Haben Sie Demographie verstanden?

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, frohlockt die Leber des närrischen Rheinländers. Mehr als fünf Tage feiern hält auch eine trinkerprobte Leber nicht durch. Die ganze Wahrheit aber, es ist nur eine Unterbrechung von 360 Tagen.

Aber mit Wahrheiten und Realitäten nehmen wir Menschen es ja nicht immer so genau.

So ist es auch mit der demographischen Entwicklung, die ständig in den Zeitungen steht, in den Betrieben aber nicht recht ankommen will.

Die betrieblichen Probleme durch die Demographie werden weiterhin unterschätzt, da momentan „nur“ der sogenannte Kohorten-Wechsel stattfindet.

Wir werden einfach nur älter. Der Anteil der 50-64 jährigen steigt von 32% in 2010 auf 39% in 2020, aber es sind immer noch genug Erwerbsfähige da. Daher unterschätzen viele Unternehmen die Wirkung des demographischen Wandels.

Erst ab 2020 verliert Deutschland 20% oder 10 Mio. Erwerbsfähige. Diese 10 Mio. sind durch Zuwanderung nicht ausgleichbar. Auf diese Phase bereiten sich die Unternehmen jedoch nur sehr unzureichend vor, da viele heutige Entscheidungsträger sich dann selbst im Ruhestand wähnen.

Nur wer heute konsequent flexibilisiert, wird morgen seine Marktposition halten können. Arbeitsplatz- und Arbeitszeitflexibilität kosten heute vielleicht Geld, morgen sichert diese Flexibilität das Unternehmen.

Nur dem Rheinländer ist das egal, denn eines der elf rheinischen Gebote lautet:

„Et kütt, wie et kütt!“

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