Umsetzungshilfe „Meetingkultur“ mit Selbsttest

© panthermedia.net /
Andriy Popov

Am 19.9. kam sie heraus, die neue Umsetzungshilfe 81, Meeting-Kultur.

Kultur bezeichnet laut Wikipedia im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Also ist die Meeting-Kultur eines Unternehmens selbst gestaltet. Sie ist nicht das, was in den Meeting-Regeln steht, sondern das, was jeder einzelne im Meeting lebt.

Und da gibt es Verbesserungspotenzial…

Wie ist die Kultur bei Ihnen im Unternehmen? Handys auf dem Tisch oder ständig in der Hand, Laptops aufgeschlagen? Wurde bereits alles gesagt, nur nicht von jedem?

Machen Sie den Selbsttest im nächsten Meeting:

  1. Alle Teilnehmer sind pünktlich da (1 Punkt)
  2. Es gibt eine Agenda für das Meeting (1 Punkt)
  3. Es gibt ein messbares Ziel für das Meeting (1 Punkt)
  4. Zwischenergebnisse werden visualisiert (1 Punkt)
  5. Alle Teilnehmer bleiben bis zum Ende des Meetings (1 Punkt)
  6. Es gibt am Ende eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse des Meetings (1 Punkt)
  7. Es ist klar, wer nach dem Meeting was zu tun hat (1 Punkt)
  8. Es lag kein Smartphone auf dem Tisch (1 Punkt)
  9. Es wurde während des Meetings kein Smartphone benutzt* (1 Punkt)
  10. Es wurde während des Meetings kein Laptop/Tablet benutzt* (1 Punkt)

*Wenn die Nutzung für das Meeting geplant war, dürfen Sie den Punkt geben.

Auswertung:

0 Punkte: Machen Sie weiter so. Nutzen Sie Ihr Smartphone selber mehr. Suchen Sie sich eine neue Stelle, denn Ihr Unternehmen hat keine Zukunft.

1-3 Punkte: Sie können die neue Umsetzungshilfe lesen und verteilen, aber ich befürchte, es wird Ihrem Unternehmen nicht mehr helfen. Immerhin haben Sie sich weiter entwickelt.

4-6 Punkte: Nutzen Sie die neue Umsetzungshilfe und verteilen diese an Ihre Meeting-Kollegen. Sie haben das Potenzial deutlich besser zu werden.

7-9 Punkte: Sie sind schon gut. Optimale Voraussetzungen noch besser zu werden. Verteilen Sie unbedingt die neue Umsetzungshilfe.

10 Punkte: Bitte schreiben Sie die nächste Umsetzungshilfe!

Um keine neue Umsetzungshilfe zu verpassen, lohnt es sich übrigens, diese zu abonnieren. Nutzen Sie unser Kontaktformular zum Abonnieren oder abbestellen. Es ist ganz einfach.

Alles was die moderne Führungskraft heute braucht, zeigen wir am 28.11. – 29.11.17 in Offenburg bei unserem nächsten Seminar: Führen, der schnelle Einstieg. Reservieren Sie sich oder Ihren Mitarbeitern einen der letzten Plätze in Ihrem Führungsseminar.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hybrid-Carrier doch abgestürzt

© panthermedia.net /
Jürgen Hüls

Wie lautet Ihre Wettbewerbsstrategie? Differenzierung über Leistung (zum Beispiel Kundennähe oder Innovation) oder haben Sie im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern Kostenvorteile?

In unseren Workshops hören wir häufig: „Wir machen beides!“
Air Berlin hatte es auch versucht. Sie wollten ein Hybridcarrier sein, also eine Mischung aus Kostenführer und Serviceführer (siehe: Hybrid-Carrier absturzgefährdet). Sie landeten in der Todeszone Mittelmaß und mussten im August Insolvenz beantragen.

Natürlich kann der Service- oder Innovationsführer nicht jeden Preisen verlangen und muss  seine Kosten im Griff haben. Nur die Frage ist, von welcher Seite denke ich mein Geschäft.
Der Kostenführer setzt möglichst nur einen Flugzeugtyp ein um Ausbildungskosten zu sparen. Die Höhe der Flughafengebühr ist entscheidend bei der Auswahl der Flughäfen. Die Gepäckaufgabe kostet extra, damit die Kunden möglichst auf aufzugebenes Gepäck verzichten. Wartezeiten am Boden sind zu vermeiden. Verpflegung an Bord ist überflüssig.

