Zufriedenheit am Arbeitsplatz: Verwöhnen Sie Ihre Mitarbeiter richtig!

(c) Daniel Grillo

Von Daniel Grillo
(Masterand Wirtschaftsingenieurwesen)

Unzufriedene Mitarbeiter?

Dann müssen Mitarbeiterbefragungen zur Analyse herhalten. Dumm nur, dass die Aussage wenig nützt!

Sie denken: „Zufriedene Mitarbeiter sind leistungsbereit?“

Nicht jede Form der „Zufriedenheit“ führt zu guter Leistung.

Bei hoher Arbeitszufriedenheit empfinden Arbeitnehmer die Arbeit und das Umfeld als angenehm. Bei einer Geringen dominieren Frust, Angst und das Gefühl der Ausnutzung.

Arbeitszufriedenheit hängt vom Arbeitnehmer selbst, von seiner Aufgabe und seinem Umfeld ab.

Entspricht die Arbeitsstelle der Vorstellung des Mitarbeiters, ergibt sich Stabilisierende Zufriedenheit. Hier geben Sie sich und ihren Mitarbeitern zwei Möglichkeiten:

  1. Das Anspruchsniveau in einem zu bewältigendem Maß erhöhen. Damit entsteht Progressive Arbeitszufriedenheit. Der Mitarbeiter leistet mehr!
  2. Das Anspruchsniveau beibehalten. Damit bleibt die Stabilisierende Zufriedenheit. Neue Ziele werden in anderen Lebensbereichen gesteckt!

Werden die Bedürfnisse des Arbeitnehmers nicht erfüllt entsteht eine Diffuse Unzufriedenheit.

Hier entstehen folgende Optionen:

  1. Der Arbeitnehmer senkt seine Ansprüche. Es entsteht Resignative Arbeitszufriedenheit. Der Mitarbeiter resigniert!
  2. Der Arbeitnehmer behält seine Ansprüche. Und:
  • Verdrängt das Problem bzw. die Situation. Es entsteht Pseudo-Arbeitszufriedenheit. Der Mitarbeiter verdrängt sein Problem!
  • Will das Problem lösen und findet Wege. Es entsteht Konstruktive Arbeitsunzufriedenheit. Der Mitarbeiter findet neue Lösungsansätze!
  • Will das Problem lösen und findet keinen Weg. Es entsteht Fixierte Arbeitsunzufriedenheit.  Der Mitarbeiter verbreitet schlechte Stimmung!

Also: Erlauben Sie Ihren Mitarbeitern mehr zu leisten!

Verwöhnen Sie Ihre Mitarbeiter nicht mit Kantine und freiem Kaffee, sondern mit Autonomie und Handlungsspielräumen!

Ressourcen: Siemund, S. (2013): Arbeitszufriedenheit in der Zeitarbeit. Eine pädagogische Analyse. Springer Fachmedien Wiesbaden.

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7 Antworten auf Zufriedenheit am Arbeitsplatz: Verwöhnen Sie Ihre Mitarbeiter richtig!

  1. Maik Rieß sagt:

    Nun ja, wie so oft gilt auch hier der Grundsatz der Ausgewogenheit. NUR Kaffee allein bringts sicher nicht. Aber genausowenig wird eine autonome, erfüllende Tätigkeit motivieren, wenn das Umfeld nicht stimmt. Also z.B. hohe Lautstärke, enge & überfüllte Büros, etc.

  2. Enrico Briegert sagt:

    Stimmt – wenn die Hygienefaktoren nicht stimmen, hilft Handlungsspielraum auch nicht ;-).

  3. Daniel Grillo sagt:

    Natürlich geht es um die Botschaft,

    selbst habe ich derzeit jeden Mittag eine super Mahlzeit in der Kantine. Das erspart mir den Aufwand zuhause etwas vor zu bereiten und bewahrt andere Mitarbeiter evtl. auch davor jeden Tag nur Brote zu essen. Es geht auch ein stück weit um die Gesundheit,
    das weiß die Firma sicherlich auch…

    Beste Grüße
    Daniel Grillo

    • Wenn ich die Wahl hätte:
      A = Gute Kantine, aber begrenzter Handlungsspielraum
      B = Schlechte Kantine, aber hohen Handlungsspielraum
      dann würde ich mich für B entscheiden.
      Am Besten sind natürlich gute Kantine und hohe Handlungsspielräume 🙂
      Ein „Unternehmensbewohner“ würde sich wohl eher für A entscheiden.
      Übrigens: Gegen eine schlechte Kantine kann sich ein Mitarbeiter leicht wehren, er geht einfach nicht mehr hin. Bei einem schlechten Vorgesetzten ist das deutlich schwieriger …

      • Enrico Briegert sagt:

        „Bei einem schlechten Vorgesetzten ist das deutlich schwieriger …“ – Er könnte bei einem schlechten Vorgesetzten seltener hingehen ;-).

  4. Harald sagt:

    Hallo,
    Ich finde ein großer Teil der Motivation und Zufriedenheit hängt vom Arbeitsumfeld ab. Damit mein ich jetzt zb. auch die Kollegen. Es macht doch viel mehr Spaß zur Arbeit zu gehen wenn man weiß, dass dort nette Kollegen arbeiten mit denen man sich gut versteht. Gratis Kaffee kann es ja mal gar nicht sein. Für mich der sowieso keinen Kaffee trinkt prinzipiell kein Thema. Wofür ich dankbar bin und was für meine Motivation hier bei der Webconomy gut ist, ist dass ich meine Monatspensum bekomme und dieses erfüllen soll. Wie ich das mache, dass ist mir selbst überlassen. Hauptsache es wird zeitgerecht und ordentlich erledigt.

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