Schafft Deutschland den Sprung unter die 16?

Wir sehnen uns nach dem Spiel, wir zittern vor dem Spiel gegen Ghana. Angst, ja fast Panik beschleicht uns bei dem Gedanken, nächsten Mittwoch nicht mehr zu den Besten zu gehören.

In 3 Wochen allerdings, wenn die Fußball Weltmeisterschaft vorbei ist, sind wir sicherlich nicht unter 16, sondern über 16! Über 16% Ungelernte bei den 20- bis 30-jährigen in Deutschland. Diesen Höchststand von 17% haben wir nämlich schon im Jahre 2008 erreicht. 1,5 Millionen junge Menschen waren 2008 ausbildungslos und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit mittelfristig beschäftigungslos.

Ergänzend zu den rapide sinkenden Schülerzahlen gefährdet dieser Trend die Innovations- und Veränderungsfähigkeit aller deutschen Unternehmen nachhaltig. Nur wer jetzt konsequent über Bedarf ausbildet, wird in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Mitarbeiter haben.

Machen Sie dabei aber keine Kompromisse bei der Qualität der Auszubildenden, denn heute reicht das in der Ausbildung Gelernte nicht mehr ein ganzes Berufsleben. Aus- und Weiterbildung, oft müde belächelt als überflüssige Personalabteilungs-Disziplinen, werden von strategischer Bedeutung. Ihre Auszubildenden müssen fähig sein, nach der Ausbildung weiter zu lernen, mehr als wir das heute tun.

Bis zum Ende des Kohortenwechsels in 2020, also den Punkt, wo die Belegschaften aufhören zu altern und dafür der Mitarbeiterschwund beginnt, sind es noch zwei Fußball-Weltmeisterschaften. Da werden wir wieder um unsere Kicker zittern, zwischendurch jedoch sollten wir die gewerbliche Ausbildung so konsequent forcieren, dass wir garantiert wieder unter 16 kommen,

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