01: Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“

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Glauben Sie auch, dass das Gegenteil von „gut“ „schlecht“ ist? Aber die tägliche Praxis zeigt, dass das richtige Gegenteil von „gut“
„gut gemeint“
ist.

So berichteten wir im Januar von Seminarteilnehmern die acht Stunden in einem Seminar sitzen und am Ende als Feedback sagen: „Leider haben wir nichts verstanden!“

Diese Teilnehmer hatten es mit dem Referenten nur gut gemeint.

So ging es wohl auch Thomas Edison, der mit seiner Erfindung „elektrischer Stuhl“ einfach nur die Gefahren von Gleichstrom aufzeigen wollte.

Vorgesetzte die zu Mikromanagement neigen, meinen es auch nur gut mit Ihren Mitarbeitern. Oder wollen diese Hyperbeschäftigten einfach nicht langweilig sein? Denn wer keinen Stress hat, ist entweder langweilig oder nicht wichtig genug.

Meine vier Lieblingsbeiträge aus dem Januar 2012:

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2 Antworten auf 01: Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“

  1. Urs Eberle sagt:

    Vielen Dank für Ihren Beitrag in dem Sie mir wieder einmal aus der Seele sprechen. Ich möchte den Beitrag aber gerne auch noch um die Analogie von Zeit und Leistung erweitern.
    Solange das Ziel der Ausbilder (oder der Personalentwicklung) ist, „Schulung angeboten/Schulung gehalten“ oder das Ziel der Teilnehmer ist, „Schulung besucht“, müssen wir uns nicht wundern, dass genau diese Ziele erreicht werden. Smarter wären allerdings Lernziele im Sinne von: der Teilnehmer hat etwas gelernt. Hiervor scheut man sich jedoch flächendeckend, da diese Vorgehensweise unter anderem mit Begriffen wie Kontrolle oder gar Konsequenz verknüpft sind.
    Wer Kinder im schulpflichtigen Alter hat weiß, dass die Antwort auf die Frage: „Hast Du auf die Klausur gelernt?“ oft mit „Ja“, manchmal mit „nein“ beantwortet wird. Mich als Vater interessiert aber gar nicht, ob meine Kinder gelernt haben. Mich interessiert, ob sie es können.

    • @Urs Eberle: Danke für die Analogie zum Privatleben. Es ist doch nicht relevant, ob das Kind gelernt hat, sondern, ob es das Thema verstanden habt. Aber so steuern wir Eltern unsere Kinder schon falsch aus. Sollten wir es vielleicht sogar nur am Ergebnis messen? Wir Eltern sind schon ein feiger Haufen.

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