Was können wir von der Piratenpartei lernen?

Noch im Berliner Landtags-Wahlkampf konnte der Spitzenkandidat der Piraten vor laufenden rbb-Kameras die Höhe der Schulden Berlins nicht beziffern. Die etablierten Parteien lächelten über diese Blamage. Und was machen die Piraten? Heulen? Jammern? Anderen die Schuld zuschieben?

Nein!

Sie programmieren umgehend eine kostenlose iPhone App, mit der jeder Bürger sekundengenau den Schuldenstand Berlins auf seinen Mobilphone abrufen kann (wenn es ein so großes Display hat).

Wer umsetzt, ist erfolgreicher!

In einer öffentlich-rechtlichen Nabelschau der etablierten Parteien, auch „Anne Will“ genannt, versuchte die Moderatorin die Gründe für den Sensationserfolg der Piratenpartei bei der Berlin Wahl transparent zu machen. Es gelang!

Allerdings nicht durch die geschickten Fragen der Moderatorin. Vielmehr offenbarten die etablierten Politiker in der Runde die Ursachen für den rapiden Vertrauensverlust in ihre Parteien von ganz alleine. Unverständliche Satzkonstruktionen und Worthülsen, ausweichende Antworten und dilettantische Selbstoffenbarung ließen Verständnis für die Politikmüdigkeit in Deutschland aufkommen.

Der Bundesgeschäftsführer der Piratenpartei dagegen sprach eine Sprache, die ein normaler Mensch versteht.

Wer mit einfacher Sprache spricht, wird verstanden. Wer verstanden wird, ist erfolgreicher

Versuchen Sie es einfach, denn es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

PS: Das Buch Führung beschreibt in einfacher Sprache, wie sie erfolgreich umsetzen können.

Ressourcen:
[1] Gabriela Keller (2011). „Wo ist Ihre Augenklappe“. Handelsblatt online vom 23.09.2011

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