Darf ich in der Gesprächsnotiz auch Konsequenzen androhen?

Dürfen? Ja! Nur Sie sollten es nicht tun. Warum nicht? Zwei Gründe:
1. Jede Drohung hat einen Verlierer
2. Nehmen Sie durch die Drohung Ihrem Mitarbeiter die Chance zur Einsicht

Jede Drohung hat einen Verlierer

Wenn Sie eine Abmahnung bei wiederholten Fehlverhalten androhen, dann müssen Sie auch liefern. Nur haben Sie die alleinige Power die Abmahnung durchzusetzen? Falls nein, begeben Sie sich in Gefahr. Wenn zum Beispiel Ihr Personaler meint, dass es zur Abmahnung nicht reicht, dann haben Sie verloren. Sie verlieren Ihre Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit.

Lassen Sie Ihrem Mitarbeiter die Chance zur Einsicht

Die Änderung des Verhaltens durch Einsicht ist nachhaltig. Wenn jemand nur das Verhalten ändert, da er die Konsequenz fürchtet, dann ändert er sein Verhalten. Nur was, wenn die Konsequenz nicht mehr droht? Was wenn der Vorgesetzte im Urlaub ist? Oder wenn der Vorgesetzte wechselt? Dann fällt das Verhalten des Mitarbeiters wieder zurück. Der einsichtige Mitarbeiter behält sein geändertes Verhalten bei. Einsicht führt zur plastischen Änderung des Verhaltens. Konsequenz führt zu einer elastischen Veränderung des Verhaltens.

Weitere Umsetzungshilfen:

UH54: Konsequenz in der Mitarbeiterführung www.umsetzungshilfe.de/54
UH66: Was ist Führung? www.umsetzungshilfe.de/66
Video: Was ist Führung
Ihr Basis-Seminar nicht nur für neue Führungskräfte: Führung, der schnelle Einstieg

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ab 2020 kommt der Demografie Hammer

Rund 45 Millionen Erwerbstätige gibt es in Deutschland. Das dieser Rekordwert aktuell erreicht wird, liegt an den Frauen und den Älteren, denn bei diesen beiden Gruppen hat die Erwerbstätigkeit die letzten Jahre erheblich zugelegt.

2004 waren 59% der Frauen berufstätig, heute sind es 73%.

Bei den 60- bis 64-jährigen sind es heute bereits 58%.

Das hat dazu geführt, dass trotz der mahnenden Worte vieler Experten, nicht wirklich viel passiert ist. Ab 2020 jedoch ist der „Kohorten-Wechsel“ vorbei und die Erwerbstätigkeit fällt für die nächsten 20 Jahre ab.

Der oben erwähnte Einmal-Effekt durch mehr arbeitende Frauen und mehr arbeitende Ältere ist nicht wiederholbar.

Deswegen ist es für Sie so wichtig, jede vorhandene Personalreserve optimal zu nutzen. Und zwei wesentliche Bausteine dazu sind Motivation und reduzierte Krankenstände.

Setzen Sie da an. Erhöhen Sie das Motivationspotenzial der Arbeit in Ihrem Unternehmen. Wie Sie das machen? Der Schlüssel sind Handlungsspielräume für Ihre Mitarbeiter.

Und genau damit tun sich Unternehmen immer schwerer. Neue Normen, mehr gesetzliche Regeln und die Datenschutzgrundverordnung führe zu immer mehr Bürokratie statt sinnvoller Arbeit. Machen Sie es besser, unterscheiden Sie sich von anderen Unternehmen!

Sie fragen, wie das geht? Wir antworten mit unseren Umsetzungshilfen:

UH53 Wie motivieren empfinden Mitarbeiter ihre Arbeit www.umsetzungshilfe.de/53

UH22 Krankheitsbedingte Abwesenheit durch Motivation reduzieren www.umsetzungshilfe.de/22

UH34 Produktion auf Demografie vorbereiten www.umsetzungshilfe.de/34

Und wenn Sie keine Lust haben, sich die Themen selbst zu erarbeiten, können Sie immer noch zu unseren offenen Seminaren kommen:

Werden Sie der perfekte Chef = NTT Nicht-Technisches-Training 26.11.19-27.11.19 in Stuttgart

Fehlzeiten reduzieren, Mitarbeiter motivieren. 05.12.2019 in Stuttgart

Veröffentlicht unter Alle | Hinterlasse einen Kommentar

Nicht foulen!

