Produktivität verbessern Teil 3: KVP ist Pflicht nicht Kür

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Angenommen, wir haben verstanden, dass Qualifikation der Schlüssel zum Erfolg ist.

Und wir haben den Mitarbeiter überzeugt, sich zu qualifizieren.

Dann ist der Augenblick gekommen, wo die Personalentwicklung aktiv werden muss.

Falsch!

Viele Vorgesetzte glauben, dass Personalentwicklung Aufgabe der Personalabteilung ist. Diese nimmt sich der Aufgabe auch gerne an.

Tatsächlich findet Personalentwicklung vor allem in der Gestaltung der Arbeitstätigkeit statt.

Erfolgreiche Unternehmen bieten Arbeitsplätze, bei denen sich jeder Mitarbeiter weiter entwickeln kann. Stumpfsinnige Arbeiten führen zu stumpfsinnigen Mitarbeitern.

Allerdings führt das reine Angebot noch nicht zum Qualifizierungswillen.

Vorgesetzte müssen als Rahmenbedingung Ihre Erwartung äußern („Kontinuierliche Verbesserung ist Pflicht, nicht Kür“) und die Weiterentwicklung jedes Einzelnen einfordern.

Die konkrete Ausgestaltung der Weiterentwicklung (z. B. über eine Qualifikationsmatrix, oder die Integration anderer Arbeitsprozesse) sollte dann bei den Mitarbeitern liegen, damit diese von Betroffenen zu Beteiligten werden.

Wie das in der Praxis funktioniert können Sie übrigens am 27./28. September in Offenburg lernen.

Und was macht jetzt die Personalentwicklung? Die sorgt mit geeigneten Maßnahmen für die Entwicklung der Sozial-, Methoden- und Führungskompetenz.

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2 Antworten auf Produktivität verbessern Teil 3: KVP ist Pflicht nicht Kür

  1. Urs Eberle sagt:

    Wunderschöne Denkweise!
    Der Paradigmenwechsel von „Warum benötigen Sie dieses Seminar?“ hin zu „Warum haben Sie dieses Jahr nur 4 Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt?“ ist zwingend nötig, möchte man an des „Gold in den Köpfen der Mitarbeiter“ kommen.
    Bei uns im Unternehmen gibt es deshalb eine „Walz“, einen mehrmonatigen vom Unternehmen unterstützen Auslandsaufenthalt (nicht in einer unserer Niederlassungen oder als Auslands-Semester).
    Wir haben dies jetzt auch für Produktionsbereiche eingeführt – die „Werkerwalz“.
    Es wird von den Werkern erwartet, dass sie mindestens 3 andere Unternehmen pro Jahr besuchen. Dies kann alleine stattfinden, zusammen mit Vertrieb oder Customer Service beim Kunden oder mit dem Einkauf beim Wertschöpfungspartner.
    Wichtig ist, dass diese Zeiten als „Arbeitszeiten“ gewertet werden und nicht 50:50 oder gar nur Freizeit. Selbstverständlich gibt es dafür auch Poolfahrzeuge.
    Als Gegenleistung bekommt das Unternehmen einen Mitarbeiter, der über den Tellerrand geschaut hat, der motiviert ist Neu-Erfahrenes auszuprobieren, der sich wertgeschätzt fühlt und einen 1-2-seitigen Besuchsbericht.

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