No risk – no fun!

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Kennen Sie den Flynn-Effekt? Benannt nach dem Politologen James R. Flynn, bezeichnet dieser die Beobachtung, dass bis in die 90er Jahre die gemessene Intelligenz in den Industrienationen stetig zunahm. Seit 1990 scheint der Flynn-Effekt beendet und die gemessene Intelligenz sinkt. Svenja Hofert stellte in Facebook die Frage, warum?

Nie haben Eltern mehr Zeit für ihre Kinder gehabt. Nie war es einfacher sich „schlau zu machen“. Nie waren die Rahmenbedingungen besser.

Trotzdem sinkt die gemessene Intelligenz seit 10 bis 20 Jahren. Mir stellt sich die Frage: „Lernen wir noch?“

Das Lesen einer neuen Information alleine ist kein „Lernen“. Dann haben wir lediglich eine neue Information erhalten. Lernen entsteht erst durch Experiment! Erst wenn ich eine neue Information in neue Handlung umsetze, habe ich gelernt. Ich probiere etwas Neues!

Und jetzt schauen wir in unsere Betriebe. Ist es erlaubt etwas Neues auszuprobieren? Was lässt das QM-System zu? Wie wichtig ist ihren Vorgesetzten „Risikobereitschaft“? Unser Problem: wir sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge. Uns geht es so gut, dass Änderungen als Bedrohung und nicht als Chance gesehen werden.

Einen wissenschaftlichen Konsens über die Ursachen des Flynn-Effekts gibt es nicht. Es gibt auch keine Erklärung für das Ende des Flynn-Effekts. Wir können jetzt eine große Debatte über Ernährung, neue Medien und Schulsystem führen, oder wir fangen Morgen an zu lernen.

Raus aus der persönlichen Komfortzone!

Ressorcen:

Wikipedia „Flynn-Effekt“, 3.7.2011

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

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