“Nicht foulen!” – Trainer beim C-Jugendspiel.
“Ich möchte dir nichts unterstellen!” – Vorgesetzter im Mitarbeitergespräch.
“Es geht nicht darum, Jagd auf Kranke zu machen!” – Personalleiter zu seinen Führungskräften

Was denken Sie sich bei diesen Sätzen? Soll der Fußballer foulen? Wer hat als erster das Wort unterstellen in den Mund genommen? Werden Kranke jetzt gejagdt?

Das Gehirn kann NICHT-Anweisungen nicht verarbeiten

Stellen Sie sich bitte keinen roten Elefanten vor. Bitte keinen roten Elefanten vorstellen. Und klappt es? In der Regel klappt es nicht. Unser Gehirn kann Nicht-Anweisungen nicht vernünftig verarbeiten. Verneinungen lassen sich nicht intuitiv verarbeiten.

Gehirngerechter kommunizieren Sie, in dem Sie positiv formulieren. Sagen Sie was der Kicker machen soll. Sagen Sie was Sie beabsichtigen.

Statt “Nicht foulen!” besser “Spiele fair!”
Statt “Ich möchte dir nichts unterstellen!” besser “Ich glaube dir!”
Statt “Es geht nicht darum Jagd auf Kranke zu machen!” besser “Ich möchte die Arbeitsunfähigkeitsquote in unser Fabrik reduzieren!”

Bild: © PantherMedia / matimix

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

2% Krankenstand – ist das möglich? Wir sagen „ja“.

Sind krankheitsbedingte Fehlzeiten beeinflussbar? Und bis wohin?

Das betriebliche Gesundheitsmanagement hat es in der Regel nicht geschafft!

Und mit der Krankschreibung per Internet hat es der Mitarbeiter es seit 1.1.2019 noch leichter. Von 10-15 Uhr bestellen, bis 15:30 Uhr erhalten:

Internetauszug von www.au-schein.de am 10.10.2019

Setzen Sie vorher an. Wir zeigen Ihnen und Ihren Kollegen, wie Sie die Bettkantenentscheidung Ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen:

In unserem Praxisseminar “Gespräche nach Arbeitsunfähigkeit erfolgreich führen” am 02.12.2019 in Stuttgart lernen Sie die vier wichtigsten Gesprächstypen in Zusammenhang mit Fehlzeiten:

  1. Das Begrüßungsgespräch
  2. Das Anerkennungsgespräch
  3. Das Fehlzeitengespräch
  4. Das S-V-A Feedback

Darüber hinaus lernen Führungskräfte die richtige Reaktion, wenn der Mitarbeiter anruft und mitteilt, dass es Ihm nicht gut geht.

Unser erfolgreiches Gesamtkonzept lernen sie in unserem Basis-Seminar: „Fehlzeiten reduzieren, Mitarbeiter motivieren“ am 31.01.2020 in Stuttgart.

Der erste Schritt auf dem Weg zu 2%-Krankenstand ist der Schritt nach Stuttgart! 02.12.2019 oder 31.01.2020. Wir freuen uns auf Sie!

Veröffentlicht unter Alle | Hinterlasse einen Kommentar

Wie lange darf ein Arzt rückwirkend arbeitsunfähig schreiben?

Erstbescheinigung

“Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist ebenso wie eine rückwirkende Bescheinigung über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig.”

§5 Abs. 3 S. 2 Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie

Gemäß der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie darf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung maximal für drei Tage rückwirkend ausgestellt werden.

Was wenn die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung länger als drei Tage zurückdatiert wurde?

Dann könnte der Arbeitgeber die Richtigkeit der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit anzweifeln. Der Beweiswert des Attestes ist dann erschüttert. Es liegt dann beim Arbeitnehmer seine tatsächliche Arbeitsunfähigkeit zu beweisen. Dies kann zum Beispiel durch Zeugenaussage des behandelten Arztes geschehen. Gelingt dieser Beweis nicht, dann hat der Mitarbeiter keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Bild: © PantherMedia / Bernd Leitner

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Motivation in Zeiten der Veränderung

TOP Motivatoren und Demotivatoren
(C) Briegert+Hochgeschurtz 2019

Oft werde ich gefragt, wie Vorgesetzte die Motivation in Zeiten der Veränderung hochhalten können.