Der Serviceführer hingegen fliegt direkt nach London oder Venedig. Er bietet ein abgestimmtes Netzwerk an Routen. Er bietet unterschiedliche Flugzeuge für unterschiedliche Routen und verpflegt seine Gäste. Seinen Stammkunden bietet er darüber hinaus auch Lounges.

Beide Geschäftsmodelle haben ihre Berechtigung. Wichtig ist, dass der Kunde vorher weiß, was er da bucht. Air Berlin hat den Mittelweg versucht.

Machen Sie es besser: Besprechen Sie ehrlich mit Ihren Mitarbeitern Ihre Wettbewerbsstrategie. Und denken Sie dabei an Porter: Strategie heißt auch zu sagen, was man nicht machen will.

Weitere Umsetzungshilfe:
UH9: Ausrichtung der Produktionsstrategie: www.umsetzungshilfe.de/9

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , | Hinterlasse einen Kommentar

Personenbedingte Aufhebungsverträge jetzt ohne Sperrzeit

© Briegert + Hochgeschurtz Partnerschaft

Leider tritt in der Praxis der Fall ein, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich wegen personenbedingter Gründe trennen. Aufhebungsverträge sind dabei eine sinnvolle Alternative zur personenbedingten Kündigung. Leider bergen diese Aufhebungsverträge für den Mitarbeiter das Risiko einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.

Am 25.01.2017 veröffentlichte die Agentur für Arbeit eine überarbeitete Geschäftsanweisung für ihre Mitarbeiter, die die Handlungsspielräume für den Abschluss von sperrzeitneutralen Aufhebungsverträgen maßgeblich vergrößert. (1)

Voraussetzungen für einen sperrzeitneutralen Aufhebungsvertrag (1):

  1. Der Arbeitgeber hat mit Bestimmtheit ein Kündigung in Aussicht gestellt
  2. Die drohende Arbeitgeberkündigung basiert auf betriebsbedingten oder personenbedingten Gründen (nicht aber auf verhaltensbedingten Gründen)
  3. Das Beschäftigungsverhältnis endet nicht früher als bei einer fristgerechten Arbeitgeberkündigung
  4. Der Arbeitnehmer war nicht unkündbar
  5. Dem Arbeitnehmer wurde eine Abfindung von bis zu 0,5 Bruttomonatsgehälter für jedes Jahr des Arbeitsverhältnisses gezahlt

Die zwei maßgeblichen Veränderungen gegenüber der alten Geschäftsanweisung sind:

  1. Bisher galt die Geschäftsanweisung nur für betriebsbedingte Aufhebungsverträge. Nun gilt sie auch für personenbedingte Aufhebungsverträge
  2. Bisher galt für die Abfindung eine Untergrenze von 0,25 Bruttomonatsgehälter für jedes Jahr des Arbeitsverhältnisses. Diese Untergrenze ist nun weggefallen

Mit dieser neuen Geschäftsanweisung sind nun sperrzeitneutrale Aufhebungsverträge aus personenbedingten Gründen möglich.

Für den Fall, dass der Arbeitsgeber höhere Abfindungen zahlen will, legt man das Ende des Aufhebungsvertrags einfach auf einen späteren Zeitpunkt und stellt den Mitarbeiter unter Fortbezahlung der Bezüge von der Arbeit frei.

Hier noch ein Tipp bezüglich des Beginns der Sperrzeit für den Mitarbeiter:

Bei Aufhebungsverträgen beginnt die Sperrzeit in der Regel mit dem rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses. Wird der Mitarbeiter jedoch „unwiderruflich“ von der Arbeit freigestellt, kann die Sperrzeit ausnahmsweise bereits ab dem ersten Tag der Freistellung greifen (BSG, Urteil vom 17.10.2002. B7 AL92/01 R).

Stellen Sie einen Mitarbeiter also 12 Wochen unwiderruflich von der Arbeit frei, gibt es kein Problem, wenn ihm eine Sperrzeit von 12 Wochen droht. Aber Vorsicht bei länger beschäftigten Mitarbeitern über 50 Jahren: für diese verängert sich der Anspruch auf Arbeitslosengeld und somit auch die drohende Sperrzeit.

Mit der neuen Geschäftsordnung der AfA sind nun auch sperrzeitunschädliche Aufhebungsverträge zur Vermeidung krankheitsbedingter Kündigungen möglich.

