Tausche Sicherheit gegen Freiheit

Immobilie kaufen oder nicht kaufen? In Zeiten steigender Immobilienpreise kein Thema, aber heute? Die Demographie sagt deutlich weniger Menschen voraus, damit auch deutlich weniger Bedarf an Wohnraum. Warum denken trotzdem viele Menschen in Deutschland über den Kauf einer Immobilie nach?

Eine Immobilie vermittelt trügerische Sicherheit. Nicht bloß gemietet, jetzt gehört einem was vom großen Kuchen. Tatsächlich fühlen sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden sicherer, als in einem Mietobjekt, bei dem der Besitzer jederzeit „Eigenbedarf“ anmelden kann und den Mieter vor die Türe setzt.

Aber was tauschen Sie dafür? Sie werden gezwungen, die nächsten 32 Jahre Raten abzubezahlen. 32 Jahre festgelegte Fixkosten!

Maslow hat schon 1943 in seiner Bedürfnispyramide gezeigt, dass Sicherheit nach den physiologischen Bedürfnissen auf Platz 2 rangiert. So lässt sich erklären, warum weiterhin zahlreiche Menschen Immobilien erwerben und sich freiwillig ihrer (finanziellen) Freiheiten berauben.

Im Mittelalter war das noch ein nachvollziehbarer Tausch. Der Eintritt in ein Kloster garantierte jemanden lebenslang Sicherheit, dafür opferte derjenige lebenslang seine Freiheit [1]. Dass es diesen Tausch in der modernen Arbeitswelt weiterhin gibt, erstaunt mich. Lieber ein sicherer Arbeitsplatz mit fest definierten Inhalt, als ein Arbeitsplatz, wo ich heute nicht weiß, was ich morgen tun werde.

Für Unternehmen und Vorgesetzte der größte anzunehmende Unfall, denn die Märkte und die Wettbewerber ändern sich jeden Tag schneller. Verhindern Sie, dass Ihre Mitarbeiter sich freiwillig in den goldenen Käfig einschließen:

1. Machen Sie Jobrotation zur Pflicht, nicht zur Kür

2. Fördern Sie berufsqualifizierende Ausbildungen

3. Fordern Sie Einsatzflexibilität

4. Kaufen Sie keine Immobilien;-)

Alle 5 Umsetzungshilfen, um den Weg in den goldenen Käfig zu verhindern unter: UH11-Wo bitte geht’s zum goldenen Käfig

Ressourcen:

[1] Förster & Kreuz, Nur Tote bleiben liegen, Campus Verlag 2010
[2] Foto: Wikipedia; Kloster Andechs vom 9.2.2008; Urheber: N p holmes

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