Hier die Lösung:

In unseren Seminaren fragen wir regelmäßig ab, was Menschen besonders motiviert und besonders demotiviert.

Wir haben diese Abfrage in den letzten acht Jahren ca. 2000-mal durchgeführt und etwas Verrücktes festgestellt:

Das Ergebnis sieht immer gleich aus. Egal welche Branche, egal welche Hierarchiestufe, egal ob in Wachstumsphasen oder in Abwärtsbewegungen der Wirtschaft.

Und das Ergebnis ist auch keine Überraschung: Die fünf häufigsten Motivatoren sind (siehe auch: UH73: Was wirklich motiviert):

  1. Erfolg
  2. Anerkennung der Leistung
  3. gutes Team
  4. Herausforderung
  5. Handlungsspielraum

Eben so spannend und für Phasen der Veränderung sind die fünf häufigsten Demotivatoren (siehe UH72: Was demotiviert wirklich)

  1. Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung
  2. Sinnlose Arbeit
  3. Ungerechte Behandlung und ungerechtfertigte Kritik
  4. Fremdbestimmung
  5. Mangelnde Rückendeckung durch den Vorgesetzten

Gerade in Zeiten der Veränderung fühlen sich Mitarbeiter fremdbestimmt.

Die Gerüchteküche brodelt, der Chef meidet die Kantine und lässt sich verleugnen; dann ist dies für die Mitarbeiter ein sicherer Indikator für aufziehende Probleme.

Die Anzahl der Gespräche und Meetings hinter verschlossenen Türen nimmt zu. Die Vorgesetzten sind plötzlich nicht mehr erreichbar. Die Mitarbeiter bemerken jede Verhaltensänderung ihrer Führungskräfte und beobachten in schwierigen Zeiten besonders sensibel die Bewegungen und Handlungen der Chefs.

Gerade wenn das Klima ungemütlich wird, ist der Kommunikations- und Führungsbedarf besonders hoch. Die Gerüchteküche füllt das Kommunikationsloch der Vorgesetzten immer zuverlässig aus.

Der Druck auf Führungskräfte zu Krisenzeiten ist hoch. Auf der einen Seite müssen mitunter unangenehme Entscheidungen getroffen und kommuniziert werden. Auf der anderen Seite sind sie weiter auf die Unterstützung und Loyalität der Belegschaft angewiesen.

Unsere 10 Tipps, wie Sie die Motivation in Zeiten der Veränderung erhalten:

  1. Präsenz zeigen
  2. Kommunizieren Sie direkt
  3. Wecken Sie Verständnis durch rechtzeitige Informationen
  4. Seien Sie vorhersagbar
  5. Wiederholen Sie Ihre Kernaussagen
  6. Zeigen Sie Verständnis für die Ängste Ihrer Mitarbeiter
  7. Seien Sie ehrlich
  8. Seien Sie fair
  9. Falls Kündigungen notwendig sind, geben Sie den Mitarbeitern maximal viel Zeit – nicht in letzter Minute Kündigen
  10. Geben Sie Gestaltungsspielräume

Alle Tipps in der UH1: Kriesenkommunikation, oder bei unseren nächsten offenen Seminaren:

Werden Sie der perfekte Chef: Nicht-Technisches-Training 26.-27.11.19 in Stuttgart-Echterdingen

Führen, der schnelle Einstieg – Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten – Intensiv-Seminar 3.12.-4.12.19.

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Arbeitsunfähigkeit per Whats App – Rechtens?

(C) 2019 Enrico Briegert

Seit Anfang dieses Jahres können sich Arbeitnehmer zum Beispiel bei Erkältung bis zu drei Tage per Internet arbeitsunfähig schreiben lassen. Nur müssen Arbeitgeber diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anerkennen? Wir meinen nein!

