden werden, ist der Standard

E-Mail Kommunikation von letzter Woche (es geht um die Erstellung der Skripte für ein von mir durchgeführtes In-Haus NTT-Seminar in vier Wochen):

Meine Mail an meinen Kunden: „Hier ist das aktualisierte NTT-Seminar-Skript. Können Sie das auf ihr Format bringen und den Teilnehmern zur Verfügung stellen?“

Kunde: „Das ist Sache des Seminarleiters. Gerne sende ich Ihnen nochmal unseren PPT-Master zu.“

Meine Antwort: „Machen Sie das :-)“

Kunde: „Das habe Sie bisher immer gemacht, bitte auch dieses Mal“

Ich musste zweimal lesen, bis ich verstanden hatte, was passiert war. Mit meiner Antwort „machen Sie das :-)“ wollte ich ausdrücken, dass mein Kunde mir seinen PPT-Master zuschicken soll.

Mein Kunde hörte jedoch einen Imperativ: „Machen Sie das!“

Vielleicht war es auch das gut gemeinte Smile :-), dass sich im E-Mail Programm des Kunden in etwas anderes verwandelt hat.

Wir denken immer „verstanden werden ist der Standard“, tatsächlich jedoch ist das Gegenteil der Fall. Missverstanden werden, ist der Standard.

Wenn Sie mit dieser Einstellung in Ihre zukünftigen Gespräche gehen, haben Sie die Chance viele Missverständnisse zu vermeiden.

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Darf Ihr Techniker für 300 Euro in bar einkaufen gehen?

© panthermedia.net /
djahan

Freitagmorgen um 8:00 Uhr: Nach und nach füllen sich die Büros und die Rechner werden in Betrieb genommen. Doch heute ist Geduld gefragt. Ausgerechnet heute läuft das System wie ein Sack Muscheln. Und an der IT-Hotline nimmt keiner mehr ab. Es ist schließlich Haupturlaubszeit, die IT-Abteilung ist nur noch minimal besetzt. Brüggel – unser IT-Verantwortlicher – hat sich entschlossen statt zu telefonieren, sich lieber um den Fehler zu kümmern.

Der Fehler war schnell identifiziert. Ein Netzteil ist defekt. Und die Rettung liegt 500m vom Werkstor entfernt in einem Elektromarkt. Laut Telefonauskunft kostet die Rettung 300€.

Die Rettung?  Leider nein. Denn der Elektromarkt verkauft nicht auf Rechnung. Bei ihm es üblich, dass der Kunde direkt im Laden die Ware abholt und bezahlt. Damit kann Brüggel jedoch nicht dienen. Die Barkasse in seinem Unternehmen wurde vor einem Jahr abgeschafft. Um Missbrauch zu vermeiden, hat die Compliance-Abteilung im Headquarter die Barkassen an den lokalen Standorten abgeschafft. …

Darf Ihr Techniker ein Ersatzteil für 300€ ohne bürokratischen Aufwand und selbstständig beim Händler nebenan beschaffen?

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Was ist die gewaltigste Welt, die der Mensch erschaffen hat?

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ Henrich Heine

Gesehen im Schaufenster einer  Buchhandlung in Stuttgart.

Ich bin erschrocken, weil ich dachte:

„Stimmt nicht, die gewaltigste Welt, die der Mensch bisher erschaffen hat, ist das Internet!“

Das Internet hat bereits heute eine gewaltige Veränderung in allen Bereichen der Gesellschaft erzeugt. Es ist eine romantische Vorstellung, dass unsere Kinder sich heute in ihr Zimmer zurückziehen, um Bücher zu lesen.

Heinrich Heine wird in Wikipedia beschrieben als „letzter Dichter der Romantik …“

Und natürlich hätte die Buchhandlung es sehr gerne, dass Heine heute noch Recht hat. Aber es ist eine romantische Vorstellung.

Und natürlich würden die Automobilhersteller sich wünschen, dass Diesel- oder Benzinmotoren die Lösung der Mobilitätswünsche ihrer Kunden sind. Aber es ist eine romantische Vorstellung.

Und wie sieht es mit dem Geschäftsmodell ihres Unternehmens aus? Jedes Unternehmen muss seine Geschäftsstrategie unter Berücksichtigung des Internets machen, nicht unter Berücksichtigung des Büchermarkts.

Fangen Sie heute an darüber nachzudenken, ob ihre Tätigkeit morgen noch gebraucht wird. Oder haben Sie heute noch ein NOKIA-Handy?

Ressourcen:

Wikipedia (2017). Abzug 10.08.2017. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine

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