Bis zu 2% des Krankenstands sind von Unternehmen und Mitarbeiter nur bedingt beeinflussbar. Alles darüber hinaus ist beeinflussbar. Doch nicht Rückenschule oder Fit-Menü sind die Basis geringer Fehlzeiten, sondern motivierende Aufgaben mit Handlungsspielraum. Wie das geht, zeigen wir aus eigener Erfahrung am 20.06.2013: Fehlzeiten reduzieren – Mitarbeiter motivieren.

Publiziert am von Enrico Briegert | Hinterlasse einen Kommentar

Sind Gruppenarbeit und Toyota-Produktionssystem vereinbar? – Neue Umsetzungshilfe

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Die Antwort liefert Ihnen die neue Umsetzungshilfe: UH46 – Nutzen Sie das Toyota Produktionssystem (TPS) für sich. Jetzt auf www.briegert-hochgeschurtz.com.

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Wissen ist Macht, noch mächtiger ist, nichts zu wissen

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Marcin Balcerzak

Ständig verhandeln wir: Mit der Tochter um das neue iPhone, mit dem Chef über das Gehalt.

Oft wünschen wir uns, besser verhandeln zu können – aber wie?

Durch einen Zufall traf ich den Vertriebsdirektor eines weltweiten Automobilherstellers, der den ganzen Tag nichts anderes macht, als weltweit verhandeln. Ich fragte ihn, wie ich besser verhandeln lerne.

“Das ist alles Quatsch mit der Verhandlungsführung – es gibt überhaupt keine Verhandlungen – es gibt nur Macht!”

“Eine Seite ist immer mächtiger”, bekomme ich zu hören.

“Früher saß ich beim Vertragshändler, der nur unsere PKW-Marke vertrat. Ich zeigte Ihm meinen Schraubenzieher, mit dem ich unsere Firmenschilder abschrauben würde, wenn er nicht tat, was ich wollte. Das wäre sein Ende gewesen.

Heute verkauft dieser Händler fünf verschiedene Marken. Heute zeigt er mir seinen Schraubenzieher und macht mir deutlich, dass er ohne mich kann, aber ich nicht ohne ihn!”

Überprüfen Sie vor jeder Verhandlung Ihre Machtposition. So kommt Ihre Tochter z. B. ohne Ihr Geld nicht an das iPhone.

Aber bitte vorsichtig bei der Gehaltsverhandlung mit dem Chef. Sie glauben zu wissen, dass Ihr Chef ohne Sie nicht auskommt, aber vielleicht weiß Ihr Chef das nicht!

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Wie gefährlich ist Rauchen am Arbeitsplatz wirklich?

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Schnell eine Zigarette und dann zurück an den Arbeitsplatz.

Wie der Teufel es will, rutscht der Raucher im frisch gewischten Treppenflur aus.

Der gebrochene Arm schmerzt, aber zum Glück kommt die Berufsgenossenschaft (BG) für die Folgen des Unfalls auf.

Falsch gedacht!

Wer die Arbeit zum Rauchen unterbricht, ist nicht unfallversichert.

Das Berliner Sozialgericht wies die Klage einer Krankenpflegerin ab, die sich auf dem Rückweg von einer Rauchpause den Arm brach.

Begründung: Die Wege von und zur Rauchpause hängen nicht kausal mit der Tätigkeit der Pflegerin zusammen. Es ist alleine Entscheidung der Pflegerin gewesen, zu rauchen.

Sie denken gerade an Ihren gefährlichen Weg in die Kantine? Keine Sorge, der Gesetzgeber hat Verständnis dafür, dass Sie sich während der Arbeit ernähren.

Wege von und zur Kantine hängen kausal mit der Tätigkeit zusammen, Wege zur Rauchpause nicht.

Guten Appetit :-)

Ressourcen: Sozialgericht Berlin Aktenzeichen: S 68 U 577/12

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Macht Überschuss krank?

Warum aufstehen? ©PantherMedia.net

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Bei meinem Rundgang durch die Fabrik, bin ich über die Personalplanung gestolpert. Das Team hat sich selbst eingeteilt – sehr gut dachte ich, die Mitarbeiter haben Handlungsspielraum. Verwundert war ich, als ich auf der Plantafel die Zeile überschüssige Mitarbeiter entdeckte.

„Was bedeutet überschüssig?“ fragte ich. Die Antwort war: „Wir haben nur 20 Arbeitsplätze – aber 25 Mitarbeiter. Wenn gerade wenige Mitarbeiter im Urlaub sind oder sich nur weniger Mitarbeiter arbeitsunfähig gemeldet haben, dann haben wir mehr Mitarbeiter als Arbeitsplätze. Wir haben dann einen Mitarbeiter-Überschuss.“

Anlass meines Rundgangs waren die hohen Fehlzeiten in dieser Fabrik. Ich fragte meinen Gesprächspartner: „Wie entscheidet sich ein überschüssiger Mitarbeiter auf der Bettkante? Wer gewinnt: Schwerkraft oder Arbeitseifer?“

Was meinen Sie?

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Was zählt?

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Eckhard Eibner

Wir waren besser als unsere Ergebnisse!“, sagte Thomas Schaaf, Trainer des Fußball-Bundesliga-Vereins SV Werder Bremen, nach dem 33. Spieltag  und der endgültigen Rettung seines Vereins vor dem Abstieg.

Falsch!

Gerade in der Bundesliga ist es eindeutig, wie gut ein Verein ist.

Ähnliches erlebte ich vor wenigen Tagen bei der Durchführung einer komplexen Fallstudie.

Sechs Personen in der Rolle von sechs Fabrikleitern sollen sechs Papierfabriken optimieren. Die Aufgabe laut Arbeitstext lautet: “Reduzieren Sie den Personalbestand um 15%.”