Feststellung der Arbeitsunfähigkeit darf nur auf Grund ärztlicher Untersuchung erfolgen

Die Arbeitsunfähigkeit darf nur auf Grund ärztlicher Untersuchung festgestellt werden, so steht es im §4 Abs. 1 S. 2 der Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie. Dazu muss der Arzt den körperlichen, geistigen oder seelischen Gesundheitszustand des Arbeitnehmers beurteilen. Die ist bei der Krankschreibung per Internet oder Whats App aber nicht der Fall. Damit ist der Beweiswert der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erschüttert. Der Arbeitgeber muss diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht akzeptieren.

Und nun?

Sie können Internet-AUs ablehnen. Nur wenn der Mitarbeiter sich morgens auf der Bettkannte gegen das Unternehmen entschieden hat, dann wird er Wege finden. Wenn es nicht mehr per Whats App geht, dann hilft der Weg in die nächste Praxis. Wenn Sie

Weitere Umsetzungshilfen:

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

Greifen Sie zum Äußersten, reden Sie mit Ihren Mitarbeitern. Trainertipps für Ihre Schulungen – Neue Umsetzungshilfe

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Botschaften Ihre Mitarbeiter auch wirklich erreichen?
Wir empfehlen, dass Sie zum Äußersten greifen und mit Ihren Mitarbeitern direkt kommunizieren.

In der Regel ist Ihr Ziel Einsicht bei Ihren Mitarbeitern zu erzeugen. Und Einsicht entsteht im Kopf des zu Überzeugenden, also müssen Sie Fragen stellen. Nutzen Sie Ihre Umsetzungshilfe Nr. 84 für erfolgreiche Trainings- und Informationsveranstaltungen. Ihre Umsetzungshilfe in Kürze:

1. Nutzen Sie Flipchart, statt Powerpoint

2. Stellen Sie einfache und präzise Fragen. Vermeiden Sie Doppelfragen und warten Sie auf die Antwort.

3. Beziehen Sie alle Mitarbeiter in Ihre Schulung ein, indem Sie Ihre Mitarbeiter direkt ansprechen.

4. Halten Sie Kurs und lassen Sie sich nicht von Gegenfragen abbringen.

Ihre Umsetzungshilfe Nr. 84 finden Sie hier.

Ressourcen:
© Bildagentur PantherMedia / Alexander Limbach

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Erfolgreiche Krisenkommunikation


© panthermedia.net /
Frank Täubel

Industrie 4.0. Handelskrieg. Diesel-Krise. Bankencrash. Die Gerüchteküche brodelt in vielen Branchen. Die Anzahl der Gespräche und Meetings hinter verschlossenen Türen nimmt zu. Die Vorgesetzten sind plötzlich nicht mehr erreichbar. Dabei ist gerade jetzt der Kommunikationsbedarf besonders hoch. Fehlende direkte Kommunikation der Vorgesetzten wird dann durch Rauchraumgespräche und Flurfunkt ersetzt. Vermeiden Sie als Führungskraft die typischen Fehler in Krisenzeiten:

Seien Sie vor Ort

Erhöhen Sie Ihre Erreichbarkeit und verstecken Sie sich nicht in Ihrem Büro. Geben Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Möglichkeiten die aktuelle Situation mit Ihnen zu besprechen. Offene-Tür-Kultur ist in Krisenzeiten besonders wichtig, aber auch hohe Präsenz an den öffentlichen Plätzen (Kantine, Pausenräume, Eingangsbereich).

Persönliche Gespräche schlagen E-Mail und Aushänge

Persönliche Kommunikation ist gerade in Krisenzeiten E-Mail-Kommunikation deutlich überlegen, da Sie die Reaktion auf Gesagtes direkt erhalten. Augenkontakt ist wichtig. Ihr Mitarbeiter bemerkt wie schlecht die Lage ist, wenn Sie auf seine Schuhe schauen und nicht in seine Augen!

