Schneller! Schneller!! Nur wie schnell?

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Produktion in Deutschland steht unter Wettbewerbsdruck. Da hilft nur – mehr produzieren in gleicher Zeit – aber wie?

Ganz einfach: Lassen Sie Ihre Maschinen schneller laufen!

Nur, wie schnell?

Zu allem Unglück hat Ihr Vertrieb auch noch der letzten Preissenkung zugestimmt. Nun können Sie ausrechnen, welche Produktionskosten noch einen Deckungsbeitrag erzeugen. Aus den zulässigen Produktionskosten lässt sich dann die notwendige Geschwindigkeit der Maschinen berechnen. (Die meisten Unternehmen rechnen nicht wie beschrieben rückwärts, sondern haben je Arbeitsschritt eine definierte Sollgeschwindigkeit.)

Spannend ist alleine die Frage:

Welche Geschwindigkeit fährt der Maschinenführer jetzt?

Woher soll der Mitarbeiter wissen, wie schnell er fahren soll? Viele PPS Systeme haben in der Grundeinstellung die gewünschten Geschwindigkeiten nicht auf den Fertigungsaufträgen aufgedruckt.

So teilt der Mitarbeiter die Sollmenge durch die Sollzeit und erhält „seine“ Geschwindigkeit. Leider sind in der Sollzeit noch Nebenzeiten (Rüsten etc.) eingerechnet.

  1. Überprüfen Sie, ob Ihre Mitarbeiter die gewünschten Sollgeschwindigkeiten kennen!
  2. Lassen Sie sich jede Geschwindigkeitsreduktion erklären (und viel wichtiger:) und sich eine Maßnahme zur Vermeidung der Reduktion definieren.

Bleibt ein letztes Problem: Hat der Mitarbeiter ein Interesse, schneller als die Sollgeschwindigkeit zu fahren?  Sie bezahlen ihre Mitarbeiter nach Stunden, wohlmöglich bezahlen sie samstags sogar Überstundenzuschläge.

Sie haben einen intelligenten Mitarbeiter – was wird der Mitarbeiter tun?

Schaffen Sie Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass Ihre Mitarbeiter freiwillig und aus Überzeugung die maximal mögliche Geschwindigkeit fahren!

 

Dieser Beitrag wurde publiziert in Alle.

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