Ressourcen:

(1) Dr. Klaus Olbertz (2017). „Aufhebungsverträge und Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld.“ Zeitschrift NWB vom 22.05.2017, Seite 1588-1593. NWB Verlag, Bochum.

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Missverstanden werden, ist der Standard

E-Mail Kommunikation von letzter Woche (es geht um die Erstellung der Skripte für ein von mir durchgeführtes In-Haus NTT-Seminar in vier Wochen):

Meine Mail an meinen Kunden: „Hier ist das aktualisierte NTT-Seminar-Skript. Können Sie das auf ihr Format bringen und den Teilnehmern zur Verfügung stellen?“

Kunde: „Das ist Sache des Seminarleiters. Gerne sende ich Ihnen nochmal unseren PPT-Master zu.“

Meine Antwort: „Machen Sie das :-)“

Kunde: „Das habe Sie bisher immer gemacht, bitte auch dieses Mal“

Ich musste zweimal lesen, bis ich verstanden hatte, was passiert war. Mit meiner Antwort „machen Sie das :-)“ wollte ich ausdrücken, dass mein Kunde mir seinen PPT-Master zuschicken soll.

Mein Kunde hörte jedoch einen Imperativ: „Machen Sie das!“

Vielleicht war es auch das gut gemeinte Smile :-), dass sich im E-Mail Programm des Kunden in etwas anderes verwandelt hat.

Wir denken immer „verstanden werden ist der Standard“, tatsächlich jedoch ist das Gegenteil der Fall. Missverstanden werden, ist der Standard.

Wenn Sie mit dieser Einstellung in Ihre zukünftigen Gespräche gehen, haben Sie die Chance viele Missverständnisse zu vermeiden.

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu | Hinterlasse einen Kommentar

Darf Ihr Techniker für 300 Euro in bar einkaufen gehen?

© panthermedia.net /
djahan

Freitagmorgen um 8:00 Uhr: Nach und nach füllen sich die Büros und die Rechner werden in Betrieb genommen. Doch heute ist Geduld gefragt. Ausgerechnet heute läuft das System wie ein Sack Muscheln. Und an der IT-Hotline nimmt keiner mehr ab. Es ist schließlich Haupturlaubszeit, die IT-Abteilung ist nur noch minimal besetzt. Brüggel – unser IT-Verantwortlicher – hat sich entschlossen statt zu telefonieren, sich lieber um den Fehler zu kümmern.

Der Fehler war schnell identifiziert. Ein Netzteil ist defekt. Und die Rettung liegt 500m vom Werkstor entfernt in einem Elektromarkt. Laut Telefonauskunft kostet die Rettung 300€.

Die Rettung?  Leider nein. Denn der Elektromarkt verkauft nicht auf Rechnung. Bei ihm es üblich, dass der Kunde direkt im Laden die Ware abholt und bezahlt. Damit kann Brüggel jedoch nicht dienen. Die Barkasse in seinem Unternehmen wurde vor einem Jahr abgeschafft. Um Missbrauch zu vermeiden, hat die Compliance-Abteilung im Headquarter die Barkassen an den lokalen Standorten abgeschafft. …

Darf Ihr Techniker ein Ersatzteil für 300€ ohne bürokratischen Aufwand und selbstständig beim Händler nebenan beschaffen?

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was ist die gewaltigste Welt, die der Mensch erschaffen hat?

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ Henrich Heine

Gesehen im Schaufenster einer  Buchhandlung in Stuttgart.

Ich bin erschrocken, weil ich dachte:

„Stimmt nicht, die gewaltigste Welt, die der Mensch bisher erschaffen hat, ist das Internet!“

Das Internet hat bereits heute eine gewaltige Veränderung in allen Bereichen der Gesellschaft erzeugt. Es ist eine romantische Vorstellung, dass unsere Kinder sich heute in ihr Zimmer zurückziehen, um Bücher zu lesen.

Heinrich Heine wird in Wikipedia beschrieben als „letzter Dichter der Romantik …“

Und natürlich hätte die Buchhandlung es sehr gerne, dass Heine heute noch Recht hat. Aber es ist eine romantische Vorstellung.

Und natürlich würden die Automobilhersteller sich wünschen, dass Diesel- oder Benzinmotoren die Lösung der Mobilitätswünsche ihrer Kunden sind. Aber es ist eine romantische Vorstellung.

Und wie sieht es mit dem Geschäftsmodell ihres Unternehmens aus? Jedes Unternehmen muss seine Geschäftsstrategie unter Berücksichtigung des Internets machen, nicht unter Berücksichtigung des Büchermarkts.