Seien Sie ehrlich, transparent und vorhersagbar

Erklären Sie Ihren Mitarbeitern die Situation transparent und nachvollziehbar. Erläutern Sie warum Veränderungen erforderlich sind. Jede schlechte Erklärung ist besser als keine Erklärung. Indem Sie rechtzeitig die Notwendigkeit unangenehmer Entscheidungen ankündigen, vermeiden Sie permanente Angstzustände innerhalb Ihrer Belegschaft. Ihre Mitarbeiter lernen, dass sie nicht ohne Vorwarnung mit unangenehmen Entscheidungen rechnen müssen. Die Alternative hierzu ist permanente Angst.

Natürlich hoffen Ihre Mitarbeiter auf positive Nachrichten. Bleiben Sie jedoch ehrlich. Setzen Sie Ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel, indem Sie unangemessenen Optimismus verbreiten. Bereiten Sie Ihre Mitarbeiter darauf vor, dass sich Ihr Arbeitsumfeld ändern wird und die Rückkehr zum früheren Status sehr unwahrscheinlich ist.

Seien Sie fair

Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen mit Respekt. Im Kündigungsfall wird die Loyalität und Produktivität der im Unternehmen verbleibenden Mitarbeiter durch Ihr Verhalten den ausscheiden Mitarbeitern gegenüber beeinflusst.

Warten Sie mit der Kündigung nicht bis zur letzten Minute

Wenn Kündigungen erforderlich sind, warten Sie nicht bis zur letzten Minute. Wenn Ihre Mitarbeiter feststellen, dass ihnen für Ihre Lebensplanung wichtige und hilfreiche Informationen vorenthalten wurden, entsteht eine Spirale des Misstrauens, die sehr destruktiv und noch über Jahre Spuren hinterlassen kann.

Veröffentlicht unter Alle | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Fall der Woche (28.05.2019)

(c) 2019 Panthermedia_1128757

Ein Mitarbeiter meldet sich montags vor Arbeitsbeginn beim Vorgesetzten für drei Tage arbeitsunfähig (A.U.).

Am Tag der Rückkehr (Donnerstag) fragt der Vorgesetzte, ob der Mitarbeiter für die krankheitsbedingte Fehlzeit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) hat.

Der Mitarbeiter bestätigt dies und verspricht dem Vorgesetzten diese am Freitag mitzubringen.

Am Freitag erinnert der Vorgesetzte den Mitarbeiter. Der sagt, dass er die AUB Montag mitbringt.

Montag schaut der Vorgesetzte in die Daten der elektronischen Zeiterfassung und stellt fest, dass der Mitarbeiter für die drei Krankheitstage beim Zeitbeauftragten Urlaub hat eintragen lassen.

Was würden Sie tun?

Der Vorgesetzte fragte, was rechtlich möglich ist?

Hat der Mitarbeiter hat die Informationspflicht bei Arbeitsunfähigkeit eingehalten? Diese Frage ist mit „ja“ zu beantworten.

Hat der Mitarbeiter die Nachweispflicht eingehalten? Diese Frage ist mit „ja“ zu beantworten, da die Arbeitsunfähigkeit nicht länger als drei Tage war.

Wurde der Urlaub korrekt genehmigt? Die nachträgliche Änderung in Urlaub ist eine Selbstbeurlaubung. Der Urlaub wird in der Regel vom Vorgesetzten gewährt. Mit der Änderung von „Arbeitsunfähigkeit“ in „Urlaub“ hat der Mitarbeiter einen nicht gewährten Urlaub angetreten.

Im ersten Augenblick könnte man annehmen, dem Unternehmen sei kein Schaden entstanden. Im Gegenteil, der Mitarbeiter hat seinem Unternehmen etwas Gutes getan.

Trotzdem darf der Vorgesetzte den Fall nicht als Bagatelle behandeln.

Eventuell hatte der Mitarbeiter schon am Freitag vor der A.U. Meldung erkannt, dass er am Montag keinen Urlaub gewährt bekommen würde. So hätte er sich einen Vorteil verschafft.

In diesem Fall wäre eine Gespräch mit schriftlicher Gesprächsnotiz angemessen.

Wenn Sie Ihren Fall mit uns diskutieren wollen, schicken Sie uns einfach eine Mail.

Oder diskutieren Sie live mit uns: Di. 02.07.2019 “Fehlzeiten reduzieren, Mitarbeiter motivieren” in Stuttgart.

Veröffentlicht unter Alle | Hinterlasse einen Kommentar