Nach Abgabe der Lösung fragte ich die Teilnehmer nach dem Sinn der Übung.

  • “Sie wollten sehen, wie wir zusammen arbeiten!”
  • “Sie wollten wissen, wie wir unter Zeitdruck ein komplexes Problem bearbeiten.”
  • “Sie wollten sehen, ob wir über unseren eigenen Schatten springen und bereit sind, uns selbst weg zu optimieren.”

Falsch!

Was zählt in unseren Unternehmen?

Arbeiten alle Führungskräfte und Mitarbeitenden am gleichen Ziel?

Was ist das Ziel Ihres Unternehmens?

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Weg mit der Gießkanne

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Harald Jeske

Das Frühjahr ist da, die frisch gesetzten Blumen brauchen Wasser, damit sie gedeihen.

Tränken Sie jetzt ihren ganzen Garten, oder gezielt die Stellen, wo Sie gepflanzt haben?

Und wie arbeiten Unternehmen?

Aus Angst vor Ungleichbehandlung schütten sie bei einem auftretenden Problem den Maßnahmenkübel gleich über die ganze Belegschaft aus.

Ein Mitarbeiter telefoniert sehr viel privat: sofort wird ein elektronisches System für alle installiert, dass berufliche und private Gespräche trennt.

Ein Außendienst-Mitarbeiter verursacht einen Verkehrsunfall während er telefoniert. Sofort wird das Telefonieren während der Autofahrt, auch mit Freisprecheinrichtung verboten.

Ein Mitarbeiter ist sehr häufig arbeitsunfähig, während andere am gleichen Arbeitsplatz keine Fehltage aufweisen. Da muss ein Eskalations-System für Fehlzeitengespräche her.

Dumm nur, dass durch alle diese Maßnahmen mehr gute Mitarbeiter getroffen werden, als diejenigen, die es betrifft.

Werfen Sie endlich die Gießkanne weg und greifen Sie zum Äußersten!

Reden Sie mit den Verursachern, klären Sie Ihre Erwartungen für die Zukunft und lassen Sie die guten Mitarbeitenden in Ruhe und mit reichlich Handlungsspielraum arbeiten.

Es liegt an Ihnen!

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Wann haben Sie die meisten Geistesblitze?

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Vermutlich selten am Arbeitsplatz – Ihren Bildschirm vor der Nase. Wenn es auf die Geistesblitze ankommt, sollte man nicht Präsenz fordern und messen. Es ist dann egal ob jemand anwesend ist – Hauptsache es kommt zu Geistesblitzen.

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Wie viel Hierarchie brauchen Sie?

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Christian Schwier

Die Bootsspitzen der Töchter zogen langsam aber stetig am Mutterboot vorbei. Die Ruder des Boots der Muttergesellschaft flogen nur so über das Wasser, aber der Vorsprung der Töchter wuchs stetig an.

Das Management auf der Tribüne konnte es nicht fassen. Erneut drohte eine Niederlage beim traditionellen Ruder-Wettbewerb Mutter gegen Töchter.

Die Steuersignale im Mutterboot intonierten in Anbetracht der drohenden Niederlage mit unmenschlicher Frequenz und hallten über die Regatta-Strecke.

Tatsächlich erhöhte sich die Geschwindigkeit des Mutterboots auf den letzten 200 Metern, doch bis zur Ziellinie war nichts mehr zu retten. Das Boot der Muttergesellschaft wurde wie jedes Jahr Letzter.

Während die siegreichen acht Ruderinnen und Ruderer mit ihren Steuerleuten fröhlich lachend Richtung Siegerehrung schlenderten, begab sich das Management der Muttergesellschaft an den Anlegesteg.

Die sechs Steuerleute halfen den drei vollkommen erschöpften Ruderern aus dem Boot.

„Haben Sie eine Idee, wie wir diesem jährlichen Desaster ein Ende machen können?“, fragte der Vorstandsvorsitzende den Personalleiter.

„Natürlich“, reagierte der Personalleiter prompt. „Wir müssen die Ruderer einfach besser trainieren!“

Zu kleine Führungsspannen sind offensichtlich nicht gut. Aber zu Große auch nicht.

Um die direkten Fertigungskosten gering zu halten, haben Meister in der Fertigung oft 100 bis 200 direkte Mitarbeiter. Der Produktionsleiter jedoch hat gerade zwei bis drei Fertigungsgruppenleiter und diese oft nur ein bis zwei Fertigungsmeister.

Folgerichtig bauen die überlasteten Meister informelle Strukturen auf, um zu überleben. Diese „Unter-Meister“ werden fast ausschließlich nach fachlichen Gesichtspunkten ausgesucht, da sie nicht disziplinarischführen sollen, sondern lediglich fachlich.

Mittelfristig werden diese informellen Strukturen dann in echte Strukturen umgewandelt und schon hat die moderne Form des Peter-Prinzips zugeschlagen.

Warum gönnen sich viele Unternehmen in den oberen Hierarchieebenen geringe Führungsspannen, während die direkten Funktionen der Leistungserbringung minimal ausgestattet werden?

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Erwischen Sie Ihren Mitarbeiter!

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Doreen Salcher

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in der Nachtschicht durch den Betrieb und erwischen Ihre Mitarbeiter!

Schauen Sie nicht weg!

Nutzen Sie die Chance! Wer weiß, wann Sie die Gelegenheit wieder bekommen.

Aber machen Sie es kurz. Kein langes Geschwafel. Bringen Sie es in einer Minute auf den Punkt.

Gehen Sie zum Mitarbeiter und schauen Sie Ihm in die Augen, wenn Sie sagen:

„Das hast Du gut gemacht.“

Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter beim Gutmachen und sagen Sie es ihnen.

Es tut auch nicht weh.

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