Fangen Sie heute an darüber nachzudenken, ob ihre Tätigkeit morgen noch gebraucht wird. Oder haben Sie heute noch ein NOKIA-Handy?

Ressourcen:

Wikipedia (2017). Abzug 10.08.2017. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Heine

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Wann ist es ein Unfall?

© panthermedia.net /
U Pixel

Die gesetzliche Unfallversicherung definiert als Unfall: „Ein zeitlich begrenztes, von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.“

Beispiel: Ein Bademeister hebt einen 75kg schweren Patienten aus dem Rollstuhl. Plötzlich spürt er einen stechenden Schmerz in seiner rechten Schulter und es habe ein „knallendes Geräusch“ gegeben. Nur handelt es sich hier um einen Arbeitsunfall?

Das Sozialgericht Karlsruhe verneinte dies im April 2011.

Die Begründung: Grundsätzlich können auch körpereigene Bewegungen wie zum Beispiel Heben, Laufen oder Tragen ein „von außen“ auf den Körper einwirkendes Ereignis  und damit ein Arbeitsunfall sein. Nur hier fehlte es an der Kausalität zwischen dem angeschuldigten Geschehen und den von den behandelnden Ärzten diagnostizierten Gesundheitsstörungen an der rechten Schulter. Ferner führte das Gericht an, dass es sich hier um eine vollkommen kontrollierte Hebesituation handelte. Eine Ablenkung oder sonstige überraschende Momente seien – abgesehen von der Verletzung der Bizepssehne – nicht aufgetreten. Der Riss der langen Bizepssehne sei nicht wesentlich durch den Hebevorgang bedingt, sondern Folge anlage- und altersbedingter Abnutzungserscheinungen. Damit handelt es sich hier um ein unfallversicherungsrechtlich bedeutungslosen Anlassgeschehen, aber nicht um einen Arbeitsunfall.

Weitere Umsetzungshilfen um Unfälle zu vermeiden:

UH24: Arbeitsunfälle vermeiden www.umsetzungshilfe.de/24
UH59: Kurzschulung Unfälle vermeiden. www.umsetzunghilfe.de/59

Ressourcen:
Urteil vom 21.04.2011 – S 1 U 3415/10, Sozialgericht Karlsruhe: http://www.sozialgericht-karlsruhe.de/pb/,Lde/1210912/?LISTPAGE=1210872

 

 

 

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , | Hinterlasse einen Kommentar

Bei uns gibt es keine Täler, bei uns gibt es nur Berge!

„Herr Hochgeschurtz, Sie vertreten den Standpunkt, dass Überstunden nicht ausbezahlt werden sollten, um keine Fehlanreize zu setzen. Nur, was soll ich tun? Meine Mitarbeiter müssen schon seit einem Jahr länger arbeiten und es wir bis auf weiteres so bleiben. Dadurch haben die Mitarbeiter gar keine Zeit die Stunden abzubauen.“

Tatsächlich gibt es in den meisten Unternehmen einen heimlichen Konsens zu Überstunden.

Die Mitarbeiter mögen Überstunden, da sie das Entgelt erhöhen.

Die Führungskräfte mögen Überstunden, da sie enge Ressourcen an das Management suggerieren.

Das Management mag Überstunden, da sie die flexibelste Methode zur Kapazitätserweiterung sind.

Und der Betriebsrat mag Überstunden, da die Ablehnung von Überstunden das stärkste Druckmittel aus dem Betriebsverfassungsgesetz gegenüber dem Management und den Führungskräften ist.

Alle Betriebsparteien jammern über Überstunden, aber in Wahrheit will sie jeder haben!

Unserem Fragesteller bleibt nur eines, wenn er etwas ändern will – zum äußersten Greifen und mit seinen Mitarbeitern reden. Gehen Sie den unbequemen Weg.

Schlagen Sie allen Betriebsparteien vor, tatsächlich genauso viele neue Mitarbeiter einzustellen, wie es in den letzten 12 Monaten Überstunden gab. Im Gegenzug darf keine einzige Überstunde mehr gemacht werden. Und jetzt schauen Sie mal, welche der Betriebsparteien Ihrem Vorschlag zustimmt.

Schauen Sie in die Gesichter Ihrer Mitarbeiter, wenn Sie vorschlagen zwei neue Kollegen mit genau dem gleichen Qualifikationsprofil wie der Rest der Gruppe fest einzustellen. Sie werden überrascht sein.

