Not invented here!

„Not invented here“ richtet den zweitgrößten Schaden in Unternehmen an. Da kopieren negatives anhaftet, versuchen viele Mitarbeiter und Führungskräfte das Rad lieber selbst neu zu erfinden. Dabei haben die Japaner in den 70er und die Chinesen in den 90er Jahren gezeigt, dass sich kopieren lohnen kann (ich meine damit allerdings nicht den Ideendiebstahl oder Markenpiraterie).

Größeren Schaden richtet nur noch das Verschenken von einmal errungenen Wettbewerbs-Vorteilen ohne Not an.

Ein Musterbeispiel liefert aktuell die Politik mit der Diskussion um die Rente mit 67. Durch ehemalige Regierungsparteien mit viel Blut und Schweiß erkämpft, wird diese wesentliche Errungenschaft von der aktuellen Politikerriege aufgeweicht.

Zur Erinnerung, bereits heute wendet der deutsche Staat (wir) 240 Mrd. € pro Jahr für die gesetzlichen Renten auf, davon nur noch 2/3 beitragsfinanziert. Die restlichen 80 Mrd. € werden schon heute aus dem laufenden Bundeshaushalt finanziert. Trotzdem wird die Rente mit 67 wegen des Aufschwungchens leichtfertig in Frage gestellt.

Ähnliche Verhaltensweisen sind auch in vielen Unternehmen bei Vorgesetztenwechsel zu beobachten. Schnell werden die Errungenschaften des Vorgängers auf dem Altar „neuer, besser kehrender Besen“ geopfert ohne den Sinn oder die Vorteile der alten Vorgehensweise zu verstehen. So werden durchdachte Betriebsvereinbarungen z. B. zu Arbeitszeit oder Entgelt durch den aktuellen Aufschwung entflexibilisiert oder einfach nur teurer gemacht, ohne die Strategiekonformität zu erhöhen.

Machen Sie es besser, scheuen Sie sich nicht davor

1. gute Prozesse woanders abzugucken und bei sich zu installieren
2. Prozesse, die Sie verändern auf Ihren Sinn und Unsinn genau zu prüfen

Und wenn Sie dabei (Umsetzungs-) Hilfe brauchen, scheuen Sie sich nicht davor, jemanden zu fragen, der sich auskennt!

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

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