Wir haben das Problem mit folgenden Grundsätzen zur Zeiterfassung gelöst:

  1. Der Mitarbeiter startet am ersten Arbeitstag mit 0 Stunden auf dem Zeitkonto und verlässt das Unternehmen am letzten Arbeitstag mit 0 Stunden.
  2. Es wird niemals eine Stunde ausbezahlt
  3. Die Zeitkonten haben keine Grenzen

Belohnen Sie Mitarbeiter nicht für langes Arbeiten, sondern für intelligentes Arbeiten!

Ressourcen:

E. Briegert, T. Hochgeschurtz (2012). UH30 Fünf Gründe gegen Zeiterfassung www.umsetzungshilfe.de/30

E. Briegert, T. Hochgeschurtz (2012). UH31 Einführung von Vertrauensarbeitszeit www.umsetzungshilfe.de/31

 

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kommen Ihre Mitarbeiter um zu arbeiten – oder um Geld zu verdienen?

© panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd

„Herr Briegert, zu uns kommt man nicht um zu arbeiten, sondern um Geld zu verdienen!“, so ein Teilnehmer in einem unserer Praxisworkshops: Fehlzeiten reduzieren – Mitarbeiter motivieren.

Ist dies ein Problem? Warum unterschreiben Menschen Arbeitsverträge?
Zeitvertreib ist selten das entscheidende Motiv. Ja, es geht um Geld.
Und ist Geld ein Motivator? Klar, Geld ist ein (!) Grund etwas zu tun. Warum sonst machen Menschen auch langweilige oder gar sinnlose Jobs? Weil sie dafür bezahlt werden.

Nur reicht es, wenn Ihre Mitarbeiter nur des Geldes wegen kommen? Wie arbeitet jemand, der nur des Geldes wegen kommt? Dienstleistung lässt sich kaufen – Leidenschaft nicht! Wenn jemand seine Tätigkeit nur des Geldes wegen ausführt, wird er alles tun, um seinen Job zu behalten. Aber warum sollte er mehr tun? Überhaupt, wie viele Tage im Jahr muss man zur Arbeit kommen, ohne Geld zu verlieren. Eine Antwort liefert das Entgeltfortzahlungsgesetz 😊.

Und wenn Sie mehr als nur Pflichterfüllung möchten, dann geben Sie Ihren Mitarbeitern ganzheitliche, bedeutsame und vielseitige Aufgaben mit Handlungsspielraum.

Ihr Umsetzungshilfen für motivierte Mitarbeiter

UH53: Wie motivieren empfinden Mitarbeiter ihre Arbeit? www.umsetzungshilfe.de/53
UH57: Handlungsspielraum einräumen www.umsetzungshilfe.de/57
UH72: Was demotiviert wirklich? www.umsetzungshilfe.de/72
UH73: Was motiviert wirklich? www.umsetzungshilfe.de/73

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Warum mögen Sie Warum-Fragen nicht?

© panthermedia.net / tintin75

Wie jemand gehandelt hat, ist häufig erkennbar. Wichtiger ist aber oft die Frage nach dem Warum  – warum hat er dies oder das getan. Mit der Warum-Frage erfahren Sie die Gründe und Motive für eine Handlung. Nur wenn Sie diese verstanden haben, können Sie Verhalten beeinflussen.

Fragen Sie ruhig mehrfach nach. Oft kommen die wahren Motive und Gründe erst nach mehreren Schleifen zum Vorschein. Aus diesen Gründen hat sich die 5-Why-Methode (5 mal Warum) in der Analyse von Ursachen durchgesetzt.

Aber wie fühlen Sie sich, wenn Sie nach dem Warum Ihrer Handlung befragt werden? Häufig erzeugt die Warum-Frage einen Rechtfertigungsdruck. Wir müssen uns erklären und rechtfertigen. Sie verbessern die Atmosphäre, indem Sie die Warum-Frage durch die Frage nach den Gründen ersetzen. Aus der Frage: „Warum haben Sie in Berlin studiert?“ wird die Frage: „Aus welchen Gründen haben Sie in Berlin studiert?“

Und wenn Ihnen die erste Antwort nicht reicht? Dann fragen Sie geschickt weiter: „Aus welchen weiteren Gründen haben Sie in Berlin studiert?“.

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle | zugeordnet zu , , | Hinterlasse einen Kommentar